Reinheimer Segelflieger erzielen Platz 2 in Endspurt der Segelflug-Liga

Der Reinheimer Pilot Jörg Gutwald auf LS8 war im Flugrevier an der Bergstraße erfolgreich.
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  • Der Reinheimer Pilot Jörg Gutwald auf LS8 war im Flugrevier an der Bergstraße erfolgreich.
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Mit drei schnellen Flügen erreichten die Segelflugpiloten der Flugsportvereinigung Reinheim (FSVOR) am vergangenen Wochenende Platz 2 in der Segelflug-Quali-Liga. Durch den Erfolg stehen die Reinheimer Segelflieger nach 18 von 19 Runden der Flugsaison kurz vor dem direkten Wiederaufstieg in die zweite Segelflug-Bundesliga. Der Gesamtrang 3 von über 500 konkurrierenden Vereinen ist den Südhessen in der verbleibenden Runde kaum noch zu nehmen.
Die Reinheimer Hans-Jürgen Schmidt, Michael Paul, Jörg Gutwald erzielten die drei schnellsten Flüge der Flugsportvereinigung. Alle drei Piloten erreichten jeweils knapp 90 Stundenkilometer Durchschnittsgeschwindigkeit auf eine Distanz von etwa 300 Kilometern und wurden am Wochenende lediglich von der Konkurrenz aus dem oberschwäbischen Tannheim geschlagen.
Möglich wurde der Erfolg durch eine besondere Wetterlage, bei der der Herbst seine Visitenkarte abgab. Strammer Westwind sorgte für gute Flugbedingungen an der südhessischen Bergstraße. Durch die langgezogene Bergkette nach oben abgelenkt, sorgt der Westwind für ein kilometerlanges Aufwindband. Während an vielen anderen Flugplätzen im Land der Flugbetrieb wegen schlechten Wetters ruhte, nutzen die Reinheimer Segelflieger diese kilometerlange Aufwindstraße geschickt aus, um möglichst hohe Fluggeschwindigkeiten zu erzielen. Weil der Aufwindbereich an der Bergstraße nicht weit in die Höhe reicht, fliegen die Piloten im Hangaufwind mit 300 bis 500 Metern über Grund stets nahe am Gelände. „Hangflug an der Bergstraße ist jedes Mal auf’s neue ein atemberaubendes Erlebnis. Wenn dann auch noch ein gutes Liga-Erlebnis herauskommt, macht der Flug doppelt Spaß“, freut sich FSVOR-Pilot Hans-Jürgen Schmidt.
Dabei kommt es auf Geschwindigkeit an: die Piloten versuchen in einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden eine möglichst große Distanz mit ihren Flugzeugen zurückzulegen. Die resultierende Durchschnittsgeschwindigkeit ist nun der Maßstab für die Rangfolge jeder einzelnen Wertungsrunde. Für jeden teilnehmenden Verein werden die schnellsten drei Piloten gewertet und deren Geschwindigkeiten addiert. Darauf ergibt sich für jeden „Spieltag“ eine Platzierung nach erflogenen Geschwindigkeiten, die mit Punkten honoriert wird. Während der kompletten Flugsaison kämpfen die Vereine so um Punkte, um entweder glücklicher Aufsteiger in die nächsthöhere Liga zu sein oder gegen andere Vereine um den Abstieg zu kämpfen.
Wer sich für eine Pilotenausbildung bei den Reinheimer Segelfliegern interessiert, der kann sich auf www.fsvor.com umfassend informieren. Bei einem Besuch am Segelflugplatz geben die Flieger auch gerne persönlich Auskunft.

Der Reinheimer Pilot Jörg Gutwald auf LS8 war im Flugrevier an der Bergstraße erfolgreich.
An der Burg Frankenstein wendeten die Piloten, um wieder an der Bergstraße auf Südkurs zu gehen.
Autor:

Bernhard Nacke aus Reinheim

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