„Besi & Friends“ auf den Spuren des FC Bayern

Immer wieder ein Spektakel: Der Start zum Rodgau-Triathlon im Nieder-Röder Badesee. Am Sonntag, 18., ist es ab 9 Uhr wieder so weit.
  • Immer wieder ein Spektakel: Der Start zum Rodgau-Triathlon im Nieder-Röder Badesee. Am Sonntag, 18., ist es ab 9 Uhr wieder so weit.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Rodgau - Der TSV Dudenhofen, der in diesem Jahr seinen 130. Geburtstag feiert, richtet am Sonntag, 18. August, zum 18. Mal seinen Rodgau-Triathlon aus.

Was 2002 mit einem kleinen Jedermann-Triathlon begann, hat sich schnell zu einer auch weit über Hessens Grenzen hinaus bekannten Veranstaltung entwickelt. Rund 600 Teilnehmer haben sich auch in diesem Jahr für die 18. Auflage angemeldet. Angeboten werden traditionell die Jedermann- (0,4/14/4km) sowie die Olympische Distanz (1,4/41/10km). Zudem findet unter der Leitung des Hessischen Triathlon Verbandes ein Wettkampftag der hessischen Triathlon-Liga für die Ligen 3 bis 5 statt. Hierfür haben sich nochmals zusätzlich 40 Mannschaften aus Hessen mit etwa 200 Athleten angemeldet. Mit 800 Teilnehmern sind die Kapazitäten rund um den Badesee damit wieder einmal voll ausgeschöpft.

Die Veranstaltung steht zum wiederholten Mal unter dem Motto „Inklusion und Sport“. Einsteiger, Breitensportler, Top-Athleten und Behinderte gehen gemeinsam an den Start. Diese Begegnungen sollen auch zum Abbau von Barrieren sowie zu Anerkennung und Respekt beider Seiten beitragen. Der TSV widmet sich erneut einem Schwerpunktthema: Neurofibromatose Typ 2 (NF2), ein genetischer Defekt, durch den die Tumorbildung an Nervenzellen begünstigt wird, besonders im Gehirn und in der Wirbelsäule. Betroffene dieser Krankheit sind mit fünf Olympischen und drei Sprint-Staffeln gemeldet, dazu kommen zehn Triathleten, die unter dem Motto „Wir helfen Tumorkranken“ über die Olympische Distanz starten.

Der erste Startschuss fällt bereits um 9 Uhr, dann stürzen sich die Jedermänner ins Wasser. Anschließend folgen in zwei Wellen (9.15 Uhr, 9.30 Uhr) die Starter über die Olympische Distanz. Die Teilnehmer an den Wettkämpfen der Hessenliga starten in drei Wellen (10.15, 10.20 und 10.25 Uhr). Geschwommen wird wie immer im Nieder-Röder Badesee, anschließend geht es auf die Lauf- und Radstrecke Richtung Ober-Roden und Dietzenbach. Zum dritten Mal nach 2017 und 2018 ist die komplette Radstrecke für den Autoverkehr gesperrt. Das bedeutet für den Veranstalter einen größeren Aufwand, kam bei den Teilnehmern in den vergangenen beiden Jahren aber sehr gut an. Und das nicht nur mit Blick auf die eigene Sicherheit. „Neuerungen gibt es keine“, berichtet Karsten Rasch, der zu Jahresbeginn gemeinsam mit Carsten Stramke die Organisation übernahm, nachdem Dieter Dackau, vieler Jahre lang der erste Ansprechpartner für alle Triathleten, aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. „Das kam überraschend, aber die Planungen laufen gut“, sagt Rasch.

Die Leistungsdichte in allen Klassen ist auch in diesem Jahr wieder sehr eng, so dass spannende Wettkämpfe zu erwarten sind. Rekordhalter über die Jedermann-Distanz ist bei den Männern weiterhin Karsten Speike (Eintracht Frankfurt, 41:37 Minuten), der den Rekord seit 2011 inne hat. Bei den Frauen unterbot Anna Schloss im vergangenen Jahr in 46:28 Minuten die alte Bestmarke aus dem Jahr 2010 von Steffi Zänzler (Odenwald Schnecken) um über zwei Minuten. Rekordhalter über die Olympische Distanz ist seit 2013 Marcel Bischof (Aschaffenburg, 1:53:06 Stunden), bei den Frauen führt Delphine Halberstadt (VfL Münster, 2:08:56 Stunden) die Konkurrenz seit 2014 an. Seit 2015 müssen die Radfahrer allerdings auch einen Kilometer mehr absolvieren. Unter zwei Stunden schaffte es seitdem kaum ein Triathlet mehr über die Ziellinie. Eine Ausnahme bildete im vergangenen Jahr Sieger Jan Petralia (Les Tritons Meldois). Bei den Olympischen Staffeln nimmt das über Rodgau und Hessen hinaus bekannte Mutmacher-Projekt im Kampf gegen Multiple Sklerose (MS) „Besi & Friends“ mit zwei Staffeln an den Wettkämpfen teil. Andreas Beseler und seine Mitstreiter können dabei schon in Bereiche vorstoßen, in denen man ansonsten nur die Fußballer des FC Bayern München in der 1. Bundesliga findet: Nach vier ersten Plätzen seit 2015 können „Besi & Friends“ ihren fünften Triumph hintereinander einfahren.

Bei diesem Wettkampf vor heimischem Publikum gehen auch viele Rodgauer und Teilnehmer aus der Region an den Start. So verstärkt Steffen Hartig, Mehrfachsieger in Rodgau aus Hainhausen, erneut eine der beiden Besi&Friends-Staffeln. Da sich alles in unmittelbarer Nähe abspielt, können die Zuschauer das Schwimmen, das Radfahren, das Laufen, die Wechselzone und den Zieleinlauf hautnah miterleben. Einige Vereine nutzen den Rodgau-Triathlon mit Blick auf das nahende Saisonende wieder zur Ermittlung ihrer Vereinsmeister.

Für eine sichere und reibungslose Durchführung der Veranstaltung erhält der TSV nicht nur durch seine eigenen Mitglieder tatkräftige und ehrenamtliche Unterstützung. Der Dank des Turn- und Sportvereins gilt insbesondere der Badeaufsicht, DLRG, dem DRK, ASV Rodgau, der Polizei Heusenstamm und Dietzenbach, Stadt Rodgau, dem Straßenverkehrsamt Offenbach und der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach sowie den vielen Sponsoren.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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