DLRG Eisregeln für Seen und Flüsse

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Die Minusgrade der letzten Tage und die Wettervorhersagen für ein sonniges und eiskaltes Wochenende lassen die Herzen der Wintersportler höher schlagen. Wenn auch eine geschlossene Schneedecke auf sich warten lässt, frieren Flüsse, Seen und Teiche mehr und mehr zu, was Schlittschuhläufer und Eishockeymannschaften zum heimatnahen Training und Spaziergänger auf eisige Wege im Hessenland animieren wird.
Die DLRG Hessen weist jedoch darauf hin, dass die Eisdecke noch nicht an allen Stellen ausreichend trägt. In der Nähe von Zuflüssen und Mündungen, an Abläufen von Talsperren und gerade im Bereich von Brücken, Steganlagen oder Bootsanlegern sind die Eisflächen auch nach längeren Frostperioden stets brüchig. Die längere Sonneneinstrahlung tagsüber taut die Oberflächen an und verändert so beinahe minütlich die Tragfähigkeit des Eises "Informieren Sie sich bevor Sie auf eine Eisfläche treten genau über das Risiko und halten Sie nach geeigneten Rettungsmitteln Ausschau. Befolgen Sie dazu vor allem die aufgestellten Verbotsschilder der Städte und Gemeinden!", warnt Thorsten Reus, Vizepräsident der hessischen DLRG. Ein leises Knarren oder Knacken unter den Füßen können die ersten Alarmzeichen sein. "Legen Sie sich dann vorsichtig auf den Bauch, um Ihr Körpergewicht möglichst breit zu verteilen und bewegen Sie sich langsam rückwärts, möglichst in Richtung des nächstgelegenen Ufers!" lautet die Handlungsanweisung der DLRG. Sollten Sie bereits eingebrochenen Verunglückten helfen müssen, verständigen Sie in jedem Falle zuerst den Rettungsdienst über die Telefonnummer 112, und versuchen Sie dann, dem Eingebrochenen Gegenstände zu reichen, an denen er sich aus dem Wasser ziehen kann.
Nähern Sie sich der Einbruchstelle nur auf dem Bauch liegend, bis Sie dem Verunglückten einen langen Stock, eine Stange oder ähnliches anreichen können. "Der Sprung ins Wasser ist für den Retter ohne Schutzanzug ebenso lebensgefährlich wie das "Hinterhertauchen" unter die Eisfläche!" appelliert Thorsten Reus an die Vernunft der Helfenden.
Wer sich aus einer Einbruchstelle befreit hat, gehört auf jeden Fall in ärztliche Behandlung. Es besteht auch später noch Lebensgefahr durch eine mögliche Körperkernunterkühlung. Alle Unterkühlten sind von nasser Kleidung zu befreien, in warme Decken zu hüllen und nach Möglichkeit in warmen Räumen nur langsam aufzuwärmen. "In keinem Falle dem Verletzten Kaffee, starken schwarzen Tee oder gar Alkohol verabreichen!" warnt Reus. Die Auswirkungen auf den Blutkreislauf können schlimmste Folgen hervorrufen.
Verlangt der Verletzte unbedingt nach Getränken, können lauwarmes Wasser oder Fruchtsäfte gereicht werden, allerdings sind die hessischen Rettungsdienste in der Regel auch spätestens 10 Minuten nach dem Notruf am Einsatzort und übernehmen dann die weiteren Maßnahmen.

Nähere Informationen finden Sie auch unter http://www.dlrg.de/
Quelle: DLRG LV Hessen

Autor:

Matthias Hrobarsch aus Riedstadt

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