Kreisoberliga nur Durchgangsstation

Trainer Thomas Epp eilt mit den Sportfreunden Seligenstadt der Meisterschaft in der Kreisoberliga Offenbach und damit der Rückkehr in die Gruppenliga Frankfurt Ost entgegen.
  • Trainer Thomas Epp eilt mit den Sportfreunden Seligenstadt der Meisterschaft in der Kreisoberliga Offenbach und damit der Rückkehr in die Gruppenliga Frankfurt Ost entgegen.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Seligenstadt – Nach dem 2:1 (0:1)-Sieg der Sportfreunde Seligenstadt gegen den 1. FC Langen am vergangenen Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Offenbach zweifelt eigentlich niemand mehr am direkten Wiederaufstieg der Sportfreunde in die Gruppenliga. Höchstens die „Roten“ selbst noch ein bisschen.

Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Hessenliga am Ende der Spielzeit 2016/2017 und dem Abstieg in die Gruppenliga Frankfurt Ost, solle die siebte Liga nur Durchgangsstation für die Sportfreunde werden, die den Aufstieg in die Verbandsliga anstrebten. Wenn auch nicht gleich im ersten Jahr, sondern im zweiten oder spätestens dritten. Doch der Schuss ging nach hinten los. Die Gruppenliga war für die Seligenstädter tatsächlich nur Durchgangsstation – allerdings auf dem Weg nach unten. Nach einer 1:2-Niederlage am letzten Spieltag beim JSK Rodgau fanden sich die „Roten“ auf einem Abstiegsplatz wieder – und traten den bitteren Gang in die Kreisoberliga an.

Neuer Trainer wurde Thomas Epp, lange Jahre erfolgreicher Trainer bei den Hessenligisten SV Erzhausen und Viktoria Urberach. Der machte zunächst fehlende Linksfüße und Alternativen für die Verteidigung aus – und erhielt die gewünschten Verstärkungen für die Defensive – ebenso wie in Stanko Pavlovic einen erfahrenen Mann für den Angriff. Und die Sportfreunde marschierten von Beginn an – zwar neben dem überraschend starken Aufsteiger TSG Mainflingen, aber sie marschierten. Ausgerechnet gegen Mainflingen (0:1) kassierten die „Roten“ ihre bisher einzige Niederlage, gegen den TSV Dudenhofen gab es nur ein 1:1. Ansonsten aber gewannen die Epp-Schützlinge alle 20 Punktspiele – so auch am vergangenen Samstag gegen dem ebenfalls aus der Gruppenliga abgestiegenen 1. FC Langen mit 2:1 (0:1).

„Das war allerdings ein sehr glücklicher Sieg“, meinte Sportfreunde-Sprecher Sven Michel, „Langen hat uns ganz schön den Schneid abgekauft, hätte zur Pause schon 2:0 oder 3:0 führen müssen.“ So aber lag der Club vor 200 Zuschauern - „Wir hatten sogar auf ein paar mehr gehofft“ (Michel) – nach der ersten Hälfte lediglich mit 1:0 vorne – und die Einhardstädter wendeten noch das Blatt. Zunächst mit einem unhaltbar abgefälschten Schuss von Patrick Hofmann, dann mit einem im Nachschuss verwandelten Strafstoß. „Eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld verliert so ein Spiel, als Tabellenführer gewinnst du es noch“, meinte Michel. Elf Punkte beträgt der Vorsprung der „Roten“ auf den Tabellenzweiten Mainflingen, der zwar eine Partie weniger ausgetragen hat, den Ostkreis-Rivalen aber dennoch nicht mehr einholen dürfte – zu überlegen sind die Sportfreunde. Und dass, obwohl Angreifer Pavlovic den Verein bereits Mitte der Hinrunde verlassen hatte – mit 73 Toren stellt Seligenstadt dennoch die mit Abstand beste Offensive.

An diesem Sonntag, 31., erwartet die Seligenstädter um 15 Uhr mit dem Gastspiel bei der TSG Neu-Isenburg ein weiteres Kracherspiel. Nach schwachem Saisonstart hat sich der Aufstiegsaspirant mittlerweile bis auf Platz fünf vorgekämpft, Platz zwei dürfte bei elf Punkten Rückstand aber nicht mehr zu erreichen sein. Dennoch schätzt Thomas Epp die TSG neben Langen als die stärksten Konkurrenten ein. „Das wird sehr schwer, das ist ein unbequemer Gegner. Aber wenn wir in Neu-Isenburg nicht verlieren, dürfte nicht mehr viel passieren“, sagt auch SF-Pressesprecher Michel. Dann dürfte sich die Kreisoberliga Offenbach letztlich für die „Roten“ nur als Durchgangsstation erweisen. Und zwar auf dem Weg zurück nach oben.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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