Matinee zum Internationalen Frauentag - Frühstück und Film“Die göttliche Ordnung“

Die Frauen warteten geduldig vor dem Lichtspielhaus/Cinebar bis es los ging.
Die Nauheimer Landfrauen und Gäste, trafen sich anlässlich des internationalen Frauentages im Lichtspielhaus und Cinebar, Groß – Gerau.

Bevor der Film „Die göttliche Ordnung“ gezeigt wurde, hatte Frau Wenz, die Kinobesitzerin ein herrliches Frühstück für die 44 Teilnehmerinnen zubereitet, an dem es an nichts fehlte.

Nach dem gemütlichen Gedankenaustausch öffnetet sich der Vorhang und der Film mit dem Titel,“Die göttliche Ordnung“bekamen die Frauen zu sehen.


Ein mehrfach prämiert Film vom Kampf um Gleichberechtigung. Es ging um die Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz.Von der gesellschaftlichen Aufbruchstimmung der 68 Bewegung war wenig zu spüren.Wie unmündige Kinder wurden die Frauen behandelt. Bis es endlich soweit war, dass sie 1971 wählen durften.Doch der Weg bis dorthin war schwierig. Über das Schweizer Eherecht wurde den Frauen systematisch der Zugang zu vielen Lebensbereichen verwehrt.

Die Handlung des Films zeigte deutlich die Erfahrungen, die sie dabei machten. Sie durften nicht arbeiten, konnten kein Bankkonto eröffnen sie waren unmündig und brauchten die Einwilligung des Ehemannes. Hier war die göttliche Ordnung seit Jahrhunderten zu spüren,das „Drei K Verhalten“, dass Gesetz für die Frauen war, Kinder,Kirche,Küche.


Im Mittelpunkt des Films stand Nora, eine junge Hausfrau und Mutter aus einem Dorf in Appenzell


Sie setzte sich für das Wahlrecht ein und gewann schließlich.

Auch unter den züchtigen Dorfdamen fand sie viele Mitstreiterinnen.


Das humorvolle Drama spiegelte eine Atmosphäre der Unterdrückung und Einengung von Gefühlen. Die Frauen mussten parieren ,funktionieren ohne Wenn und Aber!

Am Schluss des Films waren sich die Kinobesucherinnen einig, dass die heutige Bevölkerung ob Frau oder Mann das Wahlrecht nicht zu schätzen wissen und wenig Gebrauch davon machen.

Und dass Pionierinnen die für das Wahlrecht kämpften Diskriminierung und Leid erdulden mussten. Hier ist Solidarität gefragt nicht nur unter den Frauen!

So lange der Feminismus in unserer Gesellschaft keine Anerkennung findet, kann auch keine Gleichstellung stattfinden.

Um etwas zu bewirken wie der Film zeigte ist es wichtig, die sogenannte göttliche Ordnung zu gegebener Zeit auch in Unordnung zu bringen.


Schon jetzt freuen sich die Landfrauen und ihre Gäste auf die Matinee im nächsten Jahr,die am Sonntag, den 03.März 2019 von 10.00 – 13.00 Uhr stattfindet.



Anne Dammel
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