FCD in der Breite besser aufgestellt

Hoffen auf eine erfolgreiche Aufholjagd: Werner Marquardt (links) und Dragan Reljic (rechts), sportlicher Leiter und Trainer beim Gruppenligisten FC Dietzenbach.
  • Hoffen auf eine erfolgreiche Aufholjagd: Werner Marquardt (links) und Dragan Reljic (rechts), sportlicher Leiter und Trainer beim Gruppenligisten FC Dietzenbach.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Dietzenbach – Die Tabelle lügt nicht. Mit mageren neun Punkten rangiert der FC Dietzenbach in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits zehn Punkte. Zweimal hatten die Dietzenbacher zuletzt das Glück auf ihrer Seite. Sowohl in der Saison 2016/2017 als auch in der vergangenen Spielzeit 2017/2018 sicherten sich die Kreisstädter in letzter Sekunde den Klassenerhalt. Nun scheint sie dieses Glück verlassen zu haben.

Nach dem unglücklichen Scheitern in der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd in der Runde 2015/2016 gegen die Usinger TSG (1:3) und den VfR Fehlheim (2:5) verließen einige Spieler den Verein. Im Sommer 2018 folgten weitere Rückschläge: In Roland Pauna (zu Rot-Weiss Frankfurt in die Verbandsliga Süd) und Janis Wagner (zum Ligarivalen SG Nieder-Roden) verließen zwei Spieler den Fußballclub, die in der Vorsaison gemeinsam 39 der 53 Dietzenbacher Saisontore erzielten. Zudem schloss sich Kapitän Marcus Seidelmann wie auch Dominik Fetr dem A-Ligisten Susgo Offenthal an. Der ehemalige Egelsbacher Regionalliga-Spieler Dragan Reljic, der die Dietzenbacher bereits in der zwölften Saison trainiert, war in seinem Job beim FCD wahrlich nicht zu beneiden. Lediglich zwei Siege verbuchten die Dietzenbacher, die mit 19 Toren den schlechtesten Angriff sowie mit 58 Gegentreffern gemeinsam mit dem VfR Wenings die schlechteste Defensive stellen, im bisherigen Saisonverlauf in 20 Partien.

Aufgegeben haben die Kreisstädter – auch mit Blick auf die Erfahrungen in den vergangenen Jahren – jedoch noch nicht. „Wir wollen und werden noch etwas tun“, sagte Werner Marquardt, sportlicher Leiter des FCD, Mitte Januar. Und die Dietzenbacher wurden noch einmal aktiv. Vom krisengeschüttelten Süd-Verbandsligisten Sandzak Frankfurt wechselten in Torhüter Elvis Nurkovic und Mittelfeldspieler Geith Hammad zwei Stammspieler nach Dietzenbach. Abwehrspieler Tunc Senel spielte zuletzt beim 1. FC/TSG Königstein, Adrian Neagu beim Offenbacher Kreisligisten Germania Bieber. Mutea Al Khouja gehörte bereits zu Rundenbeginn zum Kader des FC, wurde nach einem Handbruch aber zweimal operiert und feiert jetzt sein Comeback. Der erst 19-jährige Mouatassi Nouhou Karroch kam bereits im Sommer vergangenen Jahres aus der Jugend der TS Ober-Roden nach Dietzenbach, war aber gesperrt und kam somit erst zu einem Einsatz für die Kreisstädter. Auch er soll in der zweiten Saisonhälfte weiter an die Gruppenliga herangeführt werden. Verlassen hat den Verein dagegen Uzay Kolbueken, der aus privaten Gründen sportlich etwas kürzer treten will. Der Linksverteidiger wechselte zum A-Ligisten TSV Heusenstamm.

„In der Breite sind wir besser aufgestellt. Wichtig war, dass wir in der Defensive etwas getan haben“, sagt Marquardt. Den erhofften Torjäger konnten die Dietzenbacher allerdings nicht verpflichten, „da war nichts zu machen“, bedauert der sportliche Leiter, der aber noch eine Joker in der Hinterhand hält: Eventuell hilft der ehemalige FCD-Stürmer Ivan Pavic, den es vor zwei Jahren aus beruflichen Gründen nach Kassel gezogen hatte, bis zum Sommer bei seinem Ex-Klub aus. „Wichtig ist, dass wir einen guten Start hinlegen“, sagt Marquardt mit Blick auf die verbleibenden zwölf Saisonspiele. Im März treffen die Dietzenbacher in Kickers Obertshausen, der SG Altenhaßlau/Eidengesäß, Germania Klein-Krotzenburg und dem VfR Wenings gleich auf vier Konkurrenten, die ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfen.

Nicht zur Debatte steht übrigens Trainer Dragan Reljic. „Mit seiner Arbeit sind wir sehr zufrieden. Er bleibt definitiv bis zum Rundenende“, erklärt Marquardt. Auch auch für die neue Saison – ob Gruppen- oder Kreisoberliga – ist der ehemalige Egelsbacher erster Ansprechpartner der FCD-Verantwortlichen. Der Klassenerhalt ist das Ziel der Dietzenbacher, doch auch bei einem Abstieg in die Kreisoberliga geht die Welt nicht unter. Zumal die Zukunftsperspektiven gut sind. Der FCD bekommt einen Kunstrasen, zudem wechseln erstmals seit einigen Jahren im Sommer wieder einige Jugendspieler in den Seniorenbereich. Der FCD sieht sich also gut gerüstet: Für die Rückrunde, für die kommende Saison und für die nächsten Jahre.

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