Frauen hui, Männer wechseln den Trainer

Anna Schmitz (Mitte) und die HSG Dietzenbach verabschiedeten sich als Tabellendritter der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau in die kurze Winterpause.
  • Anna Schmitz (Mitte) und die HSG Dietzenbach verabschiedeten sich als Tabellendritter der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau in die kurze Winterpause.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Dietzenbach – Mit höchst unterschiedlichen Gefühlen verabschiedeten sich die beiden Aushängeschilder der HSG Dietzenbach, die erste Damen- und die erste Herrenmannschaft, in die kurze Winterpause.

Bei den ersten Herren schepperte es in der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau kurz vor Weihnachten richtig. Nach sechs Niederlagen hintereinander trennte sich die HSG von Trainer Mirnes Bukvic. Mit dieser Negativserie rutschten die Dietzenbacher mit 12:16 Punkten auf den achten Tabellenplatz ab, nun droht die verunsicherte Mannschaft sogar in den Abstiegsstrudel abzugleiten. Dementsprechend zogen die HSG-Verantwortlichen nach Gesprächen mit dem Trainer und der Mannschaft die Reißleine. Wer Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall brauchen die Dietzenbacher aus Sicht der Vereinsführung neue Impulse, um aus dieser Misere herauszukommen.

Bukvic war in der Saison 2016/17 vom Trainer der zweiten Mannschaft zum Trainer der BOL-Truppe befördert worden und erreichte mit den Dietzenbachern den beachtlichen dritten Platz. Auch in dieser Saison wollte die HSG oben mitmischen. Doch das Thema ist erledigt, bei der HSG geht die Angst um, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur fünf Punkte. Dabei waren die Dietzenbacher mit 12:4 Punkten überzeugend in die Partie gestartet, überzeugten aber zunehmend spielerisch nicht mehr. Viel Zeit bleibt dem „Neuen“ jedenfalls nicht: Bereits am 13. Januar spielen die Dietzenbacher wieder um Punkte. Im Gastspiel beim Tabellenzehnten HSG Hanau 3 (11:17 Punkte) geht es gegen einen direkten Konkurrenten, der sich ebenfalls von den Abstiegsplätzen weiter entfernen will.

Deutlich besser sieht es bei den Frauen aus. Die Dietzenbacherinnen nehmen mit 17:3 Punkten den dritten Tabellenplatz ein, haben dabei zwei Partien Rückstand auf den Tabellenzweiten HSG Preagberg (20:4). Und auch Spitzenreiter HSG Hanau (20:2) liegt für die Schützlinge von Trainer Julian Wurm weiter in Reichweite. Nach der 21:28-Niederlage am zweiten Spieltag in Preagberg starteten die Dietzenbacherinnen die erhoffte Siegesserie, untermauerten mit sechs Siegen hintereinander ihre Ambitionen auf einen vorderen Tabellenplatz. Anfang Dezember kam Spitzenreiter Hanau zum Topspiel in die Philipp-Fenn-Halle, nach spannenden 60 Minuten trennten sich beide Seiten 21:21. Wobei die Dietzenbacherinnen 30 Sekunden vor Spielende noch 21:19 geführt hatten, die Grimmstädterinnen dann aber noch zweimal trafen und einen Punkt retteten. Mit einem 36:24 bei der abstiegsgefährdeten SG Bruchköbel 2 verabschiedete sich die HSG eine Woche später vorzeitig in die Winterpause.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden, das Team hat sehr gut mitgezogen“, meinte HSG-Trainer Julian Wurm, „nach der Niederlage im zweiten Spiel gegen Preagberg haben wir sehr gut gearbeitet und sind seitdem ungeschlagen. Wenn man gegen Hanau 30 Sekunden vor Spielende mit zwei Toren führt, muss man einfach gewinnen. Aber da kam dann einiges zusammen. Es sind noch viele Spiele zu absolvieren, wir haben alles weiter in der eigenen Hand. Wir gehen weiter unseren Weg. Wir schauen von Spiel zu Spiel, wollen Topleistungen bringen und schauen dann, was am Ende dabei herauskommt.“ Unter Druck lässt sich die HSG auch weiterhin nicht setzen.

Weiter geht es für die Dietzenbacherinnen am Sonntag, 14. Januar, mit einem Heimspiel gegen den TV Flieden, der mit 8:14 Punkten den zehnten Tabellenlatz einnimmt und damit nur einen Punkt vor den direkten Abstiegsplätzen rangiert.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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