Ingrid Klimke trumpft inzwischen auch in der Dressur wieder groß auf

Münster: Dass Ingrid Klimkes erste sportliche Liebe die Vielseitigkeitsreiterei ist, das ist hinlänglich bekannt. In der Krone des Reitsports gehört sie nicht nur zu den besten im Lande, auch weltweit zählt sie als Mannschafts-Welt- und -Europameisterin sowie -Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2010 seit vielen Jahren zur Weltspitze. Dass die 43-Jährige noch eine zweite sportliche Liebe hat, geht dabei hin und wieder ein wenig unter.
Dabei konnte die Münsteranerin auch in der Dressur schon viele große Erfolge erringen. Anfang des Jahrtausends beispielsweise mischte sie die Szene mit dem in Belgien gezogenen Warmblut-Wallach Nector gewaltig auf. Bei den nationalen Titelkämpfen 2001 belegte sie im Kreise der Spezialisten Platz fünf, ein Jahr später wurde sie im Weltcup-Finale auf Platz sieben notiert. Auch mit dem mittlerweile von Helen Langehanenberg gerittenen Hamon Hill feierte sie etliche große Erfolge. So gewann sie mit dem von ihr ausgebildeten Hengst im Jahr 2006 den Weltmeister-Titel bei den sechsjährigen Dressurpferden.
Das alles ist lange her und daher mittlerweile Schnee von gestern. Was allerdings nicht heißt, dass Ingrid Klimke ihrer zweiten Liebe abgeschworen hat. Ganz im Gegenteil: Derzeit hat sie gleich zwei vielversprechende Pferde unter dem Sattel, mit denen sie aktuell von Erfolg zu Erfolg reitet. Gemeint sind der erst achtjährige Wallach Dresden Mann und der zwei Jahre ältere Wallach Liostro. „Von beiden Pferden erwarte ich mir in der Zukunft noch sehr viel“, so die Reiterin. Und dass diese Erwartungen nicht zu hoch geschraubt sind, das zeigten die vergangenen Wochen. Mit Dresden Mann feierte sie auf den Turnieren in Hanstaedt, Aachen und Wickrath drei S-Sieg in Folge, mit Liostro sprangen auf den gleichen Turnieren im Grand Prix zwei Siege und ein zweiter Platz heraus. „Das zeigt, dass ich mit beiden Pferden auf einem guten Wege bin“, so Ingrid Klimke, die bei ihrem Sieg mit Dresden Mann am Wochenende in Wickrath sogar Isabell Werth hinter sich ließ.
Wenn Ingrid Klimke über ihre neuen Dressur-Hoffnungen spricht, dann tut sie das mit Begeisterung. Dresden Mann bezeichnet sie als „leichtfüßigen kleinen Tänzer, der sich schön versammeln“ kann. Zudem sei der ehemalige Hengst nach seiner im vergangenen Jahr erfolgten Kastration viel einfacher zu reiten. Ihr Fazit: „Ich mag ihn nicht nur total gerne leiden, in bin auch zu einhundert Prozent von ihm überzeugt.“ Und Liostro? „Ihn habe ich ja erst seit November“, sagt Ingrid Klimke und bezeichnet den Wallach im Augenblick noch als etwas guckerig. Zudem sei er in den Prüfungen noch nicht so losgelassen. „Aber das wird von mal zu mal besser. Und großes Potenzial hat er ebenfalls“, so die Reiterin.
Am Montag war sie übrigens schon wieder unterwegs. Dieses Mal allerdings in Sachen Vielseitigkeit. In Warendorf stand ein Lehrgang des Championatskaders auf dem Programm.

Autor:

Guido Meuter aus Riedstadt

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