Sozialverband VdK Nauheim und Bündnis gegen Depressionen im Kreis Groß Gerau
"Jetzt reiß´dich mal zusammen" - Umgang mit Depressionen

die Referentinnen

In der Gaststätte Culinarium, Nauheim erfolgte Ende Oktober ein Vortrag über Depressionen von den Referentinnen Diplom- Pädagogin Anke Creachcadec vom Sozialpsychiatrischen Verein Kreis GG e.V. und Dr. Monica Schol-Tadic vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Groß Gerau.
Thema des Abends war: "Jetzt reiß`dich mal zusammen" - Umgang mit Depression.
Deutschlandweit gibt es über 80 Bündnisse der Depression. Der Vortrag war eine gemeinsame Veranstaltung des Bündnisses gegen Depression im Kreis Groß-Gerau und des Sozialverbandes VdK Ortsverband Nauheim. Ca. 40 Besucher, davon viele Jüngere und auch Nichtmitglieder, besuchten die Veranstaltung. Der Eintritt war frei.
In Deutschland leiden rund 4 Mio. Millionen Menschen an Depressionen. Dennoch wird diese Erkrankung in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen und oft missverstanden. Depression kann jeden Menschen treffen, häufig bricht sie in einen bis dahin gut funktionierenden Alltag ein. Ca. jede 4. Frau und jeder 8. Mann erkranken im Laufe des Lebens an einer Depression. Alle Altersgruppen sind davon betroffen. Denken, Fühlen und die Motivationen sind beeinträchtigt. Zu den körperlichen Symptomen verändert sich das Verhalten. Der soziale Rückzug ist angesagt.
Egal ob man es Burnout nennt oder Depression- man braucht Hilfe!
Knapp die Hälfte der Betroffenen erlebt nur eine einzige depressive Phase, die durchschnittliche Episode beträgt 4-8 Monate. Manisch- depressiv Erkrankte brauchen eine medikamentöse Behandlung. Ursachen der depressiven Erkrankung können biologisch/ genetische Faktoren sein, lebens- und lerngeschichtliche Aspekte und situative Auslöser.
Im Laufe der Erkrankung kann man in eine Abwärtsspirale fallen, wobei ein Suizidgedanke möglich ist. Deshalb sind die verschiedensten Therapieverfahren wichtig. Dazu gehören je nachdem die Gespräche mit den Patienten, medikamentöse Behandlungen, eine Psychotherapie und die Einbindung von Angehörigen.
Im Umgang mit den Betroffenen sollte man einige Dinge vermeiden, wie: Aufforderungen sich zusammenzureißen oder fröhlich zu sein, Verdrängung oder Verharmlosung der Symptome, Tabuisierung von Suizidgedanken, zu frühe Aktivierung oder zu lange Schonhaltung.
Was kann man aber tun: die Depression erklären, Zuversicht und Vertrauen in die Genesung schaffen, die Behandlung unterstützen, Bewegung fördern, bei Entscheidungen entlasten, einfache Fragen stellen und Zeit dazu lassen, schrittweise den Patienten aktivieren, selbst eine klare verlässliche Haltung haben und auf die eigenen Grenzen achten.
Wer kann weiter unterstützen: Hausärzte, Pfarrer, Lehrer, Selbsthilfegruppen, öffentliche Depressionshilfen.
Siehe u.a. folgende Selbsthilfegruppen:
www.bgd-gg.de
www.buendnis-depression.de
www.deutsche-depressionshilfe.de

Autor:

Brigitte Breckheimer aus Nauheim

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