Traumhafter STERN im Wasser (YCD)

STERN 2012 - sogar die Wasserschutzpolizei Gernsheim stattet den Bootsfahrern mit ihrer "Hessen 7" einen Besuch ab
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Yachtclub Darmstadt e.V. lädt zur Sternformation ein

Bereits am Vorabend besprechen die beiden Organisatoren und Logistiker des Yachtclub Darmstadt Frank Herden (ehemaliger Vorsitzender) und sein Nachfolger Dr. Christian Lauenstein an Ort und Stelle im Altrhein bei Erfelden die Vorgehensweise sowie die genaue Lage für den alle zwei Jahre statt findenden STERN, während die Smutjes der Schiffe für die nötige Verpflegung sorgen. Vor dem großen Event wird Kraft geschöpft – alles ist besprochen und organisiert – sogar der Wasserstand reicht aus. Das war im Vorfeld eine Zitterpartie gewesen.
Am nächsten Morgen:
Wie verabredet erscheint das Flaggschiff des Vereins, die „Lyra“, um 10 Uhr, um sich mit dem Bug in die leichte Strömung zu legen und das entstehende Gebilde zu halten. Ein Seil wird zur großen „Lady One“ vom befreundeten Yachtclub Erfelden gelegt, sodass die erste stabile Verbindung geschaffen ist. Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag. Frank Herden und Christian Lauenstein haben alle Hände voll zu tun und flitzen mit ihren Schlauchbooten hin und her, um die aus dreizehn Vereinen aus der Umgebung anreisenden Boote einzuweisen, zu ziehen und zu schieben. Weitere Anker werden gelegt, Leinen über Kreuz gezogen und Schiffe miteinander vertäut. Als sich gegen 13 Uhr der Oppenheimer Club ACON über Kanal 72 (auch „Radio Nordspitz“ genannt) mit neun Booten anmeldet, ist die Hektik groß: So viele Schiffe auf einmal einzuweisen, das ist eine Herausforderung. Aber endlich liegt der STERN mit 64 Booten in der Nordspitze. Das Mündungsgebiet des Erfelder Altrheins wird unter Eingeweihten liebevoll „Nordspitze“ genannt, eine einmalige Lagunen-Landschaft am Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue mit Hunderten von Tierarten, für viele Bootsfahrer ein herrliches Erholungsgebiet.
Sogar die Wasserschutzpolizei aus Gernsheim kommt mit ihrer großen „Hessen 7“ der Einladung des YCD nach, um eine kurze Fahrt am Stern entlang zu fahren. Mit an Bord ist der zufriedene Vorsitzende des YCD, das knallrote Schlauchboot am Polizeiboot festgemacht. So darf auch das obligatorische Foto aus der Luft nicht fehlen, das just in diesem Moment aus einem über der Formation kreisenden Motorsegler geschossen wird.
Um Bootsfreunde in den Nachbarbooten zu besuchen, kann man entweder mühsam von Schiff zu Schiff klettern oder sich ein Wassertaxi herbeiwinken. Viele Eigner haben kleine Schlauchboote dabei, die für solche Zwecke gern eingesetzt werden. Ein solches freundschaftliches Miteinander gipfelt darin, dass Bootshunde gemeinsam „Gassi“ geführt werden. So können anregende Gespräche auch an Land fortgesetzt werden. Die Lücke innerhalb der Sternformation erweist sich dabei als hilfreich und weise. Die zwischen den Booten liegende Leine wird elegant gehoben oder der Schlauchbootfahrer wirft sich beherzt auf den Boden seines Gefährtes.
Als die Nacht anbricht, ertönt der Schall einer samtigen Trompete. Sofort verstummen die Gespräche, die Musik verklingt; es herrscht eine ganz besondere Stimmung. Alle lauschen diesem verzaubernden Augenblick und genießen das harmonische Miteinander – ein Höhepunkt im STERN, den man in sich aufsaugt und als Erinnerung bewahrt.
Musik, Tanzen, Essen, Trinken, Besuche bei Freunden, Gespräche, Spaß, Fachsimpelei, Romantik, Schwimmen, Rudern, die Mutti im Schlauchboot rumfahren, mit dem Hund Gassi fahren, sich in den Leinen verheddern, zauberhafte Trompetenklänge…. all das und noch viel mehr ist der STERN. Er ist Kult, den der YCD alle zwei Jahre organisiert. Bis auf ein Wieder sehen 2014!
(Text und Fotos: Almut Lauenstein)

Autor:

Almut Lauenstein aus Büttelborn

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