Harry Potter und Thor zu Besuch in der originell geschmückten Kulturhalle Münster
Hexen, Zauber, Aberglaube - Festliches Konzert des Musikverein Münster am 1.Adventwochenende

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  • Foto: Das Jugendorchester verwandelte die Bühne bei "Harry Potter" zur Hogwarts-Schule für Magie+Zauberei
  • hochgeladen von Nathalie Pohl

Zauberhaft-fesselnder Abend mit dem Musikverein Münster. Viel Lob für Jugend- und Großes Orchester für das diesjährige Festliche Konzert unter dem Motto

„Hexen, Zauber, Aberglaube“.

Die Kulturhalle war aufwändig mit Spinnen, loderndem Feuer sowie einem beleuchteten Indianerzelt geschmückt.
Das

Jugendorchester,

das dieses Jahr erstmalig unter der Leitung von Moritz Mainusch spielte, eröffnete den Abend mit „Also sprach Zarathustra“. Moderator des Abends war der bestens bewährte, da stets gut vorbereitete, eloquente Jürgen Groh. Beginnend mit der Phoenix Overture wurde man sogleich auf eine faszinierende Reise zum Thema des Abends mitgenommen. Es schloss sich „Dakota“ von Jacob de Haan an. In 5 Sätzen wurde über Geschichte und Kultur der Sioux Indianer aus Nord- und Süd-Dakota erzählt. Der letzte Satz berichtet vom Massaker von „Wounded Knee“. Zwischen den Stücken nutzten die jungen MusikerInnen die Gelegenheit sich bei ihrem neuen Dirigenten zu bedanken. Vor ca. einem Jahr hatte Moritz Mainusch das Dirigat übernommen und das Orchester würdigte sein Know-How sowie Geduld und Empathie, die ihm zu eigen sind. Weiter ging es mit einem Highlight des Abends „Harry Potter“. Passend zum Thema setzte man sich schwarze Zauberhüte auf und verwandelte so die Bühne zur Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei. Das Werk stellt einen Querschnitt durch alle Filme des Zauberschülers dar und beinhaltet thematisch u.a. denNimbus 2000, die Kammer des Schreckens, die Hymne von Hogwarts und das Finale mit dem Kampf gegen Voldemort am Ende der Schulzeit.Auch hier bewies das Orchester, dass es durch die intensive Probenarbeit mit dem Dirigenten eine Spitzenleistung an dem Abend ablieferte. Über „Procession of the Sorcerers“, einer Prozession von Hexen, Zauberern, Kobolden und Feen, kam man zum letzten Beitrag, den Chroniken von Narnia, der Filmmusik. Zeitlich während des 2. Weltkrieges angesiedelt, gelangen 4 Kinder durch einen seltsamen Kleiderschrank über ein Portal ins magische Land Narnia. Aufgrund eines Fluches herrscht dort ewiger Winter. Viele Abenteuer sind nötig, bevor die Kinder den Fluch besiegen können.
Nach der Pause startete das

Große Orchester

unter der Leitung von Piotr Konczewskiepisch-furios mit „Thor - The Dark World“. Es folgte „The Witch and the Saint“ von Steven Reineke. Dieser ließ sich hierzu von dem Buch „Die Hexe und die Heilige“, welches im düsteren Mittelalter zur Zeit der Hexenverfolgungen spielt, von Ulrike Schweikert inspirieren. Die beiden Charaktere dieses Stücks, die Zwillingsschwestern Helena und Sibylla, wurden differenziert und gekonnt vom Orchester interpretiert. Es folgte „Imagine“ (im Original von John Lennon) mit der gefühlvollen Solo-Saxophonistin Sina Eitel. Ein weiteres Highlight des Abends folgte – „Die Schöne und das Biest“ als Medley, von Toshio Mashima. Moderator Jürgen Groh las mit Untermalung des Orchesters die Vorgeschichte hierzu ausdrucksstark vor. Liebe kennt keine Grenzen, Liebe überwindet alle Hindernisse - so könnte man die Botschaft der Geschichte von Belle und dem Biest interpretieren. Am Ende siegt die Liebe und das Biest verwandelt sich in den schönen Prinz, der er einst war, zurück. Das letzte Stück erklang – „Die Hexe“, eine Polka. Hüpfend und beschwingt tanzt die Hexe hier durch das Werk. Das Große Orchester bot an diesem Abend eine mitreißende und hervorragende Leistung und spätestens bei der ersten Zugabe, „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show, hielt es niemand mehr auf den Sitzen. Bei den beiden letzten Zugaben standen traditionell Großes und Jugendorchester gemeinsam auf der Bühne und brachten den Saal zum Kochen.

Autor:

Nathalie Pohl aus Münster

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