Pfungstadt diskutiert Wiederaufspiegelung des Hessischen Ried - Patrick Koch gegen Kostenabwälzung auf Pfungstadt

Zahlreiche Gäste bei Fachdiskussion
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Zahlreiche Interessenten waren Heike Hofmanns (MdL) Einladung zu diesem zentralen Thema für Pfungstadt und die gesamte Region in die Säulenhalle des Historischen Rathauses gefolgt. Darunter waren auch Reinhard Ahlheim, Stadtverordnetenvorsteher Pfungstadts, Harald Polster, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Pfungstadt, Erster Stadtrat, und Patrick Koch, SPD-Kandidat für die Bürgermeisterwahl 2013 in Pfungstadt, sowie sachkundige Vertreter der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft.
Die Hessische Landesregierung hat eine Machbarkeitsstudie zur Aufspiegelung von Grundwasserständen im Hessischen Ried in Auftrag gegeben. Für die Erarbeitung möglicher Lösungen wurde ein "Runder Tisch Hessisches Ried" eingesetzt. Er besteht seit 2012 und wird geleitet von Dr. Bernd Kummer, Darmstädter Regierungspräsident a.D. und ehemaliger Hessischer Staatssekretär.
Heike Hofmann gab einen Überblick über den Zustand im Ried, den bisherigen Stand der Entwicklung und Ziele mit möglichen Alternativen. Mit dem Aufspiegelungskonzept sollen insbesondere rund 5.400 ha Wald durch höhere Grundwasserstände stabilisiert werden.
Zur Zeit gehe der Runde Tisch vielen zentralen Fragen nach: So u.a. alternativen Hilfestellungen für den Wald und den Auswirkungen der Aufspiegelung für die Oberflächengewässer, inwieweit die Aufspiegelung einer Ökobilanz Stand halte.
Wichtige Fragen dabei sind z. B.: Wie soll dabei der Siedlungsschutz in der Umgebung gewährleistet werden? Wie werden hierbei die Belange der Landwirtschaft berücksichtigt? Wer soll die Investitionskosten von rund 100 Mio. € und die anfallenden jährlichen Betriebskosten von ca. 10 Mio. € aufbringen und bezahlen? Welche Alternativen gibt es für die Forstwirtschaft im Pfungstädter Wald?
Über diese und weitere Fragen wurde lebhaft diskutiert, wobei Heike Hofmann von den Gästen Anregungen erhielt, die sie an den Runden Tisch mitnehmen will. In der Diskussion wurde auch auf die katastrophale Entwicklung im Darmstädter Westwald hingewiesen, wo man sehen kann, wie ein sterbender Wald aussieht.
Die SPD-Landtagsabgeordnete forderte für ihre Fraktion vom Runden Tisch, alle unterschiedlichen Nutzungsinteressen hinreichend zu beleuchten und miteinander in Ausgleich zu bringen, eine Kosten-Nutzen-Analyse, hinreichende Alternativszenarien, eine Einbeziehung der bisherigen erfolgreichen Aufspiegelungskonzepte im Westwald und in Hahn und eine umfassende Information und Einbeziehung der Bürger über die Arbeit und Ergebnisse des Runden Tisches.
Patrick Koch und Harald Polster erklärten besondere Aspekte aus Pfungstadts Sicht, die als Ursachen für Waldschäden angesehen werden müssen. Das sind z. B. die großen Mengen der Wasserentnahmen für die Großregion Frankfurt und Rhein-Main. Von den Teilnehmern wurde in der Diskussion betont, dass neben den Gebühren für das entnommene Wasser auch die dadurch im Ried entstehenden Schäden reguliert werden müssten. Die Kosten dafür dürften nicht auf die Einwohner im Ried bzw. auf Pfungstadt abgewälzt werden, erklärte Patrick Koch dazu.
Heike Hofmann stellte in Aussicht, über den Fortgang der Arbeit am Runden Tisch auch künftig zu berichten und zu Diskussionen darüber einzuladen.

Mehr auf der Homepage von Patrick Koch.

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