BDR
Kunstradsportler schon auf WM-Level

Gretchenfrage: Könnten “morgen” die Weltmeisterschaften im Hallenradsport beginnen? Antwort: im Prinzip ja – denn die deutsche Kunstrad-Elite befindet sich frühzeitig in Hochform. Den (drei) Weltrekorden vom Masters-Auftakt ließen die BDR-Asse beim zweiten Durchgang – am letzten Wochenende in Biberach – ein Stakkato der persönlichen Bestleistungen (PB) folgen. Da drängt sich eher die Frage auf, ob die Bike-Akrobaten ihr hohes Niveau bis zu den Titelkämpfen Anfang Dezember in Basel halten können. Doch Sorgen muss man sich eher nicht machen, auf die Kader-Athleten ist Verlass.Beispiel 1er Frauen: seit Jahren puschen sich die Besten, wächst das Starterfeld, kommen Punkte-Ergebnisse zustande, die bis vor kurzem undenkbar schienen. Ergo: Weltrekorde anno 2019 gehören zum Standard. Erst Iris Schwarzhaupt, dann Milena Slupina. Jetzt warf Viola Brand den Fascinator in den Ring, steigerte ihr bisheriges Top-Resultat mit einer elegant-sportlichen Performance bis auf 194,71 – nur ein Mμ vom Superlativ (195,00) entfernt. Oder die Offene Klasse, stets eine deutsche Domäne. Serafin Schefold und Max Hanselmann kamen dicht an ihre Top-Marke heran – dabei hatten sie ein halbes Jahr wegen Verletzung aussetzen müssen. Die Bugner-Brüder waren 2018 nur als Zuschauer dabei – und melden sich nun erfolgreich zurück. “Dabei war Anfang des Jahres nicht klar, ob wir jemals wieder starten könnten”, so André, der mit den Ärzten abspricht, welche Übungen – nach einem Beinbruch – verantwortbar sind. Viermalige Weltmeister, die wie Lehrlinge bei Null anfingen und jetzt eine WM-Chance haben, Respekt. Das Problem: die Konkurrenz hält dagegen. Nina Stapf und Patrick Tisch verließen Biberach ebenfalls mit neuer persönlicher Höchstpunktzahl. Bundestrainer Maute: “Das wird spannend” – wer löst das Ticket?Rückschloss und Haedicke: „Unsere Leistung war nicht zufrieden-stellend, das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber wir nehmen auf jeden Fall etwas mit: internationale Elite-Luft zu schnuppern.“ COTIENAL•CL•Auch in der Disziplin 2er Frauen liegt die Latte höher. Die Vize-Weltmeister Sophie-Marie Nattmann und Caroline Wurth schraubten ihr Potenzial um sechs Zähler auf 143,08 nach oben. Ja ist denn schon WM...?
Das könnte man Lukas Kohl wohl nachts um 0.30 Uhr fragen – und der dreimalige Weltmeister würde spontan auf sein Rad springen, um eine Ultra-Kür abzuliefern. Der Champion musste in Biberach sogar kurz vom Rad – und wurde dennoch mit 208,05 Punkten bewertet. In seinem Sog katapultierten sich Marcel Jüngling und Max Maute in für sie bisher unbekannte Sphären. Jeweils mit “PB” im Vorkampf sowie beim Finale. Aber nur einer kann Souverän Kohl nach Basel begleiten. Das Urteil “hohes Level” klingt vor dem dritten German Masters Anfang Oktober in Weil/Schönbuch sowie der “Deutschen” zwei Wochen später in Moers fast tiefgestapelt. Es läuft, bei Bundestrainer Mautes Schützlingen.
ISK-Presseservice "Hallenradsport"

Autor:

Gido Heß aus Reichelsheim

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