JSK-Footballer sind eine große Familie

Wo ist das Ei? American Football, hier bei der ersten Herrenmannschaft (rot-blau), steht in Jügesheim bei den Rodgau Pioneers auch 2019 hoch im Kurs.
  • Wo ist das Ei? American Football, hier bei der ersten Herrenmannschaft (rot-blau), steht in Jügesheim bei den Rodgau Pioneers auch 2019 hoch im Kurs.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Jügesheim – Ihren jüngsten Heimspieltag hatten die American Footballer der Rodgau Pioneers des JSK Rodgau bewusst als „Familientag“ deklariert. Nach drei Auswärtsspielen hintereinander freuten sich die ersten Herren, in der Verbandsliga Mitte, Gruppe Süd, endlich einmal wieder ein Heimspiel zu bestreiten.

In der Partie gegen die Bürstadt Redskins ging es an der heimischen Weiskircher Straße vor allem darum, Platz eins zu festigen und sich eine gute Ausgangsposition für das Aufstiegsspiel gegen den Sieger der Nord-Gruppe, die Koblenz Gladiators, zu sichern. Das gelang – zumindest teilweise. Mit einem klaren 70:14-Sieg feierten die Pioneers im vierten Spiel den vierten Sieg und entschieden die Süd-Gruppe damit überlegen zu ihren Gunsten. Nun geht es in einem Entscheidungsspiel, das voraussichtlich in Koblenz stattfindet, gegen die Gladiators um den Aufstieg in die Landesliga Mitte. Aufgrund des besseren Touchdownverhältnisses genießen die Rheinland-Pfälzer Heimvorteil. „Der Gruppensieg war unser Ziel und wir wollen auch aufsteigen“, sagt Abteilungsleiter Ingo Klabers, nachdem die Pioneers aufgrund von vielen verletzungsbedingten Ausfällen ihr Team im vergangenen Jahr gegen Saisonende aus dem Oberliga-Spielbetrieb hatten zurückziehen müssen.

Seitdem wurden viele junge Spieler, vor allem aus der eigenen U19, in die erste Mannschaft integriert, „weiterer Zulauf ist aber erwünscht“, sagt Klabers. Und Headcoach Sebastian Okon ergänzt: „Wir haben aktuell 46 Spieler im Kader, sowie zwei, drei weitere Spieler, die ebenfalls dazugehören. Wir werden in diesem Jahr noch die 50-Spieler-Marke knacken. Und die brauchen wir auch, um eine Saison spielen zu können.“

Mittlerweile ist es schon knapp neu Jahre her, dass die TGM SV Jügesheim und die TGS Jügesheim – mit Blick auf eine mögliche Fusion zwischen beiden Vereinen (die erst deutlich später zu Stande kam, als seinerzeit erwartet) – ein gemeinsames Projekt starteten: die Abteilung „American Football“. Mit 43 jugendlichen Spielern ging es seinerzeit los – die Jügesheimer schickten zu Beginn eine A- und B-Jugendmannschaft in die Punktspielrunde. Der Name für die Mannschaften stand damals schnell fest: Rodgau Pioneers. Dass die Abteilung für alle Footballbegeisterten aus Rodgau offen ist, sollte unbedingt im Namen deutlich gemacht werden.

Inzwischen sind die Footballer bei 200 Mitgliedern angekommen. Tendenz steigend. „Im Jugendbereich profitieren wir davon, dass viele junge Spieler bei uns hineinschnuppern, die zuvor keinen Sport getrieben haben oder keine Lust mehr auf Fußball hatten“, sagt Klabers, selbst lange Jahre Fußballer in den Reihen der TGS Jügesheim. Weiterer Vorteil: Die Pioneers haben alle Altersklassen besetzt: U13, U16 und U19. Die jungen Sportler haben also die Möglichkeit, durchgehend ihrer Sportart nachzugehen und müssen nicht befürchten, eine Zwangspause einlegen oder den Verein wechseln zu müssen, weil in einem Jahrgang keine Mannschaft gestellt werden kann. Dazu kommen die eigenen Cheerleaders. „Da sind viele Mädels dabei, deren ältere Brüder bei uns Football spielen“, erklärt der Abteilungsleiter. Ein weiterer Vorteil ist die gute Infrastruktur in Rodgau. „Die eigenen Plätze sind für unsere Belange ideal“, meint Klabers, der sich einen weiteren stabilen Zulauf erhofft, wenn es gelingt, die erste Mannschaft wieder in der Oberliga zu etablieren.

Ganz oben angekommen sind die Jungs der U19, die den Aufstieg in die Jugend-Bundesliga, die German Football League Juniors, schafften. Die Pioneers hatten zuvor in der Regionalliga die Vizemeisterschaft gefeiert und waren nach dem Aufstiegsverzicht von Meister Bad Kreuznach nachgerückt. In der Mitte-Gruppe setzte es gegen Wiesbaden (0:56) und Mainz (2:16) zum Auftakt zwei Niederlagen. „Wir wussten, dass die Bundesliga eine ganz harte Nummer wird. Aber die Chance hier zu spielen, war einmalig und die wollten wir den Jungs nicht nehmen. Auch wenn wir Lehrgeld bezahlen“, sagt Klabers.

Die Jugendarbeit steht auch in Zukunft weiterhin im Fokus. „Wir wollen unsere drei Jugendteams halten und weiter aufbauen und weiter den eigenen Nachwuchs fördern“, blickt Klabers voraus. Und auch der Familiengedanke spielt weiter eine große Rolle. „Zu den Spielen kommen komplette Familien, die sollen sich hier weiterhin wohlfühlen.“ Damit an der Weiskircher Straße noch viele Familientage stattfinden.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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