Die Qual der Wahl Expertentipp: So sorgt man richtig fürs Alter vor

Ein Haus im Grünen und regelmäßig in den Urlaub: Das wünschen sich viele für den Ruhestand. Mit der gesetzlichen Rente allein ist das nicht zu schaffen. Die Deutschen müssen privat vorsorgen. Aber wie? Wer sparen will, hat die Qual der Wahl. Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei der Fondsgesellschaft Union Investment, beantwortet wichtige Fragen zu diesem Thema.
Worauf muss man bei der privaten Altersvorsorge achten? Als erstes sollte man Produkte wählen, die staatlich gefördert werden. Etwa eine Riester- oder Rürup-Rente. Darüber hinaus kann man die Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge nutzen, bei der sich gegebenenfalls der Arbeitgeber beteiligt. Möchte man weiter vorsorgen, ist es wichtig, Produkte mit einem passenden Verhältnis zwischen Renditechancen und Absicherung zu wählen.

Ein Mann ist verheiratet, hat zwei Kinder und möchte für später vorsorgen. Lohnt sich für ihn der Abschluss einer Lebensversicherung? Zum 1. Januar 2012 wird der Garantiezins von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gesenkt. Eine weitere Lebensversicherung ist daher wenig attraktiv. Interessant könnte aber ein Fondssparplan in Form einer Riester-Rente sein. Vor allem für Familien mit Kindern lohnt sich der Abschluss wegen der staatlichen Förderung über Grund- und Kinderzulagen.

Ich bin Berufsanfänger und verdiene noch wenig. Lohnt sich für mich ein Riester-Vertrag? Riestern rentiert sich auch für Sparer mit geringem Einkommen, denn der Staat übernimmt einen Großteil der Beiträge. Außerdem ist die Riester-Rente Hartz-IV-sicher und nicht pfändbar. Grundsätzlich gilt: Je früher man damit beginnt, für das Alter vorzusorgen, umso mehr Vermögen kann man aufbauen.

Wer 35 Jahre alt ist, besitzt oft schon einige Altersvorsorgeprodukte. Was kann er noch abschließen, um sich breiter aufzustellen? Aufgrund der steigenden Inflationsrate bietet sich der Kauf von Sachwerten wie Immobilien- und Rohstoff- oder Aktienfonds an, die in diese Werte investieren. Ergänzend kann eine Anlage über spezielle Fonds in die boomenden Schwellenländer sinnvoll sein.

Durch die staatlichen Zulagen erzielen Riester-Sparer eine gute Rendite. Ein Beispiel: Ein verheirateter Riester-Sparer mit zwei Kindern spart in einem Fondsvertrag über 30 Jahre den Höchstbetrag von 2.100 Euro.

Durch staatliche Zulagen steht - bei einer durchschnittlichen Verzinsung von sechs Prozent pro Jahr - bei Rentenbeginn ein Vermögen von 170.500 Euro zur Verfügung.

Ohne die Förderung des Staats wären es nur circa 121.110 Euro. So erzielt er eine Förderquote von 56 Prozent. Unter www.bvi.de und www.union-investment.de gibt es weitere Informationen. (djd).

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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