Linke: Bolzplatzplanung beibehalten

Riedstadt. Die Linke im Riedstädter Stadtparlament ist dafür, an der geplanten Einrichtung eines Bolzplatzes auf dem Gelände neben dem Crumstädter Schwimmbad festzuhalten.
Zwar habe die Stadt einen Rechtsstreit verloren, weil der Lärm der spielenden Kinder die Grenzwerte überschreiten würde. Das war aber, davor im Mai diesen Jahres das Bundesimmissionschutzgesetz geändert wurde. Seitdem gelten Geräuscheinwirkungen, die von Kinderspielplätzen oder auch Ballspielplätzen durch Kinder hervorgerufen werden, nicht mehr als schädliche Umwelteinwirkung.
Damit, so der Linken-Stadtverordnete Peter Ortler in einer Pressemitteilung, sei eine neue Rechtslage entstanden: „Kind sein hört nicht mit 12 Jahren auf. Wir brauchen auch Treffpunkte für ältere Kinder wie etwa diesen Bolzplatz. Es kann doch nicht sein, dass wir unsere Kinder in die Ortsrandlage abschieben, weil sie angeblich die Ruhe stören.“
Auch wenn der von der Stadt beauftragte Lärmschutz-Gutachter empfohlen habe, die Bolzplatzplanung an dieser Stelle nicht weiter zu verfolgen, plädiert die Linke dafür. Der Gutachter habe im Umweltausschuss schließlich auf Nachfrage eingeräumt, dass er die neue Rechtslage nicht berücksichtigt habe – was ihm die Linke nicht vorwerfen will, denn er ist Ingenieur, kein Jurist.

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