Devils kämpfen um den Klassenerhalt

Den Korb im Visier: Die Basketballer des SC Steinberg (rotes Trikot) kämpfen in der Bezirksliga Frankfurt um den Klassenerhalt.
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  • hochgeladen von Paul Lohse

Steinberg - Endspielstimmung bei den Devils, den Basketballern des SC Steinberg. Zwei Spieltage stehen in der Bezirksliga Frankfurt noch aus und noch haben sich die Steinberger, die aktuell den vorletzten Rang und damit einen der beiden Abstiegsplätze einnehmen, im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben.

Aber der Reihe nach. Basketball hat in Steinberg Tradition. Doch erst nach einigen Jahren ohne große Erfolge fand sich zur Saison 2012/2013 eine neue ambitionierte Mannschaft zusammen. „Das waren alles Spieler, die einen Bezug zu Dietzenbach oder dem SC Steinberg hatten“, erinnert sich der heutige Kapitän der Mannschaft, Fabian Schmidt. Im ersten Jahr hatten die Steinberger nicht einmal einen Trainer, dafür aber einen eigenen DJ, der an den Heim-Spieltagen für die musikalische Unterstützung sorgte. „Der Gesamtvorstand hat damals herzlich gelacht“, verweist Schmidt auf ein Foto, in dem die Mannschaft zwar ohne Trainer, aber eben mit DJ abgebildet ist. Nach Platz sechs im ersten Jahr in der B-Liga stieg die Mannschaft unter Abteilungsleiter und Spielertrainer Nikola Radenkovic ein Jahr später in die Kreisliga A auf. Später folgte als neuer Trainer Marcus Aquilla. In der A-Liga ging es immer ein Stückchen weiter nach oben: 2015 Platz vier, 2016 Platz drei und 2017 Platz zwei und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Gegen die TSG Sulzbach gewannen die Steinberger das Hinspiel in eigener Halle mit 57:43 und ließen auch im Rückspiel nichts anbrennen. In Sulzbach behielten die Devils mit 73:70 die Oberhand und stiegen in die Bezirksliga auf – die höchste Spielklasse, in der jemals eine Steinberger Seniorenmannschaft aktiv war.

„Im ersten Bezirksliga-Jahr haben wir lange Zeit sogar um den Aufstieg mitgespielt. Am Ende sind wir dann ein bisschen eingebrochen und belegten den vierten Platz“, erzählt Fabian Schmidt. In der aktuellen Runde allerdings läuft es nicht so gut. Vor Rundenbeginn verließen Leistungsträger aus beruflichen Gründen die Mannschaft, junge Spieler suchten bei höherklassigen Vereinen eine neue Herausforderung. Zwar kamen auch neue Spieler – ebenfalls mit einem Bezug zu Dietzenbach – hinzu, „bis sich so eine neue Mannschaft aber gefunden hat, braucht es seine Zeit“, sagt Schmidt. Und so kämpfen die Steinberger in der Spielzeit 2018/2019 um den Klassenerhalt.

Vor drei Wochen stand für die Devils das wichtige Spiel beim direkten Konkurrenten Teutonia Hausen an. Nach einer bis dato schwachen Saison war beim SC endlich wieder ein gutes Gefühl eingekehrt. Ein Gefühl, das die Mannschaft aus den Vorjahren kannte und bis dato in dieser Saison vermisst hatte. „Wir sind hoch motiviert in das Spiel gegangen und hatten das Gefühl, alles selbst in der Hand zu haben“, sagt Schmidt. Steinberg führte, doch am Ende saß die Stamm-Fünf komplett foulbelastet auf der Bank – und die Steinberger verloren noch mit 72:80. „Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt fast schon perfekt geworden“, erklärt der Kapitän, der gleichzeitig stellvertretender Abteilungsleiter ist. Doch die Steinberger ließen sich nicht hängen und feierten eine Woche später bei der Basketball Community 069 Frankfurt, ebenfalls ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, mit einem 61:47-Erfolg ein fast schon sensationelles Comeback. Bei nur zwei Punkten Rückstand ist der Klassenerhalt noch erreichbar. „Jetzt gilt es, als Team zusammenzuhalten. Ich hoffe, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen. Ich denke aber, dass das Team nicht auseinanderbricht, auch wenn wir absteigen sollten“, meint Schmidt.

An diesem Sonntag, 18.15 Uhr, treffen die Steiberger in der Sporthalle der heimischen Heinrich-Mann-Schule auf den Tabellenvierten TSV Bonames. Ein Gegner, der durchaus zu schlagen ist. „Die Trainingseindrücke waren sehr gut“, sagt Fabian Schmidt. Ihr letztes Saisonspiel bestreiten die Devils, die in dieser Spielzeit neben der ersten Vertretung im zweiten Jahr auch eine zweite Mannschaft stellen, am 10. März beim Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt 2.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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