Jan Tops und Global Tour zunächst ausgebremst

Lausanne. Der Weltverband zeigte dem Niederländer Jan Tops seine Grenzen auf: Auf der von ihm erfundenen Global Champions Tour wird nicht mehr wie bisher durchgepunktet – sondern nur noch die Hälfte der Turniere fließt in die Gesamtwertung ein.
Der Niederländer Jan Tops, Olympiasieger mit der Equipe 1992 in Barcelona, Erfinder der Global Champions Tour, wurde in gewisse Schranken verwiesen. Zur Schonung der Pferde zählt in der Gesamtwertung der Serie in diesem Jahr nur noch die Hälfte der errittenen Punkte bei den einzelnen Turnieren. Bisher wurde durchpunktet, d.h.: Der Reiter mit den meisten Zählern kam neben den sonstigen Preisgeldern in den Genuss der Extraprämie von 300.000 Euro. Da ein echtes Finale nicht auf dem Programm steht, musste also praktisch die ganze Serie durchgestartet werden, um überhaupt annähernd in die Nähe der Extraprämie zu gelangen.
Das System war auch hauptsächlich für seinen eigenen Handelsstall in Valkenswaard gestrickt, und da vor allem zugespitzt auf seine Ehefrau und Spitzenreiterin Edwina Alexander. Die gewann auch die letzte Gesamtwertung. Ihr kam natürlich auch zugute, dass sie für ihr Heimatland Australien in Nationen-Preisen oder irgendwelchen Championaten kaum eingesetzt werden kann, da die Kosten zu hoch wären, um sie einfliegen zu lassen, und außerdem tauchtz der Fünfte Kontinent im Grunde genommen nur bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften auf. So war das System der Global Tour für sie wie gebacken. Das Gros der Springreiter jedoch, alle in Europa und Nordamerika, haben zusätzlich auch weitere hochgesteckte Ziele, Europameisterschaften, Weltcup, Topliga im Nationen-Preis und eben in diesem Jahr das Olympia der Reiter in London.
Und so stellte der Internationale Springreiter-Club auch beim Weltverband (FEI) den Antrag, die Wertigkeit der Global Champions Tour herunter zu fahren. Die FEI kam dem Wunsch nach, obwohl Jan Tops dagegen regelrecht gegeifert haben soll.
Die kommende Global Champions Tour 2012 umfasst 13 Turniere, Auftakt ist in Doha (5. bis 7. April), das Finalturnier steigt in Abu Dhabi (22. bis 24. November). Deutsche Stationen sind Hamburg im Rahmen des Derbys (16. bis 20. Mai) und das Pfingstturnier in Wiesbaden (25. bis 28. Mai).

Autor:

Guido Meuter aus Riedstadt

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