Duell mit Kumpel Hofmann fällt aus

Ganz schön zur Sache ging es im Derby zwischen den Sportfreunden Seligenstadt und dem VfB Offenbach. Rechts der Offenbacher Christopher Reinhard, vorne Seligenstadts Dominik Marton. Hinten links: Jan Hertrich, mit dem Reinhard einst gemeinsam bei den Sportfreunden in der Hessenliga spielte.
  • Ganz schön zur Sache ging es im Derby zwischen den Sportfreunden Seligenstadt und dem VfB Offenbach. Rechts der Offenbacher Christopher Reinhard, vorne Seligenstadts Dominik Marton. Hinten links: Jan Hertrich, mit dem Reinhard einst gemeinsam bei den Sportfreunden in der Hessenliga spielte.
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  • hochgeladen von Paul Lohse

Offenbach - Der Offenbacher Christopher Reinhard (33) galt zu Beginn seiner Aktiven-Fußballkarriere als einer der größten Talente auf der linken Außenbahn, spielte seinerzeit unter Friedhelm Funkel bei der Frankfurter Eintracht. Der ehemalige U20-Nationalspieler (sieben Einsätze) absolvierte unter anderem neun Bundesliga- und 37 Zweitliga-Begegnungen für die Riederwälder und den FC Ingolstadt.

Eine Reihe von Verletzungen warfen ihn aber immer wieder zurück, nach einem Engagement bei Eintracht Trier wechselte er 2010 zum damaligen Verbandsligisten TGM SV Jügesheim, mit dem er unter dem neuen Trainer Lars Schmidt direkt den Titel holte und in die Hessenliga aufstieg. Nach einem weiteren Jahr bei der TGM SV wechselte Reinhard 2012 Richtung Sachsen-Anhalt. Nach drei Jahren beim 1. FC Magdeburg und Germania Halberstadt kehrte er 2015 in die Region zurück, heuerte beim damaligen Hessenligisten Sportfreunde Seligenstadt an. Nach einem Zwischenstopp beim A-Ligisten Germania Bieber spielt er seit dieser Saison beim Kreisoberligisten VfB Offenbach.

Am vergangenen Samstag gab es für Reinhard ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein Sportfreunde Seligenstadt. Reinhard, der während seiner Zeit bei der Eintracht auch einige Zeit in Mühlheim wohnte, mittlerweile aber in Offenbach-Waldheim zu Hause ist, kehrte mit dem VfB Offenbach zum Kreisoberliga-Duell an seine alte Wirkungsstätte zurück, verlor das Spitzenspiel aber mit 1:4 (1:2). Während die Sportfreunde damit nach Punkten wieder zu Spitzenreiter TSG Mainflingen aufschlossen, rutschten die Offenbacher auf den sechsten Platz ab. „Zu Beginn waren wir die bessere Mannschaft, dann fiel der unnötige erste Gegentreffer“, blickte der Mittelfeldspieler auf die Partie vor rund 150 Zuschauern zurück. Zwar glichen die Offenbacher durch Bastian Zinser in der 40. Minute aus, die Freude über den Ausgleich dauerte aber nur drei Minuten, dann verwandelte Reinhards ehemaliger Hessenliga-Mitpieler Jan Hertrich einen Strafstoß zum 2:1 für die Sportfreunde. „Das war eine dumme Aktion, die Situation müssen wir vorher klären“, stellte Reinhard fest. Nach der Ampelkarte für Offenbachs Marvin Leppin (65.) und dem 3:1 durch den Sekunden zuvor eingewechselten Jannis Beck, der mit seiner ersten Ballberührung erfolgreich war (71.), war die Partie entschieden, „die Sportfreunde haben das dann clever runter gespielt“, meinte Reinhard.

Trotz der Niederlage machte Christopher Reinhard einen zufriedenen Eindruck. Kein Wunder: „Es macht einfach Spaß, endlich wieder schmerzfrei Fußball zu spielen.“ Kleine Verletzungen und muskuläre Probleme hatten ihn vor allem zu seiner Seligenstädter Zeit immer wieder zurückgeworfen. Am Samstag machte der Ex-Profi im Trikot des VfB im Vergleich mit seinen Mitspielern den fittesten Eindruck – und machte bis zum Schlusspfiff auch richtig Dampf. Allerdings stelle er fest: „Und hat ein bisschen der letzte Wille gefehlt.“ Beim VfB fühlt er sich grundsätzlich aber sehr wohl. „Es macht hier viel Spaß, in Peter Lack haben wir den besten Trainer im Umkreis – gemeinsam mit Lars Schmidt“, sagte Reinhard. Unter Schmidt, ehemaliger Bundesliga-Profi beim Karlsruher SC und Mainz 05, stieg Christopher Reinhard mit Jügesheim nicht nur in die Hessenliga auf, Schmidt holte ihn auch 2015 nach Seligenstadt.

Ausgefallen ist am vergangenen Wochenende allerdings das Duell mit seinem Kumpel Patrick Hofmann, der Flügelflitzer der Sportfreunde pausierte verletzungsbedingt. Die beiden kennen sich von Kleinauf an, spielten gemeinsam in Jügesheim, Seligenstadt und bei Germania Bieber. „Gegeneinander zu spielen wäre schon komisch, bisher waren wir immer in der gleichen Mannschaft. Er weiß genau, was ich auf dem Platz mache. Und ich weiß genau, was er macht“, sagte Reinhard. Am Sonntag, 5. Mai 2019, findet das Rückspiel am Offenbacher Bierbrauerweg statt...

Angesichts des deutlichen Rückstandes auf das Spitzenduo aus Mainflingen und Seligenstadt – am vergangenen Wochenende waren es satte zehn Punkte, allerdings trafen die Offenbacher bereits unter der Woche im Verfolgerduell auf die SG Egelsbach – wird es für den VfB schwer, noch einmal in das Titelrennen einzugreifen. Grundsätzlich sieht Christopher Reinhardt aber alles Topteams – neben Mainflingen und den Sportfreunden auch Egelsbach und den 1. FC Langen ebenso wie den VfB Offenbach in der Lage, bis zum Rundenende oben mitzuspielen.

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