Bieberer Gesamtpaket passt

Mit 0:8 legte die DJK Sparta Bürgel (Foto) im Offenbacher Stadtderby der Kreisoberliga bei Germania Bieber eine Bruchlandung hin. Als Tabellensechster spielte Neuling Bürgel in der ersten KOL-Runde seiner Vereinsgeschichte dennoch eine prima Saison. Und auch Bieber sicherte sich mit einer herausragenden Rückrunde noch den Klassenerhalt.
  • Mit 0:8 legte die DJK Sparta Bürgel (Foto) im Offenbacher Stadtderby der Kreisoberliga bei Germania Bieber eine Bruchlandung hin. Als Tabellensechster spielte Neuling Bürgel in der ersten KOL-Runde seiner Vereinsgeschichte dennoch eine prima Saison. Und auch Bieber sicherte sich mit einer herausragenden Rückrunde noch den Klassenerhalt.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Offenbach – Nach einer schwachen ersten Saisonhälfte wäre das zweite Jahr in der Fußball-Kreisoberliga Offenbach für Germania Bieber beinahe vorerst das letzte gewesen. Nach Platz neun in der Spielzeit 2017/2018 gingen die Offenbacher in der gerade abgelaufenen Saison mit fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer gingen in die Winterpause. Doch die Germania gab nicht auf, verpflichtete acht neue Spieler, darunter drei vom Ligarivalen VfB Offenbach.

Und in 2019 rollten die Bieberer das Feld von hinten auf. Was noch im Vorjahr nach nur zwei Punkten aus 14 Partien mit den Heimsiegen gegen die SG Götzenhain (3:2) und die SG Egelsbach (5:0) begonnen hatte, setzte sich in diesem Jahr fort. Die Germania gewann sieben von zehn Partien und sicherte sich vorzeitig den Klassenerhalt – trotz der Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Spvgg. Seligenstadt (3:4) und TSV Dudenhofen (2:3). Dafür triumphierte die Mannschaft des Trainerduos Samy Khederzadeh (seit 2014 im Amt) und Valerio Proto (kam im November 2018 dazu, trainierte zuvor den BSC 99 Offenbach) bei der ambitionierten TSG Neu-Isenburg mit 3:1 und fegte die favorisierte DJK Sparta Bürgel im Stadtderby mit 8:0 vom Platz. Mit einem 2:0-Erfolg im Kellerduell bei der Kickers Viktoria Mühlheim machten die Bieberer den Klassenerhalt bereits am vorletzten Spieltag perfekt.

„Wichtig waren die beiden Siege gegen Götzenhain und Egelsbach“, blickt Jürgen Pülm vom Spielausschuss der Germania zurück. „Da haben wir gesehen, dass wir uns doch noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen können. Uns haben in der Winterpause auch einige Spieler verlassen, die aber in den letzten drei Partien vor der Winterpause nochmals alles gegeben haben“, sagt Pülm. Und so fiel die Entscheidung der Bieberer Verantwortlichen in der Winterpause „pro Kreisoberliga“ aus. „Wir wollten nicht absteigen und haben daher noch einmal personell nachgelegt. Die neuen Spieler haben die Qualität angehoben“, zeigt sich Pülm zufrieden, „die neuen Spieler haben gut in die Mannschaft gepasst, dazu haben wir in Valerio Proto einen weiteren Trainer dazugenommen. Das Gesamtpaket hat gepasst“, freut sich das Spielausschussmitglied.

Nach dem 2:0-Sieg in Mühlheim „war die Erleichterung über den Klassenerhalt sehr groß“, erklärt Pülm. „Für unseren letzten Gegner Mainflingen ging es im Kampf um Platz zwei nochmals um alles, da hätte es uns bei einer Niederlage erwischen können“, ist Pülm froh, dass das letzte Saisonspiel für Bieber keine große Bedeutung mehr hatte.

Der in der zweiten Saisonhälfte so erfolgreiche Germania-Kader „bleibt zu 95 Prozent zusammen“, erklärt Pülm. Das Trainerduo Khederzadeh/Proto hatte bereits vor einigen Wochen unabhängig von der Liga seine Zusage in Bieber für die neue Saison gegeben. „Die eine oder andere Ergänzung werden wir noch holen“, sagt Pülm mit Blick auf den Kader des Kreisoberligisten. „Ich hoffe, dass wir uns in der nächsten Runde in ruhigerem Fahrwasser bewegen und nicht wieder in den Abstiegskampf geraten.“ Angesichts der überzeugenden zweiten Saisonhälfte ist ein Platz unter der besten acht Mannschaften der Liga in der Spielzeit 2019/2020 durchaus realistisch. Nun aber steht erst einmal die Sommerpause an, ehe die Vorbereitung auf die neue Runde beginnt. Und die Pause haben sich die Germanen nach einer furiosen Aufholjagd, die mit dem Klassenerhalt belohnt wurde, mehr als verdient.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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