Heimbilanz muss besser werden

Kapitän Stefan Schweier (links) steht dem JSK Rodgau in der kommenden Gruppenliga-Saison nicht mehr zur Verfügung.
  • Kapitän Stefan Schweier (links) steht dem JSK Rodgau in der kommenden Gruppenliga-Saison nicht mehr zur Verfügung.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Jügesheim – Dass der JSK Rodgau die Saison 2017/2018 in der Gruppenliga Frankfurt Ost als Tabellendritter beenden würde, stand bereits vor dem letzten Saisonspiel gegen die Sportfreunde Seligenstadt fest. Dass es aber noch einmal derart dramatisch werden würde – wenn auch nicht für die Rodgauer -, damit hatte wohl niemand gerechnet. Denn die Jügesheimer warfen noch einmal alles in die Waagschale und sicherten sich nach zuletzt mäßigen Leistungen einen verdienten 2:1 (1:0)-Sieg. Der zur Folge hatte, dass die Sportfreunde, die wenige Tage vor der Partie beim JSK noch den Trainer gewechselt hatten (Abteilungsleiter Sven Kittler übernahm für Thomas Marton), in die Kreisoberliga Offenbach absteigen. Bitter für die Seligenstädter, die sich erst im vergangenen Sommer aus der Hessenliga freiwillig in die Gruppenliga zurückgezogen hatten.

Die Rodgauer jedenfalls verspielten im Saisonendspurt eine mögliche Meisterschaft, ebenso die mögliche Teilnahme an der Aufstiegsrunde und belegten zum dritten Mal hintereinander den dritten Platz (2016 noch als TGM SV Jügesheim). JSK-Trainer Andreas Humbert analysiert: „Wir haben eine stabile Defensive, ein gutes Mittelfeld und spielen guten Fußball.“ Aber gegen defensiv agierende Mannschaften hatten die Rodgauer in der laufenden Saison immer wieder Probleme. Mit zwei Angreifern war der JSK in die Spielzeit 2017/2018 gestartet. Doch Florent Hajzeraj musste bereits nach wenigen Wochen aus disziplinarischen Gründen gehen, Yassin Attal fiel mit einem Kreuzbandriss aus. Somit musste in Dominik Fischer ein Mittelfeldspieler ganz vorne ran. Als dann aber auch noch Fabian Büttner und Dominik Goetze ausfielen, fehlte den Jügesheimern in der Offensive die nötige Kreativität, Fischer stellte mit 15 Toren den besten Torschützen des JSK. Eigentlich eine gute Ausbeute, für eine Mannschaft, die Erster oder Zweiter werden will, aber zu wenig. Wie man aber im Umfeld der Jügesheimer hört, wird sich zur neuen Saison ein bisschen was in der Offensive tun, der Kader soll breiter (und besser) aufgestellt werden. Nämlich so, dass die Jügesheimer endlich auch einmal Meister werden.

Arbeit kommt auf Trainer Andreas Humbert allerdings auch im Defensivbereich zu, wo Kapitän Stefan Schweier nicht mehr zur Verfügung steht. Auch Joseph-Andrew Thompson und Torhüter Marius Heinlein verlassen den Verein. Als weiterer Tormann kehrt Jerome Czaronek von den Sportfreunden Seligenstadt nach Jügesheim zurück.

„Wir werden alles geben“, hatte Humbert vor der Partie gegen die Sportfreunde versprochen. Mancher Experte war sich da angesichts der verpassten Chance auf den Aufstieg nicht so sicher. Doch die Jügesheimer bewiesen, dass trotz der Sommerhitze das Fußballfeuer noch in ihnen brennt. Zwar hatten die Sportfreunde leichte Vorteile und die besseren Chancen durch die ehemaligen Hessenliga-Spieler Tobias Leis und Marcus Willand (Lattenknaller), die Tore aber erzielten die Jügesheimer. Zunächst durch den eingewechselten Chakib Flores (60.), dann durch Dominik Fischer (81.). Der Seligenstädter Anschlusstreffer durch Jan Hertrich (85.) fiel zu spät, um die Partie noch herumzureißen. Auch ein Unentschieden hätte den „Roten“ nicht zum Klassenerhalt verholfen.

Die Jügesheimer, die alle ihre sieben Niederlagen auf eigenem Platz kassierten und als einziges Team der Liga auswärts ungeschlagen blieben, sorgten damit aus ihrer Sicht für einen versöhnlichen Saisonausklang. Ganz klar: Um in der kommenden Runde oben anzugreifen, muss nicht nur ein echter Torjäger her. Vor allem muss die Heimbilanz deutlich besser werden.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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