Cricket-Abteilung schon sehr gut integriert

Teambesprechung. Die Cricket-Mannschaft der TGS Seligenstadt scheiterte im Halbfinale der Hessenmeisterschaft an der SG Hainhausen.
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  • hochgeladen von Paul Lohse

Seligenstadt – „Die meisten Deutschen wissen gar nicht, wie Cricket geht“, schmunzelt Adil Tahir-Ahmed. Der Pakistaner ist Abteilungsleiter der Cricket-Abteilung der SG Hainhausen. Die Kollegen von der TGS Seligenstadt denken da ähnlich.

Und in der Tat können die meisten Deutschen mit dieser Sportart, der zweitgrößten nach Fußball weltweit, nur wenig anfangen. Immerhin: Die Mitgliederzahlen sind in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Vor sieben Jahren gab es deutschlandweit etwa 70 Mannschaften mit 1200 Spielern. Mittlerweile sind es über 320 Mannschaften mit über 6000 Spielern. In Afghanistan, Indien oder Pakistan ist Cricket Volkssport Nummer eins. Und auch in den Ländern des Commonwealth ist Cricket Nationalsport. Für Flüchtlinge beispielsweise aus Afghanistan bringt das Cricketspielen in Deutschland ein wenig Normalität in ihr Leben zurück. Aber auch das deutsche Interesse am Cricket ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Unterschiedliche Auffassungen im religiösen und politischen Denken spielen dabei keine Rolle, auf dem Feld bilden die verschiedenen Nationen eine Einheit.

Die TGS Seligenstadt hat sein Anfang des Jahres eine Cricket-Abteilung. „Die Jungs spielten zuvor in Offenbach, waren auf der Suche nach einem geeigneten Trainings- und Spielgelände“, erklärt Vorstandsmitglied Marion Schaafhausen, bei der TGS für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Im Winter trainieren die Cricket-Spieler in der TGS-Halle, die Spieltage finden im städtischen Stadion in Seligenstadt statt. Am vergangenen Sonntag unterlagen die Seligenstädter im Halbfinale um die hessische Meisterschaft der Hessischen Cricket Union (HCU) bei Titelverteidiger SG Hainhausen mit 241:316. „Das ist sehr schade. Aber die Jungs kommen noch“, ist Marion Schaafhausen zuversichtlich. „Die Cricket-Abteilung hat sich sehr gut in der TGS integriert, die Mitglieder engagieren sich auch bei Abteilungsübergreifenden Aktivitäten des Vereins sehr aktiv, sie sind da sehr rührig“, ist Schaafhausen voll des Lobes.

Wie aber funktioniert Cricket? Cricket ist ein dem Baseball ähnliches Schlagballspiel mit zwei Mannschaften. Es dreht sich alles um das Duell zwischen dem Werfer (Bowler) und dem Schlagmann (Batsman). Die angreifende Mannschaft hat nur die beiden Schlagmänner auf dem Feld, die verteidigende Mannschaft alle Spieler. Die beiden Schlagmänner (Batsmen) stehen sich auf dem Pitch (ein Streifen von etwa 20 Metern Länge) gegenüber. Hinter den beiden Spielern befinden sich die beiden Wicket-Keeper. Der Spieler der gegnerischen Mannschaft wirft den Ball aus etwa 20 Metern in Richtung des Wickets der anderen Mannschaft. Der Schlagmann davor versucht, den Ball mit seinem Schläger abzuwehren, und möglichst weit und unerreichbar für die gegnerische Mannschaft wegzuschlagen. Die Spieler der gegnerischen Mannschaft sind auf dem ganzen Spielfeld verteilt und versuchen den Ball so schnell wie möglich zum gegnerischen Wicket zu befördern.

Nach dem unglücklichen Scheitern in Hainhausen nehmen die Mannen um Abteilungsleiter Rouf Abdul im nächsten Jahr einen neuen Anlauf, um in Hessens Spitze mitzumischen. So lange gibt es die Abteilung schließlich noch nicht.

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