Isenburger Handballerinnen belohnen sich noch zu selten
Individuelle Entwicklung steht im Vordergrund

Die Handball-B-Mädchen der HSG Isenburg/Zeppelinheim (weißes Trikot) spielen in der Bezirksoberliga eine gute Rolle, zuletzt gelang ein 21:13-Derbysieg gegen die HSG Dreieich.
  • Die Handball-B-Mädchen der HSG Isenburg/Zeppelinheim (weißes Trikot) spielen in der Bezirksoberliga eine gute Rolle, zuletzt gelang ein 21:13-Derbysieg gegen die HSG Dreieich.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Neu-Isenburg – „Wir könnten manchmal wacher in die Partie starten“, schmunzelt Franziska Beckmann. Es ist Sonntagmorgen, die Handball-B-Mädchen der HSG Isenburg/Zeppelinheim spielen in der heimischen Sporthalle gegen die HSG Dreieich. Anwurf ist um 10 Uhr. Und da kann man nicht immer einen ausgeschlafenen Kader erwarten.

Franziska Beckmann trainiert mittlerweile im dritten Jahr gemeinsam mit Loretta Theis die B-Mädchen der HSG. Beide Coaches spielen mit der Frauenmannschaft der HSG in der Bezirksliga A und als der Verein vor knapp drei Jahren auf Trainersuche für den Nachwuchs war, sagten beide Spielerinnen spontan zu.

Mit dem Großteil des 16 Spielerinnen umfassenden Kaders arbeitete das Trainerduo bereits in der C-Jugend zusammen, nun auch im ersten Jahr im B-Jugendbereich. Dass sich die Mädchen seit vielen Jahren kennen und immer wieder zusammenspielen, ist auch eine der stärken der Mannschaft: der ausgeprägte Teamgeist. Und darauf legen die beiden Trainerinnen auch viel Wert: „Die Mädels sind total lieb“, sagt Franziska Beckmann, „die Zusammenarbeit mit ihnen bedeutet uns sehr viel. Die meisten der Mädchen spielen seit vielen Jahren hier im Verein und wachsen als Mannschaft immer wieder schnell zusammen.“

Beide Trainer haben mittlerweile ihre C-Lizenz erworben. Und so schauen sie in der Tabelle nicht primär auf Siege und Punkte. „Für uns ist es wichtig, dass wir in in den Spielen das nach unseren Möglichkeiten das Beste zu geben und das beste herauszuholen“, erklärt Loretta Theis. Die individuelle Entwicklung einer jeden Spielerin steht im Vordergrund. Und damit auch für alle Chance, möglichst viel Spielzeit zu sammeln. Und auch wenn die Mannschaft verliert, „schauen wir, was wir aus diesem Spiel mitnehmen können“, sagt Franziska Beckmann.

In der Tabelle der Bezirksoberliga nimmt die HSG Isenburg/Zeppelinheim nach dem letztlich klaren 21:13 (10:8)-Sieg im Westkreis-Derby gegen die HSG Dreieich aktuell mit 10:12 Punkten den siebten Platz unter elf Mannschaften ein. Allerdings ist die Liga auch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Da die Anzahl der Mannschaften in dieser Altersklasse weder für eine Bezirksoberliga, noch für eine Bezirksliga reichen, wurden alle Mannschaften in einer Spielklasse zusammengefasst. So marschieren starke Teams mit Bezirksoberliga-Niveau wie die SG Oberhessen, die JSG Klein-Auheim/Hainburg, die SG Bruchköbel oder die TSG Bürgel vorne weg, ein Großteil der anderen Mannschaften hat gegen diese Übermacht einen schweren Stand. „Wir hätten uns eher in der Bezirksliga A gesehen“, stellt Loretta Theis klar.

Mit der jüngsten Entwicklung der Mannschaft zeigt sich das Trainerduo auf jeden Fall zufrieden. Natürlich geht es immer noch ein bisschen besser. „Die Mannschaft belohnt sich noch zu selten“, stellt das Trainerduo übereinstimmend fest, „wir lassen noch zu oft die Punkte liegen. Das Spielverständnis stimmt, die Mannschaft hat viel gelernt. Wir spielen gut, holen in der Abwehr viele Bälle. Aber manchmal fehlt noch der letzte Wille, unbedingt treffen zu wollen.“ Dennoch sehen Franziska Beckmann und Loretta Theis ihre Mannschaft auf dem richtigen Weg. „Es macht super viel Spaß mit dem Mädels. Sie sind jetzt in einem Alter, in dem sie sich sportlich weiterentwickeln und etwas lernen wollen“, erklärt Franziska Beckmann, „man sieht den Sprung, den die Spielerinnen gemacht haben.“ Nicht nur individuell, sondern auch als Mannschaft. Das Zusammenspiel klappt immer besser. Und genau dahin will das Trainerteam seine Mädels weiterentwickeln.

Ihr nächstes Spiel bestreitet die HSG Isenburg/Zeppelinheim an diesem Sonntag, 15., um 14 Uhr bei der SG Hainhausen 2. Die Rodgauerinnen weisen ebenso wie die HSG 10:12 Punkte auf, sind also ein Gegner auf Augenhöhe. Und mit Blick auf die Anwurfzeit sollten auch alle Spielerinnen hellwach sein.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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