Handballerinnen fehlt noch ein Punkt zum Titel

Nadine Seitel und der HSG Dietzenbach fehlen noch ein Punkt zum Titelgewinn in der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau. Heute Abend gegen Bruchköbel könnte es so weit sein.
  • Nadine Seitel und der HSG Dietzenbach fehlen noch ein Punkt zum Titelgewinn in der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau. Heute Abend gegen Bruchköbel könnte es so weit sein.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Dietzenbach – Was für ein Spieltag für die Handballerinnen der HSG Dietzenbach! Der Tabellenführer meisterte die schwere Auswärtsaufgabe beim Tabellenvierten HSG Rodgau Nieder-Roden II mit einem 21:20 (11:9)-Sieg. Gleichzeitig verlor der Tabellenzweite HSG Hanau das Spitzenspiel gegen den Drittplatzierten HSG Preagberg nach einer 13:8-Pausenführung noch mit 20:23. Zwei Spieltage vor Rundenende weisen die Dietzenbacherinnen drei Punkte Vorsprung auf Hanau auf und benötigen aus dem Heimspiel am Samstag, 21., um 17.30 Uhr gegen die SG Bruchköbel 2 noch einen Zähler, um sich den Titel zu sichern. Denn den direkten Vergleich gegen die Grimmstädterinnen hat die HSG mit 21:21 und 24:20 zu ihren Gunsten entschieden.

„Unser Motto heißt: Es liegt an uns selbst“, sagt Nadine Lang, Spielführerin der Dietzenbacher Damen. „Wir haben alles in der eigenen Hand, so auch das Spiel in Nieder-Roden.“ Nadine Lang spielt seit 24 Jahren Handball. Die Dietzenbacherin startete ihre Karriere bei der SG, spielte anschließend für die HSG Dietzenbach. „Ich bin aber nur die zweitälteste Spielerin im Kader. Tram Nguyen ist älter, sieht aber jünger aus“, schmunzelt die 35-Jährige, die unter Trainer Julian Wurm seit drei Jahren die Mannschaft anführt.

In Nieder-Roden standen die Dietzenbacherinnen vor einer schweren Aufgabe. „Derby, dazu haben die einen Trainerfuchs und in Nieder-Roden ist es ohnehin immer schwer“, zählt Nadine Lang auf. Und die 29:30-Niederlage am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison, als es allerdings für den Tabellenzweiten Dietzenbach um nichts mehr ging, war natürlich auch noch in den Köpfen der Spielerinnen aus der Kreisstadt. „Wir waren sehr aufgeregt, weil wir uns keinen Patzer erlauben durften“, blick Lang zurück. Das war auch auf dem Parkett zu spüren. In der spannenden Partie hatten die Dietzenbacherinnen meist mit zwei bis vier Toren die Nase vorne, ehe Nieder-Roden eine Viertelstunde vor Spielende beim 14:15 wieder bis auf einen Treffer heran war. Beim Stand von 19:20 erzielte Anna Schmitz 30 Sekunden vor dem Abpfiff den entscheidenden 21. Treffer für die Gäste. „Wir haben nicht das gezeigt, was wir können. Daher waren wir auch super glücklich über die beiden Punkte“, erklärt Nadine Lang.

„Das Hanau-Spiel war super“, blickt Nadine Lang auf den 24:20-Sieg im Februar im Gipfeltreffen beim damaligen Spitzenreiter zurück. Doch ab diesem Zeitpunkt waren die Dietzenbacherinnen nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte. „Das war ein ungewohntes Gefühl. Und dann haben wir nicht mehr so stark gespielt wie zuvor. Wir haben uns schwerer getan, mehr Chancen vergeben als in den Partien zuvor“, stellt Lang fest. Doch der Tabellenführer meisterte auch diese Drucksituationen und holte weiter seine Punkte – auch in Nieder-Roden.

„Noch ein Punkt und wir sind aufgestiegen“, sagt die HSG-Spielführerin, „wenn der Druck nachlässt, bringen wir sicherlich auch wieder bessere Leistungen.“ Eines ist klar: Gegen den Tabellensiebten Bruchköbel wollen die Dietzenbacherinnen die Meisterschaft endgültig eintüten, den Sack zumachen. Der Aufstieg ist das große Ziel der HSG. „Da hängt viel dran“, erklärt Nadine Lang, „für uns, aber auch für den Trainer. Julian Wurm investiert unheimlich viel Herzblut, das ist im Damenhandball sehr selten“, weiß Nadine Lang. Und so wollen die Dietzenbacherinnen den Titel nicht nur für sich, sondern vor allem auch für ihren Trainer holen. Heute Abend, kurz vor 19 Uhr, könnte es soweit sein.

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