JSK Rodgau strebt die Meisterschaft an

Nach einem halbjährigen Auslandssemester in London steht Innenverteidiger Sebastian Jung dem JSK Rodgau im Titelrennen der Gruppenliga Frankfurt Ost wieder zur Verfügung.
  • Nach einem halbjährigen Auslandssemester in London steht Innenverteidiger Sebastian Jung dem JSK Rodgau im Titelrennen der Gruppenliga Frankfurt Ost wieder zur Verfügung.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Jügesheim – „Wir wollen Meister werden.“ Das ist eine klare Ansage, die Andreas Humbert, Trainer beim JSK Rodgau, macht. „Wer Meister werden will, muss uns schlagen. Und das wird schwer genug.“ Nach Platz drei in der vergangenen Saison der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost mit letztlich doch deutlichem Rückstand auf die beiden Aufsteiger FC Hanau 93 und Viktoria Nidda, als der JSK den Aufstieg gerne mitgenommen hätte, sich jedoch nicht in der Pflicht sah, werden die Töne im Maingau-Energie-Stadion nun forscher. „Ich bin jetzt im sechsten Jahr hier, da kann man das mal machen“, schmunzelt Humbert. Und für den Trainer, der am Saisonende sein Amt beim JSK niederlegt, wäre der Titelgewinn und der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga Süd ein triumphaler Abschluss seiner Tätigkeit in Jügesheim.

Aktuell führen die Jügesheimer mit 42 Punkten die Tabelle vor den punktgleichen Germania Großkrotzenburg und SG Rosenhöhe (beide 40 Zähler) an. Die beiden Aufsteiger 1. FC Erlensee und Eintracht Altwiedermus liegen mit 39 Punkten in Lauerstellung. Im ersten Punktspiel des Jahres gastieren die Jügesheimer am kommenden Sonntag, 25. Februar, bei Germania Klein-Krotzenburg. Das Hinrundenspiel hatte der JSK mit 1:3 verloren, hat somit mit den Hainburgern noch eine Rechnung zu begleichen. Zunächst aber steht am Sonntag, 18., um 15 Uhr das letzte Vorbereitungsspiel gegen den Gelnhäuser Kreisoberligisten VfR Meerholz an.

Bisher absolvierte der JSK drei Testspiele, am vergangenen Wochenende verlor der Ost-Spitzenreiter gegen die SG Bornheim/Grün-Weiß Frankfurt, den aktuellen Tabellenvierten der West-Gruppe, mit 0:2 (0:0). „Das war ein sehr anspruchsvoller Gegner, der zu den Mitfavoriten in der West-Gruppe zählt“, meinte Humbert, der gegen die spielstarken Bornheimer in Marijo Dejanovic, Dominik Goetze und Maikel Mesquita drei Stammspieler ersetzen musste. „Es hat sich sehr schnell gezeigt, dass die gut kicken können“, sagte Humbert. Die Jügesheimer stellten aber ebenso schnell erfolgreich ihr Spielsystem um, hielten den Gegner vom eigenen Tor weg, nutzten aber ihre eigenen Chancen nicht. „Wir waren im Umschaltspiel nicht so konsequent, wie das nötig gewesen wäre“, stellte Humbert fest. Nach dem Seitenwechsel minimierten die Gäste ihre Fehlerquote, die faschingsgeschädigten Rodgauer kamen nur noch selten zu Möglichkeiten. Bornheim/Grün-Weiß kam zweimal gefährlich vor das JSK-Tor – und war zweimal erfolgreich. Trotz der Niederlage „war ich insgesamt zufrieden, Bornheim ist keine Laufkundschaft. Ich habe einige weitere Erkenntnisse gewonnen. Wir dürfen uns nicht ausruhen, sondern müssen im kommenden halben Jahr weiter an uns arbeiten, um das Niveau zu erhöhen“, meinte Andreas Humbert.

Gestartet waren die Rodgauer in die Vorbereitung mit einem 7:0 (3:0)-Sieg gegen den Hanauer Kreisoberligisten Germania Niederrodenbach. Maikel Mesquita (2), Marijo Dejanovic, Dominik Fischer, Fabian Büttner, Chakib Flores und Riccardo Sozzo erzielten die Tore für den Gruppenligisten. Humbert sprach von einem „sehr guten ersten Test“, auch wenn einige Stammspieler gefehlt hatten. Dabei war allerdings wieder Innenverteidiger Sebastian Jung nach seinem Auslandssemester in London. Einen starken Eindruck hinterließ zudem Neuzugang Ismael Ballesteros (zuletzt SG Rosenhöhe). „Er hatte ein halben Jahr nicht gespielt, aber eine sehr starke Leistung abgeliefert. Drei Tore vorbereitet und selbst zwei gute Möglichkeiten vergeben“, sagte Humbert über den zentralen Mittelfeldspieler, der auf der Sechser- oder Achterposition zu Hause ist.

Fakt ist: Der Konkurrenzkampf beim Tabellenführer ist durch die Verpflichtung Ballesteros‘ und die Rückkehr Jungs weiter angeheizt worden, nachdem in André Thomas (zum Offenbacher Kreisoberligisten Spvgg. Seligenstadt) nur ein Spieler den Verein in der Winterpause verlassen hat. „Jeder will kicken, da macht es Freude zuzuschauen. „Und die Jungs spielen wirklich Fußball“, meinte Humbert. Noch nicht wieder zur Verfügung steht nach seinem Kreuzbandriss Moritz Herrchen, der zwar schon wieder gut zu Fuß unterwegs ist, derzeit allerdings bei VW in Wolfsburg ein Praktikum absolviert und erst zur Vorbereitung auf die Saison 2018/2019 wieder beim JSK einsteigt.

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