Fußball ist kein Wunschkonzert

Andreas Griesenbruch, Vorsitzender des VfB Offenbach, ist mit dem bisherigen Abschneiden des VfB in der Kreisoberliga Offenbach sehr zufrieden. Am Ende dürfte Platz vier herausspringen.
  • Andreas Griesenbruch, Vorsitzender des VfB Offenbach, ist mit dem bisherigen Abschneiden des VfB in der Kreisoberliga Offenbach sehr zufrieden. Am Ende dürfte Platz vier herausspringen.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Offenbach – Seit Januar 2016 hat Andreas Griesenbruch, langjähriger Torwart bei Germania Bieber, den Sportfreunden Seligenstadt, Viktoria Aschaffenburg und Kickers Offenbach, den Vorsitz beim Offenbacher Fußball-Kreisoberligisten VfB Offenbach inne. Im Sommer 2016 stieg der VfB unter Trainer Peter Lack erstmals seit neun Jahren wieder in die höchste Offenbacher Spielklasse auf. Nach Platz sechs in der Saison 2016/2017 fehlen dem VfB aus den verbleibenden beiden Partien nur noch zwei Punkte, um sich den vierten Platz zu sichern. MEIN SÜDHESSEN sprach vor dem Stadtderby gegen die abstiegsgefährdete SG Wiking mit Andreas Griesenbruch.

Herr Griesenbruch, nach Platz sechs im ersten Kreisoberliga-Jahr winkt dem VfB nun Platz vier. Wie sind Sie mit dem Verlauf der Spielzeit 2017/2018 zufrieden?
Wir, also auch Trainer Peter Lack, sind sehr zufrieden, denn Platz vier war nicht zu erwarten. Wir fühlen uns als Tabellenführer des Mittelfeldes ganz wohl. Wenn man Mannschaften wie die Spvgg. Dietesheim oder auch Germania Bieber hinter sich lässt, kann man schon von einem Erfolg sprechen. Dazu kommt noch die Entwicklung der Mannschaft. Wir haben deutlich an Disziplin gewonnen, kassierten bisher erst eine Rote und eine Gelb-Rote Karte. Auch damit sind wir sehr zufrieden.

Der VfB befindet sich mitten in den Derby Wochen. Vergangene Woche Germania Bieber, nun geht es gegen die SG Wiking…
Derbys zu spielen, ist immer schön. Sie aber zu gewinnen, das ist wichtig. Wenn man als Gewinner aus einem Derby herausgeht, ist das immer etwas Besonderes. Ich wollte auch früher als Spieler immer alle Derbys gewinnen. Wir haben in dieser Saison bisher kein Derby verloren, gegen den FC Fortuna nur einmal unentschieden gespielt. Auch das hat einen gewissen Stellenwert für uns. Wenn uns jetzt auch noch gegen die SG Wiking ein Sieg gelingt, wäre das ein toller Abschluss. Vier Offenbacher Mannschaften in der Kreisoberliga sind eine tolle Sache. Aber ich schaue auch nach unten: Das ist mit der DKJ Sparta Bürgel in der A-Liga 1 eine weitere Offenbacher Mannschaft dabei, die aufsteigen kann. Das wäre ein prima Sache.

Im ersten Jahr Platz sechs, nun voraussichtlich Platz vier. Wohin führt der weitere Weg des VfB Offenbach?

Was die ersten Drei in dieser Liga geleistet haben, ist schon enorm. Der SV Pars hat die beste Mannschaft der Liga, Nieder-Roden den besten Mix aus Alt und Jung, zudem verfügt die SGN über einen sehr guten Zusammenhalt, ist sehr homogen. Und die TSG hat immer wieder sehr gute Fußballer in ihren Reihen. Diese Konstellation habe ich bereits vor Rundenbeginn ganz vorne erwartet, dazu Dietesheim und Germania Bieber. Und den FC Offenthal sollte man nicht vergessen, der mit die spielstärkste Mannschaft dieser Liga hat. Unglaublich, dass die nur Zwölfter sind. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert. Der VfB entwickelt sich seit vier Jahren stetig weiter, das wollen wir auch im fünften und sechsten Jahr machen. Wir wollen den Jungs, die bei uns spielen, eine gute Perspektive bieten, sie sollen aber auch Spaß haben. Mir hat mal jemand gesagt: Das zweite Jahr in einer neuen Liga ist das schwerste. Vielleicht ist es bei uns ja das dritte. In dieser Liga musst du einfach aufpassen, in welchen Strudel du gerätst. Der kann nach oben, aber auch nach unten führen. Ich wünsche mir, dass wir in der kommenden Saison so erfolgreich Fußball spielen wie in dieser. Und vielleicht noch den einen oder anderen Punkt mehr holen, um die ganz oben noch mehr zu ärgern. Immerhin haben wir auch in dieser Saison sowohl Nieder-Roden als auch die TSG Neu-Isenburg jeweils einmal geschlagen.

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