Immer ein Glas Wasser zur Hand - An heißen Tagen ist ausreichend trinken lebenswichtig

Wo: Johanniter-Haus, Borsigstraße 56, 63110 Rodgau auf Karte anzeigen

An warmen Sommertagen oder nach sportlicher Anstrengung verliert der Körper durch Schwitzen besonders viel Flüssigkeit. Doch auch ohne diese Zusatzbelastungen sollten Menschen auf regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. „Das gilt vor allem auch für Senioren", warnt Ulrike Moßmann von den Sozialen Diensten bei den Johannitern im Regionalverband Offenbach. „Während junge Menschen automatisch trinken, wenn sie Durst haben, sinkt bei älteren Menschen oftmals das warnende Durstempfinden – sie vergessen das Trinken dann einfach." Mit gravierenden Folgen: Flüssigkeitsmangel kann zu Schwindel, Müdigkeit, trockener Haut, Unruhe und Desorientierung führen – in schweren Fällen sogar zu erhöhter Infektanfälligkeit, Thrombosen, Kreislauf- oder Nierenversagen. „Auch die Wirkung von Medikamenten kann durch zu wenig Flüssigkeit im Körper beeinträchtigt werden", sagt Moßmann.

Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag sollte jeder Mensch in Form von nicht-alkoholischen Getränken zu sich nehmen, an besonders warmen Tagen oder bei Anstrengung mehr, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. „Das ist über den Tag verteilt gar nicht so viel", sagt die Johanniterin. Sie rät: "Wer sich überprüfen will, stellt die Trinkration für den Tag schon morgens in Sichtweite bereit und füllt leere Gläser immer gleich nach. Hilfreich ist auch ein Trinkplan, in den man die getrunkene Menge einträgt und abends zusammenzählt." Doch Getränk ist nicht gleich Getränk: „Säfte oder Softgetränke sind oft gezuckert und daher sehr kalorienreich. Gesunde Flüssigkeiten sind Mineral- oder Leitungswasser, Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen mit hohem Wasseranteil", so Ulrike Moßmann. Wer Mineralwasser pur zu langweilig findet, kann das Getränk durch einen Spritzer Zitrone, ein paar Minze- oder Zitronenmelisseblätter aromatisieren. „Im Zweifel gilt: Lieber ein weniger geeignetes Getränk trinken als gar nichts!"

Pflegebedürftige Senioren benötigen beim Trinken Unterstützung, zum Beispiel durch geeignete Trinkgefäße. "Angehörige sollten hier besonders auf die Bedürfnisse der Älteren achten und diese immer wieder zum Trinken ermutigen", so Moßmann. Feste Rituale, wie das Glas Wasser nach dem Essen oder der „Fünf-Uhr-Tee", und eine abwechslungsreiche Getränkeauswahl können dabei helfen, die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. „Für demenziell Erkrankte ist es sinnvoll, Getränke gut erkennbar anzubieten, zum Beispiel in farbigen Bechern. Farbige Getränke wie Saftschorlen oder Früchtetees kommen ebenfalls meist besser an, so lange sie nicht zu säuerlich sind", rät Moßmann.

Ein Gang über den sommerlichen Markt kann Trink-Muffel inspirieren: „Eine leckere Brühe aus frischem Gemüse oder wasserhaltiges Obst und Gemüse sind für den Körper ebenfalls wichtige Flüssigkeitslieferanten. Dazu zählen zum Beispiel Tomaten, Gurken, Melonen, Ananas oder Pfirsiche", weiß Ulrike Moßmann. Ein frischer Obstsalat ist nicht nur vitaminreich, sondern deckt auch gleich einen Teil des Flüssigkeitsbedarfs ab.

Bei Fragen zu diesem und weiteren Themen rund um Senioren stehen die Johanniter gerne unter Telefon 06106 87100 zur Verfügung.

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