„Uwe Ried und Erfelden haben einfach zusammen gepasst“

Herzlicher Abschied für Pfarrer Uwe Ried in Erfelden
  • Herzlicher Abschied für Pfarrer Uwe Ried in Erfelden
  • hochgeladen von Thomas Fischer
Wo: ev. Kirche Erfelden, Riedstadt auf Karte anzeigen

Bewegende Verabschiedung für Pfarrer Uwe Ried nach zwölf Jahren in Erfelden

Normalerweise ist die Erfelder Kirche nur an Weihnachten so gut gefüllt. Dass es am 11. Juni im Festgottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Uwe Ried so eng wurde, zeigt die Wertschätzung, die der scheidende Pfarrer bei seiner Gemeinde genossen hat. Nach zwölf Jahren in Erfelden wechselt er nach Pfaffen-Schwabenheim auf die andere Rheinseite.
Im Gottesdienst predigte Uwe letztmals zu seiner Gemeinde – wobei dies keine typische Predigt war, eher ein Rückblick auf die letzten Jahre. Er bedankte sich dafür, dass die Erfelder ihn immer so akzeptiert hätten wie er sei: „Hier habe ich Mensch sein dürften und zugleich Pfarrer sein können; ich konnte immer ich selbst sein.“ Es sei gelungen, einen Gemeinschaftsgeist zu entwickeln, der nicht von der Person des Pfarrers abhängig sei: „Pfarrer sind eine vorübergehende Erscheinung in einer Gemeinde. Was bleibt, seid Ihr!“
In einem Anspiel hatten Gemeindemitglieder dafür geworben, wieder einmal in der Bibel zu lesen. Die Heilige Schrift sei wie ein Überraschungsei, man staune immer wieder darüber, was man in ihr finde. Konfirmanden trugen den 23. Psalm („Der Herr ist mein Hirte…“) vor, für den Uwe Ried bekanntermaßen eine besondere Vorliebe hat. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Flötenkreis, dem Ökumene-Chor Ried und Thieß Henneböhl an der Orgel.
„Uwe Ried und Erfelden haben einfach zusammen gepasst“, sagte Dekan Karl Hans Geil in seinen Abschiedsworten. Er bezeichnete Uwe Ried als Glücksfall für die Gemeinde und die Menschen in Erfelden. Auch der Kirchenvorstand ließ es sich nicht nehmen, sich von Uwe Ried zu verabschieden.
Während der Gottesdienst eine sentimentale Note hatte, ging es danach im Kerschgaade bei Brezeln, Sekt und Saft ausgesprochen fröhlich zu. Beim Auszug aus der Kirche standen die Kerweborsch der drei Vereine Spalier. Später überreichten sie Uwe Ried eine Kappe und forderten ihn auf, die Kerb im Pfarrgarten zu vergraben. Pfarrer Walter Ullrich hatte die Aufgabe übernommen, im Namen aller Ortsvereine zu sprechen; er tat dies auf gewohnt legere Art in der Sprache der Region. Auch Bürgermeister Werner Amend hatte das Hochdeutsche abgelegt, als er sich im Namen der Stadt bei Uwe Ried verabschiedete. Für eine musikalische Note sorgten der junge Chor und der gemischte Chor der SKG Erfelden. Uwe Rieds neue Gemeinde war durch Kirchenvorstandsmitglieder ebenfalls vertreten. Als „Abfindung“ für den Pfarrer hatten sie einige Flaschen Wein aus ihrer rheinhessischen Heimat mitgebracht.

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