Mit Musik intelligenter und sozial kompetent

Früh übt sich,wer ein Meister werden will! In Pfungstadt lernen Schüler das Instrument im Schulunterricht kennen
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  • hochgeladen von Ortrun Wagner

Akkordeon macht Spaß, das weiß in Pfungstadt jedes Kind.

Zu verdanken ist das der Kooperation der Pfungstädter Grundschulen mit der Akkordeon-Vereinigung Pfungstadt 1936 e. v. (AVP) die seit Jahren regelmäßig ihre Lehrer durch die Klassen schickt, um die Schüler mit dem Akkordeon bekannt zu machen, in Projektwochen und Arbeitsgemeinschaften in das Spiel auf dem Instrument mit Tasten, Balg und Knöpfen einzuführen. Immer wieder entdecken Kinder dabei ihre Liebe zur Musik, speziell zum Akkordeon und bitten ihre Eltern, Unterricht nehmen zu dürfen.

Konzert für die Eltern

So auch Ende Januar, als die Kinder der halbjährigen klassenübergreifenden Akkordeon-AG mit Akkordeon-Lehrer Eduard Ungefucht an der Goetheschule ihren Eltern zum Abschluss mit einem kleinen Konzert zeigten, was sie gelernt hatten. Bei der Frage: „Wer möchte weiter Akkordeon lernen?“ gingen alle Finger hoch!

Musizieren fördert die Entwicklung

Die Erwachsenen freuen sich darüber, denn Musizieren ist ein schönes Hobby, und viele Pfungstädter fühlen sich ohnehin traditionell mit dem Akkordeon verbunden. Außerdem weiß man inzwischen, dass aktives Musizieren die geistig-seelische Entwicklung des Menschen, insbesondere im Kindesalter, enorm fördert, wie Professor Dr. Matthias Hemmje, 1. Vorsitzender der AVP, bei seiner kurzen Ansprache an die Elternschaft erläuterte.

Viele Vorteile

Professor Dr. Eckart Aumüller, Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften, promovierter Neurophysiologe und Musiker und Musikmediziner, konnte in zahlreichen Studien nachweisen, wie Musik intelligent macht. Die Verarbeitung von Melodie und Rhythmus beansprucht viele verschiedene Teile des Gehirns gleichzeitig. Darunter solche, die akustische Signale auswerten – aber auch Areale, die für motorische und exekutive, planende Funktionen zuständig sind und solche, die sonst brach lägen. Außerdem spricht uns Musik auf einer emotionalen Ebene an, es kommen Gefühle ins Spiel, die von tief im Gehirn liegenden limbischen Strukturen aus das gesamte Denkorgan aktivieren. Musik ist neuronal gesehen also eine hochvernetzte Angelegenheit. Hinzu kommt beim Musizieren in der Gemeinschaft mit anderen die soziale Dimension. Das gemeinsame Spielen im Ensemble oder Orchester mit Aufeinander-Hören, Rücksichtnahme, Verantwortung und Zuverlässigkeit fördert die Entwicklung von Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz, was wiederum auf anderen Gebieten Vorteile bringt.

Akkordeon-Klasse an der FES geplant

Vorteile, die Pfungstädter Schülern demnächst zu gute kommen können. Zurzeit bietet die AVP an Pfungstädter Grundschulen mehrwöchige Arbeitsgemeinschaften für Viertklässler an, die eventuell den Weg in eine ganz neue Form finden, das Akkordeon-Spiel mit dem normalen Schulunterricht zu verbinden: An der Friedrich-Ebert-Schule Pfungstadt wird mit Beginn des Schuljahres 2014/15 im Gymnasialzweig eine Akkordeon-Klasse eingerichtet mit zweistündigem Musikunterricht, zusätzlich Ensemble-Musizieren sowie Einzel-oder Gruppenunterricht am Instrument. Eine tolle Chance!

Info

Informationen über alle Aktivitäten der AVP, Konzerte, Schnupperkurse, Akkordeon-Unterricht für Kinder und Erwachsene, musikalische Früherziehung über Telefon 06157- 990945 sowie www.avp-1936.de

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