Punktspielpause kommt dem Neu-Verbandsligisten gelegen
JSK studiert seine Gegner genau

Verbandsligist JSK Rodgau hatte zuletzt reichlich Grund zum Jubeln: Auf den 3:1-Heimsieg gegen Germania Großkrotzenburg folgte ein 5:0-Erfolg beim SV der Bosnier.
  • Verbandsligist JSK Rodgau hatte zuletzt reichlich Grund zum Jubeln: Auf den 3:1-Heimsieg gegen Germania Großkrotzenburg folgte ein 5:0-Erfolg beim SV der Bosnier.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Rodgau - „Die Pause tut mal ganz gut“, sagte Andreas Humbert, Trainer beim Fußball-Verbandsligisten JSK Rodgau, mit Blick auf das vergangene Wochenende. Denn nach dem 5:0-Sieg am Tag der deutschen Einheit im Neulingstreffen beim SV der Bosnier Frankfurt waren die Jügesheimer am Wochenende spielfrei, während die Konkurrenz schon wieder ran musste.

„Denn da steckt bei jedem Spiel doch jede Menge Arbeit dahinter“, freute sich Humbert auf ein erholsames Wochenende – auch wenn er sich natürlich das eine oder andere Spiel der Konkurrenz anschaute. Aber die Vorbereitung auf den nächsten Gegner fiel dieses Mal aus. Und die ist für den JSK-Trainer sehr umfangreich – vor allem, wenn über den nächsten Gegner Videomaterial zur Verfügung steht, das Humbert sehr genau analysiert und die Konkurrenz genau studiert.

Aber die genaue Analyse der Gegner lohnt sich für den Aufsteiger. In elf Partien sammelten die Rodgauer 16 Punkte, nach einem Drittel der Saison ist der JSK auf einem guten Weg, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. Und wenn das dem Neuling tatsächlich gelingt, dann liegt das zu großen Teilen an der guten Vorbereitung auf die jeweiligen Gegner.

Nicht nur, dass der JSK-Kader auf allen Positionen doppelt besetzt ist. Die Jügesheimer können sich auch perfekt auf die Stärken der jeweiligen Gegner einstellen. So rückte Max Enders, eigentlich im linken Mittelfeld zu Hause, beim 3:1-Sieg gegen Germania Großkrotzenburg, dem ersten Heimsieg im vierten Anlauf, auf die Position des Linksverteidigers zurück, um Großkrotzenburgs gefährlichen Außenbahnflitzer Kewin Siwek aus dem Spiel zu nehmen – was Enders auch gut gelang. Clemens Freitag rückte von der rechten Außenbahn ins Angriffszentrum vor – und stellte mit zwei Toren und einer Vorlage den Jügesheimer Matchwinner. Der ehemalige Offenbacher spielte seine Schnelligkeit aus – bei beiden Treffern (einem Kopfball, einem Abstauber) spielte sie allerdings keine Rolle.

Trotz der herausragenden Vorstellung saß Freitag nur vier Tage später beim Auswärtsspiel beim SV der Bosnier zunächst auf der Bank. Für die Begegnung auf dem schwer bespielbaren Platz im Frankfurter Gallusvierten hatte sich Chefdenker Humbert etwas Neues ausgedacht und setzte in vorderster Linie auf Eigengewächs Petrit Hulaj, der in der vergangenen Saison bereits als Jugendspieler beim damaligen Gruppenligisten zum Einsatz gekommen war. Mit Erfolg. Nach Ballgewinnen im Mittelfeld wich der Stürmer zweimal auf die Außen aus und legte Max Enders und Chakib Neteoui Flores mit seinen Hereingaben die ersten beiden Tore auf – in der ersten und vierten Minute übrigens. Das 3:0 nach rund einer halben Stunde erzielte er nach einem Lernprozess dann selbst. „Er hatte zuvor schon eine sehr gute Schusschance, die hat er allerdings in den fünften Stock eines Wohnhauses geballert“, meinte Humbert mit Blick auf die Beschaffenheit des Platzes. Bei seinem Tor hatte sich der Stürmer dann besser auf den Untergrund eingestellt, nahm etwas Geschwindigkeit heraus und schweißte die Lederkugel zielsicher ein.

Auch Marijo Dejanovic bekam eine neue Rolle verordnet. Der Innenverteidiger, der gegen Großkrotzenburg im zentralen Mittelfeld für mehr Sicherheit gesorgt hatte, musste nun als rechter Außenverteidiger ran. Und nahm Bosniens besten Kicker Matei Rugle nahezu komplett aus dem Spiel. Wieder einmal waren die Jügesheimer perfekt auf den nächsten Gegner eingestellt.

Und nach einem punktspielfreien Wochenende bereiten sich die Rodgauer nun auf den nächsten Gegner vor. An diesem Sonntag, 13., geht es um 15 Uhr auf heimischem Gelände gegen Rot-Weiss Frankfurt.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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