Saisonstart mit hohem Ausbildungsniveau

Frühjahrsprüfung des Schäferhundeverein Ober-Ramstadt
Ober-Ramstadt: Schäferhundeverein | Kalt begann am 27.02.16 die Frühjahrsprüfung um 08:00 Uhr beim Verein für Deutsche Schäferhunde in Ober-Ramstadt. Somit verschob man das Legen der Prüfungsfährten auf später, in der Hoffnung, dass die erwarteten Sonnenstrahlen den gefrorenen Boden genügend auftauen und begann die Prüfung im gemütlich warmen Vereinsheim mit den Sachkundenachweisen, der Theorieprüfung zur Erlangung der Hundeführerlizenz. Tim Mohr von der Ortsgruppe Dieburg und zwei Jugendliche der OG Ober-Ramstadt, Tamina Gunkel und Melina Reimund, bestanden den Theorietest vollkommen fehlerfrei.
Zwischenzeitlich waren zahlreiche Zuschauer erschienen, um sich bei dem immer schöner werdenden Frühlingswetter die Prüflinge anzuschauen. Den Anfang machten zwei Hundeführer mit ihren Dobermännern, Christian Möstl (Schweiz) mit seiner Ginger von der Leibgarde und Martina Lichtenegger (OG Dieburg) mit ihrem Rüden Gino von der Leibgarde. Beide Hunde waren noch sehr jung und hatten gerade das für die Begleithundeprüfung vorgeschriebene Mindestalter, dennoch zeigte Christian mit seiner Ginger eine sehr solide Leistung und einen für die Reife des Hundes beachtlichen Ausbildungsstand, so daß der 1. Teil dieser Prüfung locker bestanden war. Mit dem jungen Rüden Gino gingen allerdings wohl die Frühlingsgefühle durch, so daß es ihn letztlich nicht auf seinem abgelegten Platz hielt und er es bevorzugte, die vorgeführte Hündin zu Jagdspielchen zu animieren. Leider konnte dadurch an diesem Tag das Prüfungsziel für Gino noch nicht geschafft werden.
In der nächsthöheren Prüfungsstufe, der BGH 1, gingen dann aus der OG Ober-Ramstadt Victoria Heppenheimer mit Xander von Wiesmadern und die Jugendliche Meira Schneider mit ihrem Nelson an den Start. Trotz kleinerer Patzer konnten beide das Prüfungsziel erreichen. Victoria Heppenheimer erhielt für die Vorführung ihres ebenfalls noch sehr jungen Rüden die Wertnote Gut mit 84 Punkten. Meira Schneider errang befriedigende 77 Punkte und konnte trotz langer Winterpause ihr Ergebnis zum Vorjahr deutlich verbessern.
Siegfried Heldenberger (OG Dieburg) führte seinen Deutschen Schäferhund Kayano von der Zwitscherklause in der IPO 3 vor. Trotz gefrorenem Boden gelang der Teilbereich Fährtensuche sehr gut und auch die Unterordnung, sowie der anschließende Schutzdienst konnten sich sehen lassen, obwohl der mittlerweile matschige Rasen dem Schutzdiensthelfer Christian Möstl eine ordentliche Schlitterpartie bescherte. Somit konnte der Hundeführer für die gezeigten Leistungen seines triebstarken Rüden mit insgesamt sehr guten 270 Punkten (92-85-93) bewertet werden. Siegfried legte mit dieser Prüfung die zweite Qualifikationsprüfung für die Teilnahme an der Landesmeisterschaft ab, die Ende August dieses Jahres in Frankfurt-Preungesheim stattfindet.
Die letzten Darbietungen auf dem Hundeplatz stellten Angela Bausch mit ihrer Border-Collie Hündin Pandora von Ursel's Arche (Pina) und Katrin Kölsch mit Riesenschnauzer Hündin Buia de la Bruyère Blanche. Beide Hündinnen wurden in der Begleithundeprüfung hervorragend vorgeführt und überzeugten Leistungsrichter Heinrich Balonier, der dies lobend erwähnte.
Auch im anschließenden Außenteil zeigten alle Begleithunde, dass sie den alltäglichen Anforderungen unserer Gesellschaft locker gewachsen sind und keinerlei Aggressionen gegen Menschen oder andere Hunde hegten. Auch Radfahrer und Jogger ließen die Prüflinge kalt. Somit konnte allen dreien das Ausbildungskennzeichen zuerkannt werden.
Nachdem nun mittlerweile die kräftigen Sonnenstrahlen den morgens noch gefrorenen Acker in eine Schlammgrube verwandelt hatten, war es dem in der Prüfungsstufe FH 2 angetretenen OG-Mitglied Walter Heppenheimer mit seinem Berner Sennenhund Rüden Quentos von Wiesmadern leider nicht mehr möglich, den vorbereiteten Fährtenverlauf auszuarbeiten. Trotz größter Bemühungen gelang es dem Rüden letztlich nicht, das Prüfungsziel zu erreichen.
Auch Petra Lienert (OG Ober-Ramstadt) trat mit ihrer Deutschen Schäferhund Hündin Nikaja von der Sandkautschneise in der Stufe FH 2 an. Die gute Ausbildung und jahrelange Erfahrung ermöglichten der Hündin, auch unter diesen widrigen Bedingungen die Fährte mit sehr guten 94 Punkten auszuarbeiten und ihre Hundeführerin sicher bis ans Ende zu führen. Leider war der letzte aufzufindende Gegenstand nicht mehr vorhanden, so dass hier drei Punkte verloren gingen, um die Arbeit der Hündin mit vorzüglich bewerten zu können.
Nach Bekanntgabe der Ergebnisse im Vereinsheim lockte das Traumwetter endgültig alle Gäste und Prüflinge nach draußen, wo man die Frühlingssonne genoss und gut gelaunt den Nachmittag ausklingen ließ.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.