Kampf bis zum letzten Spieltag

Kapitän Simon Prechtel (rechts) fehlt Kickers Obertshausen derzeit noch verletzungsbedingt.
  • Kapitän Simon Prechtel (rechts) fehlt Kickers Obertshausen derzeit noch verletzungsbedingt.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Obertshausen – Gerne hätte Marcel Dindorf (30), Spielertrainer beim Frankfurter Ost-Gruppenligisten Kickers Obertshausen, den Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach gebracht. Doch in der schwierigsten Liga Hessens mit bis zu sechs Absteigern wird ihm dieser Wunsch auch in dieser Saison nicht erfüllt. Den ehemaligen Hessenligisten erwartet erneut ein Kampf bis zum letzten Spieltag. Aktuell nehmen die Schwarz-Weißen mit 21 Punkten den elften Platz ein, der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nur zwei Zähler.

Mit der ersten Saisonhälfte zeigt sich Dindorf, der in der Jugend bei Kickers Offenbach spielte und 2016 von Germania Großkrotzenburg nach Obertshausen wechselte, wo er im Oktober 2017 gemeinsam mit Simon Römgens als Trainer die Nachfolge von Nils Noe antrat, „gar nicht zufrieden, die Ergebnisse waren zu schwach.“ Zwar präsentierte sich die Mannschaft ordentlich, scheiterte aber immer wieder an ihrer Abschlussschwäche. „Wir haben viele gute Spiele gemacht“, sagt Dindorf, „waren aber im letzten Viertel zu schwach.“ Was den Kickers fehlt, ist ein echter Torjäger – so wie in den 90ern das Traumduo Michael Ries und Wolfgang „Chef“ Trumpf. Mit gerade einmal sechs Treffern stellt Mittelfeldspieler Ediz Davulcu den gefährlichsten Torschützen der Kickers, die in 20 Begegnungen lediglich 25 Treffer erzielten. Da gute Stürmer nur schwer zu bekommen sind, „müssen wir auch in der zweiten Saisonhälfte mit dem leben, was wir haben“, sagt Marcel Dindorf, der zudem in der Hinrunde großes Verletzungspech beklagte. In Kapitän Simon Prechtel (Schultereckgelenksprengung) und Kai Jenrich (Probleme mit der Achillesferse) fallen zwei Stammspieler noch aus, ansonsten hat sich die Situation über die Winterpause entspannt.

Zumal auch zwei neue Spieler hinzugekommen sind. Nach einem Ausflug nach Langenselbold trainiert Sven Goldhammer seit Sommer in Obertshausen mit, ist nun auch spielberechtigt. Zudem wechselte Frank Egerer vom Ligarivalen SG Nieder-Roden zu den Kickers. „Wir mussten uns in der Breite verstärken“, erklärt Dindorf, der sich von der Erfahrung Egerers (spielte mit der TGS Jügesheim bereits in der Verbandsliga) einiges erhofft. „Gerade wenn ein Spiel eng ist, ist die Erfahrung nicht zu unterschätzen“, erklärt der Kickers-Trainer.

Mit Siegen beim Darmstädter Gruppenligisten SG Sandbach (2:1) und beim Offenbacher A-Ligisten Wiking Offenbach (3:2) starteten die Schwarz-Weißen erfolgreich in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte, die in der Gruppenliga am 24. Februar mit einem Heimspiel gegen die SG Bruchköbel beginnt. „Ergebnisse sind immer wichtig, weil man auch in der Vorbereitung seine Spiele gewinnen will“, sagt Dindorf, der sich mit den ersten beiden Auftritten „relativ zufrieden“ zeigte. Spielerisch ist Obertshausen noch nicht da, wo die Kickers hinwollen, doch bis zum ersten Pflichtspiel sind auch noch zwei Wochen Zeit. Dann soll auch wieder im heimischen Sportzentrum gespielt werden, nachdem die Kickers zuletzt aufgrund der Witterungsbedingungen beim Nachbarn Teutonia Hausen auf dem Kunstrasen trainierten.

Marcel Dindorf erwartet einen Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag. „In der vergangenen Saison haben wir in der Rückrunde viele Siege gefeiert und dennoch fast bis zum letzten Spieltag kämpfen müssen“, blickt er zurück. 2017/2018 stellte Obertshausen in der Rückrunde die fünftbeste Mannschaft der Liga – am Ende sprang mit 51 Punkten der neunte Platz heraus. Gedanken über die Zukunft bei den Kickers hat sich Dindorf noch keine gemacht. „Wenn der Verein weiter mit mir arbeiten will, sollte das das geringste Problem sein“, ist der Kickers-Trainer entspannt.

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