Vision wird Wirklichkeit

Vereint an den Spaten: Baustart für die Büchnerscheune
(v.l.n.r.: Vereinsvorsitzender Gerald Kummer, Museumsleiterin Rotraud Pöllmann, Bürgermeister Werner Amend und Projektleiterin Verena Wokan)
  • Vereint an den Spaten: Baustart für die Büchnerscheune
    (v.l.n.r.: Vereinsvorsitzender Gerald Kummer, Museumsleiterin Rotraud Pöllmann, Bürgermeister Werner Amend und Projektleiterin Verena Wokan)
  • hochgeladen von Rainer Fröhlich

Spatenstich für die Büchnerscheune am Geburtshaus Georg Büchners

Rechtzeitig zu den Gedenkjahren für den großen Goddelauer Sohn Georg Büchner soll die Vision endlich zur Wirklichkeit werden. Das erklärten unisono der Vorsitzende des Fördervereins Büchnerhaus, Gerald Kummer und der neue Riedstädter Bürgermeister Werner Amend beim offiziellen Spatenstich auf dem Gelände des Büchnerhauses. Auf dem Areal des denkmalgeschützten Geburtshauses soll die Büchnerscheune für einen zusätzlichen und vor allem wetterunabhängigen Veranstaltungsraum sorgen. Schon vor drei Jahren hatte der Förderverein seine Pläne erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt (wir haben berichtet). Nach einigem Ringen mit baurechtlichen Vorgaben und der Suche nach Sponsoren und Geldgebern war nun mit dem Baubeginn ein Meilenstein erreicht.

Schon bis in die 1960er Jahre gab es auf dem Gelände eine Scheune, die damals wegen Baufälligkeit abgetragen wurde. Der damalige Standort - markiert durch eine Kiesfläche im Hof des Büchnerhauses - wird jetzt für den Ersatzbau, die Büchnerscheune, genutzt. Die Projektleiterin und Architektin Verena Wokan erläuterte den Anwesenden den vorgesehenen Neubau: Ein an zwei Seiten offenes Gebäude mit einer Nutzfläche von etwa 120 Quadratmeter soll bis zu hundert Besuchern Platz bieten. Die Mauer zum hinteren Nachbargrundstück wird in den Bau integriert. Das Nebengebäude liegt in einem flacheren Riegel entlang einer Längsseite und kann multifunktional als Lager, Umkleideräume oder für Getränke- und Essensausgaben genutzt werden. Die Querseite der Scheune zur anderen Nachbarschaftsseite hin wird aus Schallschutzgründen geschlossen.

Die zeitlichen Verzögerungen bei der Realisierung begründete Gerald Kummer einerseits mit nötigen Umplanungen, um bau- und denkmalschutzrechtlich auf der sicheren Seite sein. Im Übrigen habe der Vorstand des Fördervereins das Projekt erst realisieren wollen, sobald die Finanzierung gesichert sei. Finanzierbar ist der Neubau nun nicht zuletzt dank der 16 Handwerksbetriebe und Planungs- und Vermessungsbüros, die unentgeltlich ihre Arbeitsleistung einbringen. Ausschließlich für die Materialkosten sind 90.000 Euro kalkuliert, wobei die Hälfte davon aus Spendenmitteln bereits auf dem Vereinskonto bereitsteht. Erlöse aus Benefizveranstaltungen und öffentliche Fördermittel beispielsweise des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst werden nun in die Umsetzung des Bauvorhabens fließen.

Beim Spatenstich stand den anwesenden Mitgliedern des Vereinsvorstandes, den Kommunalpolitikern und Handwerkern deshalb die Freude ins Gesicht geschrieben: „Endlich geht es los“, war die Losung des Vormittages. Die Kunstgalerie im ehemaligen Kuhstall bietet maximal 40 Sitzplätze - größere Veranstaltungen sind bislang nur im Freien möglich.

Erst Mitte Juni musste die beliebte Benefizveranstaltung „Jazz und Spargel“ wegen Regenprognosen abgesagt werden. „Das Fest wäre nicht ausgefallen, wenn wir die Büchnerscheune schon gehabt hätten“, erläuterte Kummer. Auch für die stark nachgefragten Trauungen am Büchnerhaus bringe der neue Versammlungsraum entscheidende Vorteile, ergänzte Bürgermeister Amend.

Was die Anzahl und Lautstärke von Veranstaltungen anbelangt, will der Förderverein Rücksicht auf die Nachbarschaft nehmen. „Wir möchten mit diesem Bauwerk und mit allen Veranstaltungen, die hier stattfinden, in guter Nachbarschaft leben“, sagte Kummer und signalisierte damit für Konfliktfälle Gesprächsbereitschaft.

Autor:

Rainer Fröhlich aus Riedstadt

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