Akkordeon-Vereinigung 1936 Pfungstadt e. V. (AVP)

Das Schülerorchester spielte sich gleich zu Beginn in die Herzen der Zuhörer - links im Bild Akkordeonlehrer Eduard Ungefucht
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  • Das Schülerorchester spielte sich gleich zu Beginn in die Herzen der Zuhörer - links im Bild Akkordeonlehrer Eduard Ungefucht
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Wo: Sport-und Kulturhalle, Ringstraße 51, 64319 Pfungstadt auf Karte anzeigen

Neue Klänge

„Sehr schön! Unglaublich, was auf dem Akkordeon alles möglich ist“ so die Kommentare aus dem Publikum zum diesjährigen Herbstkonzert der AVP, das an Vielfalt und Dynamik nichts zu wünschen übrig ließ. Die vier Orchester und zwei Ensembles der AVP mit Akkordeonisten im Alter von U10 bis Ü70 begeisterten bei ihrem Auftritt am 16. November ihre Zuhörer in der voll besetzten Sport- und Kulturhalle zu Pfungstadt mit einer gelungenen musikalischen Mischung aus lockeren und unterhaltsamen Werken sowie anspruchsvollen Werken, moderiert vom Vorsitzenden Prof. Dr. Matthias Hemmje, der in mehreren Formationen als aktiver Musiker selbst mit von der Partie war.

Herzerwärmend und schwungvoll

Gleich zu Beginn versetzte das Schülerorchester unter der Leitung von Eduard Ungefucht die Zuhörer mit seiner ebenso präzisen wie herzerwärmenden Darbietung der mehrstimmigen Stücke „Tanz“ von H. Herold und „Wind und Wellen“ von G. Wienecke in frohe Stimmung. Ungefucht ließ es sich dabei nicht nehmen, selbst fröhlich mitzuspielen. „Die Kids können es schon so gut, da brauchen sie kein Dirigat“, meinte er verschmitzt lächelnd. Nach begeistertem Beifall und einer Reprise als Zugabe folgte schwungvoll das Jugendorchester unter der Leitung von Jens Jourdan mit „The Entertainer“ von S. Joplin, „Can You Feel the Love Tonight“ von E.John/W. v. Dungen/H.G.Kölz und „Transylvanian Joc“ von H. Quakernack. Das fünfköpfige Jugendensemble spielte „Recitativ und Furiant“ von J. Löchter, eine nicht einfache zeitgenössische Komposition, einstudiert unter der Leitung von Anne Cratz.

Mitreißend und mit Gemüt

Mit dem Auftritt des Orchesters Da Capo gewannen Spannung, Gemüt und Spaß die Oberhand. Unter der Leitung ihrer Dirigentin Sabine Lauterbach präsentierten die zwanzig Akkordeonisten ihren Wettbewerbsbeitrag „Free World Fantasy“ von J. de Haan/R. Zieverink, mit dem sie sich dieses Jahr beim World Music Festival in Innsbruck „ausgezeichnet“ qualifiziert hatten, in ausgereifterer Form als je zuvor. Nach dieser programmatischen Musik von pompösem, aber auch innigem Charakter, durchsetzt mit feinen rhythmischen Passagen, hätte man den Saal verdunkeln müssen, wenn er nicht bereits dunkel gewesen wäre. Donnernd eröffnet vom „Tatort-Thema“ ertönte das mitreißende Medley „Krimi-Puzzle“ von M. Hennecke mit bekannten Kriminalfilm-Melodien, quasi augenzwinkernd mit Schuss und Schrei fabriziert, so dass jede Menge Spielfreude direkt aufs Publikum übersprang, das schließlich mitklatschte und spontan Beifall spendete. „Ja, DAS ist Akkordeonmusik!“ fasste ein Zuhörer die allgemeine Begeisterung zusammen.

Sinfonisch und neu

Nach der ausgedehnten Pause, die viele zum Plausch mit alten Bekannten nutzten, demonstrierte das Erste Orchester der AVP unter der Leitung von Jens Jourdan, wie anspruchsvolle sinfonische Musik von einem Akkordeonorchester künstlerisch überzeugend dargeboten werden kann. Zunächst erklang die temperamentvolle „Fandarole“ von George Bizet aus der Arlésienne Suite Nr. 2 , von Bizet 1872 drei Jahre vor seinem Tod komponiert, für Akkordeonorchester arrangiert von C. Herold.
Als Highlight des Abends folgte die Erstaufführung fünf ausgewählter Sätze von Edward Elgars „Enigma“( 1899)in Bearbeitung für Akkordeonorchester. Es handelt sich hierbei um eine Auftragsbearbeitung, die der Bundesdirigent, Komponist und Arrangeur Stefan Hippe eigens für die Akkordeon-Vereinigung Pfungstadt angefertigt und dem 1. Orchester gewidmet hat. Das Werk wird nach seiner Vollendung im Juni kommenden Jahres zum „Akkordeonissimo Konzert“ komplett uraufgeführt und als einer der so genannten englischen „Concert Favourites“ auch beim Partnerschaftsjubiläum mit Retford/GB eine besondere Rolle spielen. Schon jetzt wurde spürbar, wie erstaunlich kompatibel moderne Konzertakkordeon-Instrumente mit so genannter „Ernster Musk“ sind. Die Konzertbesucher waren tief beeindruckt von der musikalischen Ausdruckskraft, mit welcher auch anschließend „Porgy and Bess" (Arr. W. Niehues) interpretiert wurde.
Zum großen Finale erschienen dann noch einmal die jugendlichen Spieler auf der Bühne, um gemeinsam mit den Ersten Orchester „Pirates of the Caribbean“ von K. Badelt (Arr. R. Fugmann) zu intonieren.

Gemeinsam aktiv

Gemeinsam gingen Erstes und Jugend-Orchester mit ihrem Programm am darauf folgenden Wochenende auf Konzertreise nach Grenzach. Das musikalische Wiedersehen bei den Freunden vom Akkordeonorchester Grenzach mit gemeinsamem Konzert-Auftritt und geselligem Beiprogramm beflügelte von neuem die Freude am gemeinsamen Musizieren bei Alt und Jung.

Für die Akkordeonjugend

Dem Ersten Vorsitzenden Prof. Dr. Matthias Hemmje liegt die Förderung der Akkordeonjugend sehr am Herzen. Seit Jahren pflegt die AVP die musikalische Zusammenarbeit mit den Pfungstädter Schulen, die 2014 mit der Einrichtung einer Akkordeonklasse an der FES einen neuen Schwerpunkt erhalten soll. Im Mai 2014 wird in Pfungstadt der Deutsche Jugendorchester- und Ensemblewettbewerb ausgetragen.

Informationen über alle Aktivitäten der AVP, Konzerte, Orchesterproben, Akkordeonunterricht für Kinder und Erwachsene, musikalische Früherziehung über Telefon 06157- 990945, Internet www.avp-1936.de

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