Odenwald-Forum - Der Odenwald in der Landschaftsmalerei im 18. und 19. Jahrhundert - Zwischen romantischem Idyll und realistischer Wirklichkeit

Der Odenwald, ein bezauberndes Mittelgebirge zwischen Rhein, Main und Necker, wurde an diesem Abend mal unter einem anderen Blickwinkel betrachtet. Bei schwülen Temperaturen stellte die Kunsthistorikerin und Historikerin Ines Günther-Laake M.A. die kunsthistorische Erscheinung des Odenwalds in der Landschaftsmalerei besonders die des 19. Jahrhunderts vor.
Mit zunehmendem Interesse an der heimatlichen Landschaft starteten viele Künstler ihre Wanderungen von Darmstadt aus in den Odenwald. Hier fanden sie alles, was sie für ein reiches Naturstudium, aber auch für romantische Darstellungen brauchten: lichtspiegelnde Gewässer, von Dunst vernebelte Berge, unberührte Wälder, Täler und romantische Burgen und Burgruinen.
Ines Günther-Laake erläuterte Werke von Carl Philipp Fohr, Johann Heinrich Schilbach, August Lucas, Carl Ludwig Seeger, Paul Weber, Heinrich Reinhard Kröh und Wilhelm Trübner. Zudem stand auch Darmstadt als Kunstzentrum im Fokus, seine Schwierigkeiten die Künstler auszubilden, zu halten, zu fördern und sich als ein künstlerisch attraktiver Ort - gegen Frankfurt und Mainz – herauszubilden. Dies verdankte die Stadt u.a. dem Großherzog Ludwig I. und Gemahlin sowie der Großherzogin Alice und besonders dem Engagement des Großherzogs Ernst August.
Viele Bildbeispiele ergänzten diesen ansprechenden Vortrag, der einmal mehr die Schönheiten des Odenwaldes in einem anderen, bisher wenig bekannten Licht zeigte.



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