Wahrheit oder Irrtum ?
Technisches Hilfswerk – die blaue Feuerwehr?

Der Referent des Abends Herr Mazzariello umrahmt von den Zuhörerinnen, die sich Jacke und Helm des THW angezogen hatten.
  • Der Referent des Abends Herr Mazzariello umrahmt von den Zuhörerinnen, die sich Jacke und Helm des THW angezogen hatten.
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Was macht eigentlich das THW, das Technische Hilfswerk?
Wo hilft es? Wie kann man sich engagieren und mitmachen?
Diese Fragen interessierten die Nauheimer Landfrauen und luden für Montag, den 04.11.2019, den Beauftragten für die Öffentlichkeit des THW Ortsverband Groß Gerau,
Herrn Marco Mazzariello ein.

In der lockeren Gesprächsrunde, unterlegt mit einem Videoclip, informierte verständlich, Herr Mazzariello.
Die Hilfsorganisation, die sich von der Struktur und der Geräteausstattung deutlich von der Feuerwehr abhebt,ist eine Bundesbehörde, die zu 99 Prozent aus Ehrenamtlichen besteht.
Sie helfen bei Hochwasser,wenn Menschen bei Erdbeben verschüttet werden.Fast alle Mitarbeiter des THW, sind freiwillige Frauen und Männer, die in ihrer Freizeit helfen, bergen und retten.
Das THW wurde 1950 gegründet und 1953 zur Bundesbehörde.Es war interessant zu erfahren, dass heute für die moderne Hilfsorganisation 80.000 Ehrenamtliche arbeiten. Nur 1 Prozent ( 1.200) Mitarbeiter, arbeiten hauptberuflich für das THW. Auch 15.000 Jugendliche sind unter den Freiwilligen.
Die „blaue Truppe“ die ehrenamtliche Einsatzkraft, ist vor allem für den Zivil-und Katastrophenschutz in Deutschland zuständig. Es wird auch im Ausland geholfen. .Die Hilfsaufträge werden vom Innenministerium erteilt. Wie über die Medien zu erfahren war, ob nach dem schlimmen Hurrikan in den USA, oder nach dem Erdbeben auf Haiti, wo die Bevölkerung vor Ort mit sauberem Trinkwasser versorgt wurde um hier nur einige Beispiele zu nennen.
Die Einsätze sind unterschiedlich, ob beim Bau von Behelfsbrücken nach dem Hochwasser oder der Suche nach Vermissten. Bei der Stromversorgung wenn wegen Unwetter das Stromnetz ausgefallen ist.
Die „Allrounder“sind Spezialisten was die Trinkwasseraufbereitung angeht, bergen Opfer und sind da wenn sie angefordert werden.
Die Schnelleinsatzeinheit Bergung Ausland (SEEBA), unterstützt die Kräfte vor Ort beim Bergen der Opfer und ist innerhalb weniger Stunden zum Abflug bereit. Ob beim Beben in Indien in der Türkei und im Iran es wurde geholfen. Das gesamte Einsatzgerät wird in Leichtmetallkisten verpackt und mit normalen Verkehrsflugzeugen transportiert. Die 75 aktiven des THW Groß- Gerau haben auch Rettungshunde beim Helfen zur Seite. Sie gehören zur SEEBA und sind als Ortungshelfer auf vier Pfoten eingesetzt. Ihre Ausbildung beginnt im Alter von sechs bis zwölf Monaten und trainieren mit ihrem Hundeführer 3 Jahre lang das Aufspüren von Menschen, die verschüttet sind.
Da die Einsätze nicht planbar sind ist eine solide Ausbildung Grundlage für gute Arbeit im Einsatz, so Herr Mazzariello.
Deshalb durchlaufen alle angehenden ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zunächst einheitlich die Grundausbildung. Danach besteht die Möglichkeit sich je nach Bedarf und persönlichem Interesse, weiterzubilden und zu spezialisieren.
Es werden dadurch technische Qualifikationen und soziale Kompetenzen erworben, die privat wie auch im Berufsleben nützlich sein können.
Schon ab 10 Jahre können junge Menschen zur THW – Jugendgruppe kommen. Das Mindestalter für den aktiven Dienst ist 17 Jahre. Das Attraktive an diesem Ehrenamt so der Fachmann ist,dass Freiwillige eine fundierte technische Ausbildung bekommen. Es kann eine Ergänzung zum eigenen Beruf sein und Einblick geben in einen ganz anderen Bereich.In der kostenlosen Grundausbildung lernt man unter anderem, mit einer Kettensäge oder einem Trennschleifer umzugehen. Wie man eine Hochleistungspumpe bedient und Holz und Metall bearbeitet. Auch Erste Hilfe und Bergungstechniken stehen auf dem Lehrplan.
Der gut aufgestellte und informative Vortrag ließ erkennen, wer beim THW mitmachen möchte, den erwartet ein spannendes Ehrenamt mit vielen Herausforderungen in einer tollen Gemeinschaft, um Menschen in Not kompetent und engagiert zu helfen.
Am Ende der aufschlussreichen und lockeren Gesprächsrunde nutzen die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Herrn Mazzariello Fragen zu stellen, die kompetent und verständlich beantwortet wurden.
Der Referent wünschte sich von der Bevölkerung mehr Interesse an „Dem“, was die Hilfsorganisation tut.

In Respekt und mit Worten der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte des THW Groß -Gerau,bedankte sich der Vorstand des Landfrauenvereins Nauheim mit einer Geldspende für die Kameradschaftskasse des THW Groß- Gerau.

Näheres über die wichtige Hilfsorganisation gibt es zu erfahren unter www.thw-gg.de

Anne Dammel

Autor:

Landfrauenverein Nauheim aus Nauheim

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