TV Rembrücken bietet Fußball-Golf an / Hindernisse selbst gefertigt
Ball muss in den Hula-Hopp-Reifen

Selbst gebaute Hindernisse bereichern die Fußball-Golf-Bahn des TV Rembrücken. Dieter Pfaff, Vorsitzender der Wanderabteilung, und Fußball-Vorstandsmitglied Cornelia Sichert-Tomadini finden's gut.
  • Selbst gebaute Hindernisse bereichern die Fußball-Golf-Bahn des TV Rembrücken. Dieter Pfaff, Vorsitzender der Wanderabteilung, und Fußball-Vorstandsmitglied Cornelia Sichert-Tomadini finden's gut.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Rembrücken - Nach der Karriere ist vor der Karriere. Und so nehmen viele Fußballer nach dem Ende ihrer Profikarriere den Golfschläger in die Hand. Zeit genug haben sie, nachdem sie während ihrer Karriere (oder auch danach in verschiedenen Funktionen) genug Kohle gescheffelt haben. Franz Beckenbauer, Lichtgestalt des deutschen Fußballs, etwa hat ein Handicap von neun, Andreas Herzog, ehemaliger österreichischer Nationalspieler in Diensten von Werder Bremen und Bayern München, sogar sechs.

Es gibt aber auch Sportler, die wollen beide Sportarten miteinander verbinden. Und die spielen dann Fußballgolf. Dass ging Dieter Pfaff, Vorsitzender der Wanderabteilung des TV Rembrücken, nicht anders. Gemeinsam mit ein paar Jungs, mit denen er früher gemeinsam beim FC Wacker Offenbach kickte, testete er den 36er-Kurs in Karben in der Wetterau. Und war begeistert. Damit war klar: Der TV Rembrücken braucht auch so etwas.

Und so wurden Pläne für die Bahnen gezeichnet, die natürlich eine gewisse Abwechslung bieten sollten. Der ehemalige Schreiner Günter Stolbinger entwarf insgesamt vier Hindernisse, die einfach auf- und wieder abgebaut werden können. „Die Innenteile können gedreht werden, so dass wir immer neue Hindernisse haben“, erläutert Pfaff. Insgesamt neun Bahnen stehen zur Verfügung, aufgebaut werden sie auf dem Rasen hinter dem Hauptfeld. Denn: Der Parcours steht natürlich nicht ganzjährig zur Verfügung, sondern wird extra aufgebaut, in diesem Jahr war das viermal am Wochenende der Fall. „Das erste Mal war das eine echte Herausforderung“, erinnert sich Pfaff. Über zwei Stunden benötigte er mit seinen Helfern, die Bahnen, die durch kniehohe Zäune voneinander abgegrenzt sind, aufzubauen. Zuvor hatten die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft alle benötigten Materialien auf den Platz gebracht.

Neben den selbst gebauten Hindernissen sorgen Bänke und blaue Regentonnen für Abwechslung. Gefragt sind Kraft, Technik und Geschicklichkeit. Am Ende muss der Ball nicht etwa in ein Loch, sondern in einen Hula-Hoop-Reifen gespielt werden. Das ist eine richtig schwere Aufgabe, weil der Ball auch ganz schnell über den Rand hoppelt. Aber schließlich können die Rembrücker nicht riesengroße Löcher auf dem Trainingsplatz graben. Gewertet werden – ähnlich wie beim Minigolf – die Anzahl der benötigten Schüsse. Der Parcours ist für alle Interessierten geeignet. Ob groß oder klein, alles Bahnen sind – mit drei bis sieben Versuchen – zu meistern. Fußball-Vorstandsmitglied Cornelia Sichert-Tomadini hat einen ganz besonderen Wunsch: „Im nächsten Jahr würde ich die Veranstaltung gerne einmal unter Flutlicht durchführen“, sagt sie.

Sportlich läuft es übrigens auch beim TVR, der in den 90er Jahren zweimal an der Relegation zur Bezirksliga (heute: Kreisoberliga) teilnahm, aber jeweils scheiterte. In den vergangenen vier Jahren holten die Rembrücker, die vor allem auf ein familiäres Umfeld setzen, die Meisterschaft. 2016 uns 2018 in der C-Liga, 2019 in der B-Liga. 2017 war der Turnverein direkt wieder in die Kreisliga C abgestiegen, schaffte dann aber den Durchmarsch bis in die A-Liga. Hier trennen sich trotz eines ordentlichen Saisonstartes bereits nach sechs Spielen die Wege des Vereins und von Trainer Anel Nazic. Co-Trainer Daniel Kruck sowie die beiden Spieler Julian Schwaiger (kam vor Rundenbeginn vom Gruppenligisten Kickers Obertshausen) und Christian Steinheimer (erzielte in der Saison 2018/2019 52 Treffer für den Turnverein) übernahmen. Mit zwei Siegen und zwei Unentschieden ist der TVR unter dem neuen Trainerduo noch ungeschlagen. Wahrscheinlich haben die Jungs heimlich Fußball-Golf trainiert…

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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