Pressemitteilung , 28.09.2012, Oberhaupt der Ahmadiyya- Jamaat verurteilt den islamfeindlichen Film. "UNSER PROTEST MUSS ABSOLUT FRIEDLICH SEIN / GEWALT IST MIT DEN LEHREN DES ISLAM UNVEREINBAR"

Das Oberhaupt der weltweiten Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hadrat Mirza
Masroor Ahmad, Khalifat-ul-Massih V, hat alle Muslime aufgefordert,
sich in einem friedlichen Protest gegen den islamfeindlichen Film zu
vereinen. Dieser Film hat bei den Muslimen weltweit große Empörung
ausgelöst. Er forderte auch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit
der Meinungsfreiheit auf, so dass die religiösen Gefühle aller
Menschen geschützt werden.

Hadrat Mirza Masroor Ahmad sagte in seiner Freitagsansprache vom 21.
September 2012, dass die Muslime der ganzen Welt durch den Schmähfilm
gegen den Heiligen Propheten Muhammad (saw) und den Neudruck der
verunglimpfenden Zeichnungen durch eines französischen Magazins
zutiefst verletzt worden sind. Er sagte, dass es eine inhärente Angst
vor dem Islam sei die die Motivation für den Film und anderen
Verunglimpfungen liefere.

"ES IST IHRE UNFÄHIGKEIT DEN ISLAM (INTELLEKTUELL) HERAUSZUFORDERN, DIE DAZU GEFÜHRT HAT, DASS SIE AUF SOLCHE
ABSCHEULICHEN MITTEL ZURÜCKGREIFEN UND DIESE IM NAMEN DER MEINUNGSFREIHEIT RECHTFERTIGEN."

Hadrat Mirza Masroor Ahmad hat eindeutig die gewalttätigen Proteste
durch extremistische Muslime verurteilt. Er sagte, dass das Töten von
unschuldigen Personen und Botschaftsmitarbeitern nicht mit den Lehren
des Islam vereinbar ist. Die Zerstörung von Eigentum oder Verbrennung
von Gebäuden sind Aktionen, die niemandem Nutzen, außer denen, die den
Islam diffamieren wollen.

Er sagte weiter:

"ES DARF NICHT SEIN, DAS IM NAMEN DER MEINUNGSFREIHEIT DER FRIEDEN
DER GANZEN WELT ZERSTÖRT WIRD."

Hadrat Mirza Masroor Ahmad forderte, dass die Muslime auf diese
Provokationen eine reife und wohl überlegte Reaktion zeigen sollten.
Muslimische Länder und die Muslime im Westen sollten gemeinsam die
wahren und friedlichen Lehren des Islam und des Heiligen Quran
hervorheben. Sie sollten gemeinsam handeln, um die heilige
Persönlichkeit des Propheten Muhammad (saw) und den Islam zu
verteidigen:

"MUSLIME SOLLTEN SICH IN ERINNERUNG RUFEN, DASS DER EXTREMISMUS NICHT DIE ANTWORT AUF DIESE PROVOKATIONEN IST. VIELMEHR SOLLTE MAN SICH SELBST REFORMIEREN UND AUF DIESE BELEIDIGUNG DES PROPHETEN MIT GEBETEN
UND SEGENSWÜNSCHEN FÜR IHN ANTWORTEN. IN WELTLICHER HINSICHT MUSS SICH DIE MUSLIMISCHE WELT ZUR EINHEIT FINDEN. DIE MUSLIME IN DEN WESTLICHEN LÄNDERN SOLLTEN VON IHREM STIMMRECHT GEBRAUCH MACHEN."

Seine Heiligkeit sagte, dass solche Attacken gegen den Islam in
jüngster Zeit zugenommen haben. Und obwohl die unangemessenen
Reaktionen bestimmter Muslime zu verurteilen sind, sollte nicht außer
Acht gelassen werden, dass oft die Handlungen der Gegner Chaos
provoziert hatten.

Die Bemühungen der Ahmadiyya Muslim Jamaat erläuternd sagte er:

"WIR AHMADIS LASSEN NICHTS UNVERSUCHT, UM DEN MITMENSCHEN ZU DIENEN. BEISPIELSWEISE HABEN WIR 12000 FLASCHEN BLUT FÜR DIE MENSCHEN IN AMERIKA GESPENDET. GEGENWÄRTIG WIRD EINE ÄHNLICHE AKTION DURCHGEFÜHRT.WIR SPENDEN BLUT, UM LEBEN ZU RETTEN. ABER INDEM ANDERE DIE BÖSEN UND HASSERFÜLLTEN HANDLUNGEN UNTERSTÜTZEN, SORGEN SIE DAFÜR, DASS UNSERE
HERZEN AUS KUMMER BLUTEN."

Zum Schluss betonte der Khalifa, dass alle Versuche, den Propheten
(saw) zu schmähen, letztlich zum Scheitern verurteilt seien. Er sagte:

"MAN DARF NICHT VERGESSEN, DASS DER GRÜNDER DER AHMADIYYA MUSLIM
JAMAAT, DER VERHEIßENE MESSIAS (AS), SAGTE: JEDER SIEG KOMMT VOM
HIMMEL. UND DER HIMMEL HAT ENTSCHIEDEN, DASS DER PROPHET, DEN DIE WELT
BELEIDIGEN WILL, IN DIESER WELT LETZTLICH EINEN GROßEN SIEG DAVON
TRAGEN WIRD. UND DIESER SIEG WIRD DADURCH KOMMEN, DASS DIE HERZEN DER
MENSCHEN GEWONNEN WERDEN."

Nach der Freitagsansprache sprach das Oberhaupt der weltweiten AMJ
mit der Presse und betonte, dass die Liebe der Muslime zum Propheten
Muhammad unvergleichlich ist. Er sagte, dass jeder Mensch sich
verletzt fühlt, wenn Menschen verspottet werden, die er liebt; genauso
wird jede Attacke auf den Propheten Muhammad alle Muslime zutiefst
bekümmern.

Eine Frage zu den gewaltsamen Protesten beantwortend, sagte das
Oberhaupt der AMJ, dass solche Handlungen falsch sind und den Lehren
des Islam zuwider laufen.

Von Dr. Mohammad Dawood Majoka Leiter der Abteilung für externe
Angelegenheiten und Pressesprecher der Ahmadiyya Muslim Jamaat BRD
Tel.: 0163 302 7473 Fax: 069 50688-666 web: www.ahmadiyya.de

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