Treffen der Selbsthilfegruppe Schilddrüsenkrebs Mittelhessen

Mühlheim - „Da haben sie sich aber von allen Krebsarten die beste herausgesucht.“ Oder: „Das ist ein guter Krebs, seien sie froh.“ Diese zur Beruhigung ausgesprochenen Aussagen von Ärzten kennen viele Patienten, bei denen Schilddrüsenkrebs diagnostiziert wird. Doch auch wenn zwei von drei Unterarten dieser Krebserkrankung relativ gut behandelbar sind, bleibt die Diagnose ein Schock für den Betroffenen.

Die Gedanken kreisen um Fragen wie: „Werde ich nach der Behandlung wieder voll belastbar sein, um arbeiten und meine Familie versorgen zu können? Werde ich wieder ganz gesund, und was wenn nicht? Wie sieht meine Leben nach der Operation aus? Wie lebt es sich ohne Schilddrüse? Wo finde ich Hilfe oder Informationen?“ Ängste und Sorgen belasten zusätzlich. Die Familie und der Freundeskreis sind mit diesen Themen oft überfordert beziehungsweise weckt die Diagnose ja auch bei ihnen Ängste.

So erlebte es auch Susanne Heydecke aus Ortenberg in der Wetterau. Hilfe fand sie im Internet, auf der Seite des Bundesverbandes Schilddrüsenkrebs mit einem Forum zum Austausch von Betroffenen. Hier gab es Antworten auf die quälenden Fragen, Zuspruch bei Ängsten, Lösungsansätze für Sorgen und Probleme sowie jede Menge Informationen. Sogar auf die Distanz half der Austausch durch die Zeit bis zur Operation, und danach zurück in den Alltag mit Familie und Beruf.

Bundesweit gibt es Selbsthilfegruppen für Betroffene von Schilddrüsenkrebs, in Hessen klaffte jedoch ein großes Loch in dieser Landkarte. Abgesehen von einer kleinen Gruppe in Schwalmstadt/Eder im Norden und Darmstadt im Süden war dieses Angebot nicht vorhanden. Diese Lücke möchte Susanne Heydecke nun schließen und organisiert einmal im Monat Treffen, wechselweise in Gießen und Mühlheim am Main, um ein möglichst großes Einzugsgebiet zu erreichen. Beide Treffen sind gut mit dem Auto, aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. „Obwohl meine Operation schon eineinhalb Jahre zurück liegt, erfahre ich im Austausch mit anderen Betroffenen und der intensiven Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Schilddrüsenkrebs immer noch Neues über Behandlungsmethoden, Substitution und ergänzende Therapien. Aber vor allem möchte ich mich durch meine aktive Mitarbeit als Gruppenleiterin bedanken für die Begleitung durch meine Erkrankung, und etwas von der erfahrenen Unterstützung an andere weitergeben“, benennt Susanne Heydecke ihre Motivation.

Die Selbsthilfegruppe Schilddrüsenkrebs Mittelhessen trifft sich am Mittwoch, 17. Oktober, von 18 bis 20 Uhr in der Kulturhalle Schanz, Carl-Zeiss-Str. 6 in Mühlheim. Ansprechpartnerin ist Susanne Heydecke unter susanne.heydecke@sd-krebs.de.

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