Zweitägiger Theaterworkshop 
„3, 2, 1, spielt! Mut zur Spontanität und Improvisation“

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Spontaner und flexibler auf der Schauspielbühne agieren, Mimik und Gestik verbessern und Strategien für den Umgang mit Textpausen oder Textlücken erlernen - das waren nur einige der Ziele und Erwartungen, die die 9 Leeheimer Laienspieler im Gepäck hatten, als sie sich am Morgen des 13. Januars auf die Reise in den schönen Odenwald machten. Denn dort erwartete sie erstmals in einem Seminarhotel ein zweitägiger, professioneller Theaterworkshop.

Unter dem Motto „3, 2, 1 spielt! Mut zur Spontanität und Improvisation“ hatte die Theaterpädagogin Melanie Kind ein umfangreiches wie auch abwechslungsreiches Programm aus theaterpädagogischen Übungen und Spielvariationen zusammengestellt. Auch für die Heidelberger Lehrerin und Theaterpädagogin, die sonst mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, war es eine Premiere. Sollte sie doch erstmals an Erwachsene ihr Wissen weitergeben und diese zum Agieren und Reagieren auf der Theaterbühne anleiten.
Kurz nach der Ankunft ging es in dem großzügigen Seminarraum des Hotels auch schon mit dem Formulieren von Zielen und einigen Aufwärmübungen für Körper und Stimme los. Der erste Workshoptag stand ganz im Fokus der Improvisationsfähigkeit. In unterschiedlichen Spielsitutationen konnten sich die Leeheimer Mimen unter professioneller Anleitung in der hohen Kunst des Improtheaters ausprobieren. Ergänzt wurde der hohe Praxisanteil durch kurze Inputs von der Workshopleiterin sowie gemeinsame Reflexionsrunden über Erlebtes, Erfahrenes und Gelerntes. Die überschaubare Anzahl an Teilnehmenden und die Tatsache, dass man sich durch die jahrelange, gemeinsame Theaterarbeit so gut kennt, trugen sicherlich dazu bei, dass sich alle im freien Spiel gut aufeinander einlassen konnten. Über die Offenheit, die Neugier und den Mut aller Teilnehmenden freute sich die Theaterpädagogin ganz besonders und beobachtete, wie sie zunehmend ihre Unsicherheit und Scheu vor dem Improvisieren ablegten. Kopf aus, der Intuition und den Spielpartnern vertrauen und sich auf deren Ideen und Impulse einlassen! Mit diesem Geheimrezept kam die Truppe im Laufe des langen Seminartages in den „Flow“ und mit den an diesem Tag erlernten Kniffen entdeckte man gemeinsam den Spaß am Improvisieren.
Nach einem gemütlichen Ausklang bei einem gemeinsamen Abendessen und dem ein oder anderen Gläschen Wein ging es am zweiten Tag insbesondere um den Ausdruck von Emotionen und den Umgang mit Textpausen und Texthängern. Hier hatten die Leeheimer Theaterfreunde viele Fragen und tauschten sich eifrig über ihre Erfahrungen und herausfordernde Situationen bei Aufführungen aus. Melanie Kind konnte ihnen einige Tipps mit auf den Weg geben, wie sich Textpausen füllen und Texthänger vermeiden lassen. Dabei ginge es vor allem darum, den Fokus und die damit verbundene Körperspannung nicht zu verlieren. In diesem Zusammenhang gab es auch einige wertvolle Hinweise, wie sich im Rahmen einer Theaterproduktion die Figuren individuell und kreativ erarbeiten lassen. Zuletzt gab es dann noch eine Einführung in den spannenden Bereich der Statuslehre. „Wieder konnten wir nur staunen, was alles beim Theaterspielen möglich ist“, fasste die Teilnehmerin Ellen Wiesenäcker am Ende den zweiten und letzten Workshoptag zusammen.
Später resümierte sie: „Sie hat es verstanden, es nie langweilig werden zulassen und die zwei Tage erschienen mir trotz vollem Programm kurzweilig, sehr angenehm und lehrreich. Besonders für mich persönlich habe ich festgestellt, dass Improvisationstheater zwar nicht so ganz einfach aber mit ein bisschen Mut möglich ist. Vielen Dank dafür!“

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