TSG Mainflingen nach Fehlstart wieder in der Spur
Fünfkampf bis zum Rundenende

Mainflingens Bilal El Assraoui (rechts) im Zweikampf mit Marco Teich (Teutonia Hausen). Beide Mannschaften mischen in der Spitzengruppe der Kreisoberliga mit.
  • Mainflingens Bilal El Assraoui (rechts) im Zweikampf mit Marco Teich (Teutonia Hausen). Beide Mannschaften mischen in der Spitzengruppe der Kreisoberliga mit.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Mainflingen – Der Fußball-Mainpokal. Fluch oder Segen? Die Spvgg. Seligenstadt stieg nach ihrem Triumph 2018 am Ende der Spielzeit 2018/2019 aus der Kreisoberliga in die A-Klasse ab. Und der aktuelle Champion TSG Mainflingen legte in der Kreisoberliga – nach Platz drei am Ende der vergangenen Runde – einen Katastrophenstart mit drei Pleiten hintereinander hin, schied zudem mit einer 2:6-Klatsche gegen den Ligarivalen SV Dreieichenhain aus dem Kreispokal aus.

Doch die Mainflinger fingen sich schnell, kletterten in der Tabelle Rang um Rang nach oben und liegen mit Beginn der Winterpause als Vierter (punktgleich mit dem Dritten Teutonia Hausen) nur drei Punkte hinter Spitzenreiter TSG Neu-Isenburg zurück. „Bis auf die ersten drei Partien bin ich sehr zufrieden“, sagt Marco Schwarzkopf, mittlerweile im sechsten Jahr als Trainer in Mainflingen tätig. „Wir haben uns in die Runde rein gekämpft, hatten dann auch Mal das nötige Spielglück. Bei dem einen oder anderen hatte zuvor sicherlich zu viel Mainpokal-Euphorie mitgespielt“, meint Schwarzkopf. Zudem spielte die TSG nicht mehr ganz so offensiv ausgerichtet wie zum Rundenstart – unter anderem gab es am dritten Spieltag vor eigenem Publikum eine 4:7-Niederlage gegen den VfB Offenbach –, was sich als richtiger Schritt erwies. Die TSG blieb in 13 Partien hintereinander ungeschlagen, feierte dabei acht Siege in Serie. „Dass wir zur Winterpause nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter liegen, hätte ich nicht gedacht“, gibt Schwarzkopf zu.

Rein sportlich verfügt die TSG über einen herausragenden Kader, der in der Kreisoberliga seinesgleichen sucht. „Natürlich ist der eine oder andere Mal enttäuscht oder sauer, wenn er in der zweiten Mannschaft spielen muss“, sagt Schwarzkopf, dem es dennoch gelungen ist, für Ruhe im Starensemble zu sorgen. Und die zweite Mannschaft – aktuell Zehnter der Kreisliga B Offenbach Gruppe 2 – profitiert von den Abstellungen aus dem KOL-Kader.

Die beiden besten Torjäger der TSG sind aktuell Enrico Di Natale und Kevin März, die beide bisher zehn Treffer erzielten. Youngster März gehört für Schwarzkopf zu den positiven Überraschungen im bisherigen Saisonverlauf. Ebenso wie die beiden Sechser Henrik Drinhaus und Lukas Quint. Beide waren zu Rundenbeginn nicht gesetzt, erkämpften sich aber ihren Platz in der Stamm- und Startformation. „Ohne die Leistungen der anderen Spieler zu schmälern, aber diese Drei haben einen großen Sprung gemacht“, lobt der TSG-Trainer.

Insgesamt beurteilt Schwarzkopf „die Liga ausgeglichener als in der vergangenen Saison. Wir haben nicht ein, zwei Mannschaften, die vorne weg marschieren, sondern fünf bis sechs, das sorgt für viel Spannung.“ So kann eine der Spitzenmannschaft auch mal ein Spiel verlieren und bleibt dennoch im Rennen. Denn auch die Konkurrenz um die vorderen Plätze lässt immer wieder überraschend Federn. „Das wird sicherlich auch so bleiben“, erwartet Schwarzkopf einen spannenden Fünfkampf mit der TSG Neu-Isenburg, dem VfB Offenbach, Teutonia Hausen, dem SV Dreieichenhain und seinen Mainflingern bis zum letzten Abpfiff.

Trotz der guten ersten Halbserie verstärken sich die Gelb-Schwarzen im Winter noch einmal. In Rouven Gast kehrt ein echter Mainflinger vom Gruppenligisten Bayern Alzenau 2 zu seinem Heimatverein zurück – und soll wie einst sein Vater Thorsten viele Tore für die TSG schießen. Zwei weitere Spieler habend die Mainflinger noch im Visier. Eine Verpflichtung hängt allerdings auch davon ab, ob der eine oder andere Spieler die TSG während der Winterpause verlässt. Auf jeden Fall will der Tabellenvierte und amtierende Mainpokal-Sieger mit Schwung (am Montag, 27. Januar, geht es wieder mit dem Training los) in das neue Jahr starten. Und nicht wieder mit drei Niederlagen.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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