Frühe Planungssicherheit

Ein typischer Patrick Hofmann: Den Gegner auf der linken Außenbahn ausgetanzt und dann ab Richtung Tor. So wie in dieser Szene gegen die SG Götzenhain. Beim 8:1-Sieg erzielte Hofmann vier Tore für Kreisoberliga-Meister Sportfreunde Seligenstadt.
  • Ein typischer Patrick Hofmann: Den Gegner auf der linken Außenbahn ausgetanzt und dann ab Richtung Tor. So wie in dieser Szene gegen die SG Götzenhain. Beim 8:1-Sieg erzielte Hofmann vier Tore für Kreisoberliga-Meister Sportfreunde Seligenstadt.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Seligenstadt – Die Sportfreunde Seligenstadt waren und sind – aller Unkrufe zum Trotz – in der Fußball-Kreisoberliga Offenbach das Maß aller Dinge und steigen völlig verdient als Meister nach nur einem Jahr direkt wieder in die Gruppenliga Frankfurt Ost auf. Und auch als Meister lassen die „Roten“ nichts anbrennen, am vergangenen Wochenende schossen sie den Abstiegskandidaten SG Götzenhain nach einem 0:1-Rückstand mit 8:1 vom Platz.

Trainer Thomas Epp ist voll des Lobes für seine Truppe. „Die Mannschaft hat ihre Einheiten durchgezogen, hat sich von Woche zu Woche mehr gefunden und ihre Aufgaben abgearbeitet.“ Und das zu großen Teilen ohne echten Stürmer, nachdem Torjäger Stanko Pavlovic (zwölf Treffer) bereits im Herbst den Verein wieder verließ und Thomas Höfling oft verletzt ausfiel. So musste Jan Hertrich, in der Hessenliga meist Linksverteidiger, im Angriff ran. „Denn Patrick Hofmann kommt über links oder spielt auch mal auf der Zehn“, sagt Epp. Der Flügelflitzer ist keiner, der wie Arjen Robben mit dem starken linken Fuß über die rechte Seite nach innen zieht, er geht links außen am Gegenspieler vorbei und dann Richtung Tor. Aber auch Hofmann war oft angeschlagen, erzielte dennoch 21 Saisontore. Gegen Götzenhain antwortete er nach dem 0:1-Rückstand mit einem Hattrick, damit war die Partie zur Pause entschieden. Nach dem Wechsel schossen die Sportfreunde die SGG dann endgültig ab.

„Es waren keine knappen Spiele dabei, nach 70 Minuten war das Thema immer erledigt“, beschreibt Thomas Epp die Überlegenheit der „Roten“, in dieser Saison. Ein echter Gewinn für die Seligenstädter war in dieser Hinsicht der ehemalige Hessenliga-Spieler Nikola Milankovic (TSV Lehnerz), der der Defensive viel Sicherheit verlieh und „in dieser Klasse überragte“, meint Epp, „ich hätte nicht gedacht, dass wir so früh durch sind.“ Bereits am fünftletzten Spieltag hatten sich die „Roten“ mit einem 5:1-Sieg im Spitzenspiel gegen den ärgsten Verfolger TSG Mainflingen vorzeitig den Titel gesichert. „Der frühe Titel hat uns frühzeitig die nötige Planungssicherheit gegeben“, sagt Epp, „ich bin froh, dass wir durch sind, noch eine Saison Kreisoberliga hätte ich nicht mitgemacht“, freut sich der ehemalige Profi vor allem über eines: Dass in der Gruppenliga wieder mit Schiedsrichtergespann gespielt wird und die lästige Abseitsdiskussionen wegfallen.

Marcus Willand will in Zukunft etwas kürzer treten und schließt sich der SG Langstadt/Babenhausen an. Bei den Neuzugängen genießt die Suche nach einem Spieler für die rechte Außenbahn und zwei Stürmern Priorität. „Für die Gruppenliga muss das Gesamtpaket passen“, sagt Epp mit Blick auf sein Personal für die kommende Runde. „Die Gruppenliga ist schwerer zu spielen als die Verbandsliga. Das sind zwei, drei Partien dabei, in denen bestehst du nur mit absoluter Robustheit.“

„Man muss auch einmal die Art und Weise sehen, wie die Mannschaft Meister geworden ist“, verweist Epp auf 25 Siege in bisher 28 Partien, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage. Gegen die Topteams Langen, Neu-Isenburg und VfB Offenbach, die vor der Saison als Titelkandidaten genannt wurden, holten die „Roten“ 18 von 18 möglichen Punkten. Und auch in den verbleibenden Partien will sich der Meister keine Blöße geben. „Wir wollen uns vernünftig aus der Liga verabschieden. Wenn wir gegen Götzenhain verloren hätten oder jetzt gegen die „Blauen“ verlieren, ist das Geschrei groß“, erklärt Epp. Ebenso wie die Götzenhainer kämpft auch Nachbar Sportvereinigung, der an diesem Samstag, 18., um 17.30 Uhr zum Derby zu den „Roten“ kommt, um den Klassenerhalt. Wobei den „Blauen“ nur noch ein kleines Wunder hilft. Sprich: Eine Überraschung im Derby.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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