Auch Rodgau braucht mehr kostengünstige Wohnungen - Bezahlbarer Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet wird Mangelware

Die FDP-Fraktion in Rodgau wird nicht müde, weiter für mehr bezahlbare Wohnungen zu kämpfen.
Nach der Fertigstellung der Wohnanlage an der Ludwigstraße, die in der Hauptsache der Initiative der Freien Demokraten zuzuschreiben ist, fordert die FDP-Fraktion nun weitere Schritte in diese Richtung ein.
„Wohnraum wird im Rhein-Main-Gebiet immer knapper“, so der Fraktionsvorsitzende der FDP Heino Reckließ, „ wir müssen dem Verdrängungsdruck am Wohnungsmarkt, der durch ungebrochenen Zuzug von Bürgern mit besserem Einkommen, die in Frankfurt ihr Geld verdienen, dem Tatbestand, dass es immer mehr Rentner mit einer geringen Rente gibt und nicht zuletzt dem Zuzug von Flüchtlingen und Asylbewerbern gerecht werden.“ Nach Meinung der Liberalen muss in jedem Baugebiet ein Teil der Fläche für bezahlbaren Geschoss-Wohnungsbau vorgehalten werden, auch darf es kein Tabuthema sein, dass die Stadt Rodgau selber Wohnungen errichtet. „Bei der derzeitigen Marklage am Kapitalmarkt“, so Reckließ, „kann man auch gerne auf die Förderung durch die KfW verzichten, die sowieso eher ein Hindernis (weil zu Bürokratisch) als eine Hilfe bedeutet.“
Die Freien Demokraten in Rodgau sehen in dem Verzicht auf KfW-Fördermittel auch die Chance, die restriktiven Einkommensgrenzen bei der Vergabe von „Sozialwohnungen“ auszuweiten. „Im Rhein-Main-Gebiet sehen wir, dass das Mindesteinkommen einer Familie deutlich höher anzusetzen ist um ein auskömmliches Leben zu führen als andernorts,“ so Reckließ.
Die Rodgauer Kooperation aus SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP wird deshalb den nachfolgenden Antrag zur Stadtverordnetensitzung im Mai einbringen:

Betreff: Bau von bezahlbaren Wohnungen

Beschluss:

Der Magistrat wird beauftragt, für den Bau von barrierefreien, bezahlbaren Wohnungen auf dem Areal des früheren Feuerwehrgeländes im Stadtteil Hainhausen, August-Neuhäusel-Straße, einen konzeptionellen Vorschlag zu erarbeiten.
Der Mietpreis der Wohnungen soll unterhalb der für Rodgau festgestellten Durchschnittsmiete liegen.
Es ist die mögliche Größe der Anlage, Anzahl und Größe der Wohnungen, ein Finanzierungsplan und ein Zeitplan für die Realisierung vorzulegen.
Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit privaten Investoren ist in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Des Weiteren wird der Magistrat beauftragt, eine Liste aller sich im Besitz der Stadt befindlichen Grundstücke zu erstellen, die sich für Geschosswohnungsbau eignen.

Die Ausarbeitungen sind der Stadtverordnetenversammlung bis spätestens zum
01. Juli 2015 zuzuleiten.

Autor:

Jan Böttcher aus Rodgau

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