18. Rodgau-Triathlon in Nieder-Roden

In mehreren Wellen starteten die Triathleten beim 18. Rodgau-Triathlon des TSV Dudenhofen im und um den Nieder-Röder Badesee.
  • In mehreren Wellen starteten die Triathleten beim 18. Rodgau-Triathlon des TSV Dudenhofen im und um den Nieder-Röder Badesee.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Rodgau - Und wieder hat der TSV Dudenhofen erfolgreich ein Großereignis gestemmt. Am vergangenen Sonntag richtete der Turn- und Sportverein, der in diesem Jahr seinen 130. Geburtstag feiert, erfolgreich einen Triathlon, den 18. Rogau-Triathlon im und rund um den Nieder-Röder Badesee, aus.

827 Voranmeldungen lagen dem Veranstalter vor – Rekord. 745 Teilnehmer (670 Einzelstarter, 25 Staffeln á drei Mitgliedern, kein Rekord) rannten, hüpften und stürzten sich in mehreren Wellen in den Nieder-Röder Badesee. Anschließend ging es einen steilen Anstieg hoch in Richtung Wechselzone und mit dem Fahrrad weiter Richtung Ober-Roden und Dietzenbach. Die Laufrunde führte – je nach Disziplin – entlang oder um den Badesee herum.

Über die Olympische Distanz (1,4/41/10km) bejubelte Lukas Scholl vom VfL Münster den Sieg. In 2:03:59 Stunden war er 34 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Julian Schepp (Team Naunheim). Platz drei belegte Kristian Kullmann (ohne Verein), der 2:06:14 Stunden unterwegs war. Als Gesamt-19. stellte Laura Martin (ADAC Triathlon-Club Main-Kinzig) in 2:18:22 Stunden die schnellste Frau im gesamten Teilnehmerfeld. Hinter ihr kamen Rebecca Sack (Eintracht Frankfurt Triathlon, 2:19:10) und Laura Chacon Biebach – die Groß-Zimmernerin startet mittlerweile für Eintracht Frankfurt und war 2:20:52 Stunden lang auf der Strecke – ins Ziel. In der Staffel verpasste „Besi & Friends“ den fünften Sieg hintereinander und musste sich in 1:58:03 Stunden mit Platz zwei begnügen. Sieger wurden die 1998ers (Peter Landgraf, Jörg Wiegand und Bodo Stanzel), die 14 Sekunden schneller waren.

Über die Sprint-Distanz (0,4/14/4 km) überquerte Markus Respondek (Tria-Team Bruchköbel) in 44:21 Minuten die Ziellinie und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr. Zweiter wurde Michael Waraus (SV Tricity Darmstadt, 44:56 Minuten) vor Thorsten Bischoff (SKG Sprendlingen, 45:40). Bei den Frauen hatte Corinna Achenbrenner von der SG Frankfurt-Nied in 53:54 Minuten die Nase vorne. Auf den weiteren Rängen folgten Julia Schallau (Team Naunheim, 55:18 Minuten) und Michelle Kempf (ohne Verein, 55:51 Minuten).

Auch aus der Region waren wieder viele Starter mit dabei. Über die Sprintdistanz belegte der Dietzenbacher Marcus Ruchti, der für den EOSC Offenbach startet, in 51:23 Minuten den 15. Platz in der Gesamtwertung, in der M45 wurde er damit Fünfter. „Früher bin ich nur gelaufen, habe vor 15 Jahren meinen ersten Marathon absolviert“, berichtet er, „mit dem Triathlon habe ich erst vor drei, vier Jahren begonnen.“ 2018 startete er allerdings bereits beim Ironman in Frankfurt. „Am meisten mag ich die Mitteldistanz“ erklärt der 46-Jährige, „die Sprintdistanz ist am Ende doch immer ganz schön hart.“ Insgesamt war für ihn die Teilnahme in Rodgau der Saisonausklang. Am kommenden Sonntag, 1. September, steht allerdings noch der Zehn-Freunde-Team-Triathlon in Darmstadt an. Zehn Freunde absolvieren hier jeweils einen Iroman (jeder ein Zehntel der Distanz), die Ergebnisse werden am Ende addiert.

Bei dieser Gelegenheit lernte Ruchti auch André Schaaf kennen. Der kommt ebenfalls aus Dietzenbach – und startet ebenfalls für den EOSC Offenbach. Nebenbei ist der 46-Jährige aber auch Mitglied in der SG Dietzenbach – und spielt hier erfolgreich Schach. In Nieder-Roden sicherte sich Schaaf in 56:10 Minuten den 38. Gesamtplatz sowie Rang neun in der M45. Schaaf ist seit 15 Jahren Triathlet, ging bereits dreimal beim Ironman an den Start. In Nieder-Roden absolvierte er seinen ersten Triathlon, seit 2005 „war ich hier bis auf ein, zwei Ausnahmen immer dabei. Schließlich ist das so etwas wie ein Heimtriathlon“, sagt er.

Mit vier Teilnehmern war auch die Berufsfeuerwehr Offenbach zum wiederholten Mal in Rodgau vertreten. Lothar Feuerstein, Michael Link und Sebastian Picard belegten in der Staffel über die Olympische Distanz in 2:30:47 Stunden den siebten Platz. Dagegen nahm Jasmin Philipp (wohnt in Hanau) als Einzelstarterin die Sprint-Distanz in Angriff und erreichte in 1:07:59 Stunden als 103. der Gesamtwertung das Ziel. In der W30 erreichte sie als Drittplatzierte sogar einen Podestplatz. Und das bei ihrer Triathlon-Premiere! Die 32-Jährige kommt ursprünglich vom Radfahren, „es waren aber noch Reserven da“, sagt sie nach den drei absolvierten Disziplinen in Rodgau. Spätestens in einem Jahr will sie hier ihren nächsten Triathlon absolvieren.

Herausragend war auch die Leistung von Margit Kaldenhoff (Sportfreunde Rodgau). Nicht nur, dass sie in 1:07:55 Stunden die W55 gewann. „Diese Veranstaltung in Rodgau steht unter dem Motto Inklusion und Sport“, betont sie. Die 59-jährige hatte 2006 einen Skiunfall mit einer schweren Kopfverletzung und ist seitdem selbst behindert. „Der Sport hat mir geholfen, damit besser zurechtzukommen“, erklärt die ausgebildete Gesundheits- und Präventionstrainerin, die seit vier Jahren bei den Sportfreunden aus verschiedene Kurse anbietet. Kaldenhoff bezeichnet sich selbst als „Allroundsportlerin. Aber alles ohne Ball“, lacht sie. Aerobic, Kickboxen, Wandern, Langlauf. Bis vor drei Jahren ein „begeisterter Triathlon-Freund“, so sagt sie, auf die Idee kam, doch einmal einen Triathlon zu absolvieren. Sechs Marathonläufe hat Margit Kaldenhoff bereits geschafft, ihre zweite Teilnahme am vergangenen Wochenende in Rodgau war gleichzeitig ihr dritter Triathlon insgesamt. „Das Schwimmen war ein Hauen und Stechen. Das Radfahren war okay, das Laufen bin ich zu schnell angegangen. Aber ich bin sehr zufrieden“, berichtet sie. Unterwegs auf der Radstrecke entdeckte sie dann überraschend ihre Tochter, die mit ihrer Familie aus der Nähe von Karlsruhe nach Nieder-Roden gekommen war, um Mama und Oma anzufeuern. Das motivierte Margit Kaldenhoff natürlich zusätzlich, im Ziel nahm sie freudestrahlend ihre Familie in den Arm.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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