Kreisvergleichswettkampf in Bruchköbel

Memphis Heghelegint von der LG Offenbach sicherte sich im Hochsprung der U14 gemeinsam mit Teamkollege Anton Werner den ersten Platz.
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Bruchköbel - In Bruchköbel fand am vergangenen Samstag schon traditionell der Kreisvergleichskampf der Leichtathleten statt. „Das ist das größte Sportfest für den Nachwuchs“, sagt Paul Gast, Vorsitzender des Leichtathletikkreises Offenbach/Hanau und gleichzeitig Vorsitzender der LG Seligenstadt. Rund 350 bis 400 Sportler aus sechs Altersklassen (U12, U14 und U16, männlich und weiblich) gingen in Bruchköbel in die verschiedenen Wettbewerbe. Allerdings waren dieses Mal nur sieben Leichtathletikkreise vertreten. „Im vergangenen Jahr waren es zehn, es waren aber auch schon elf“, erklärt Gast. „Schuld“ daran waren die Herbstferien, die bereits am vergangenen Freitag begonnen haben. „Das hatte bei der Planung keiner bedacht“, bedauerte Gast, „2019 müssen wir den Kreisvergleichskampf vielleicht eine Woche vorverlegen.“

Denn traditionell findet die Veranstaltung immer am letzten September-Wochenende statt. Und zwar seit mittlerweile 18 Jahren in Bruchköbel. „Der Kreis Offenbach/Hanau hat seinerzeit diese Veranstaltung an sich gerissen, sonst wollte das keiner machen“, erläutert Paul Gast, der seit mittlerweile 22 Jahren den Vorsitz im Leichtathletikkreis Offenbach/Hanau inne hat. „Und die SG Bruchköbel ist ein sehr kompetenter Gastgeber.“ Mit jeder Menge Erfahrung, die die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren sammelten. „Für einen Kreisvergleichskampf benötigen wir zum Beispiel eine spezielle Lokalität“, verweist Gast auf die große, überdachte Tribüne im Bruchköbeler Rudolf-Harbig-Stadion, die Schutz vor Regen und Wind, aber auch vor der brennenden Sonne bietet. Weil allerdings nur ein Platz zur Verfügung steht, wird als Wurfdisziplin nur der Speerwurf angeboten, der Diskuswurf fällt weg. „Erstklassig ist auch die Auswertung“, lobt Paul Gast. Die hat seit vielen Jahren der Dudenhöfer Lutz Ernst, stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart des Leichtathletikkreis Offenbach/Hanau, unter seiner Regie. Stolz ist Gast auch darauf, dass für die Teams aus den sechs Altersklassen jeweils ein Mannschaftsführer gefunden wurde, der die Jungs und Mädels den Wettkampftag über betreute. Diese Job teilten sich Trainer der LG Seligenstadt, der TG Hanau, der TG Obertshausen, der TGS Hausen und der TGS Niederrodenbach unter sich auf. „Der Kreisvergleichskampf ist der Wettkampf, bei dem die Teilnehmer statistisch die meisten Bestleistungen aufstellen“, sagt Gast. Wind aus wechselnden Richtungen machten es vor allem Werfern und Läufern am vergangenen Samstag nicht leicht. Zudem ist der Kreisvergleichskampf die letzte Veranstaltung im Freien, ehe es die Leichtathleten in die Halle zieht. Eingeladen wurden die teilnehmenden Sportler aufgrund ihrer Leistung in diesem Jahr. Aus gesundheitlichen Gründen sagten allerdings eine Reihe an Sportlern ab.

Sieben Kreise (Wetterau, Offenbach/Hanau, Main-Taunus, Darmstadt/Dieburg, Frankfurt, Gelnhausen/Schlüchtern und Limburg/Weilburg) waren in Bruchköbel vertreten. Den ersten Platz in der Gesamtwertung sicherten sich letztlich mit 621,5 Punkten die Sportler aus der Wetterau, die damit den Main-Taunus-Kreis mit 603 Punkten auf den zweiten Platz verwiesen. Auf Platz drei folgte mit einem winzigen Punkt Vorsprung auf den Viertplatzierten Darmstadt/Dieburg (515,5) der Gastgeber Offenbach/Hanau (516,5).

Der SC Steinberg war mit seinen beiden Topläuferinnen Sara und Tabea Kiefer in Bruchköbel vertreten, beide starteten über die 800-Meter-Distanz. Während Tabea Kiefer in der U14 den fünften Platz erreichte, setzte sich Favoritin Sara Kiefer in der U16 mit einem hauchdünnen Vorsprung von elf Hundertstel in 2:24,17 Minuten – bei ihrer Bestzeit in diesem Jahr war sie fast fünf Sekunden schneller – gegen Jul Behrens (Darmstadt/Dieburg) durch. Das war das spannendste Rennen des Tages. Sara Kiefer, die einen Monat zuvor bei der deutschen U16-Meisterschaft in Wattenscheid in fast identischer Zeit (trotz eines Wespenstiches in den Oberschenkel) den siebten Platz belegt hatte, musste sich auf den letzten 150 Metern mächtig ins Zeug legen, um sich den ersten Platz zu sichern und damit wertvolle Punkte für ihr Team zu sammeln.

Ein herausragendes Ergebnis lieferte Felix Wilhelm von der TGS Hausen ab, der sich im Speerwurf der U16 mit 39,98 Metern im letzten Versuch noch vom dritten auf den zweiten Platz verbesserte. Stark auch die Leistung von Fabian Jung, der im Hochsprung mit 1,60 Metern Fünfter wurde und nur aufgrund der Mehrzahl an Fehlversuchen den dritten Rang verpasste. Für Luna Suzan Creutz von der TG Obertshausen war der Hochsprung-Wettbewerb der U16 nach drei Fehlversuchen dagegen frühzeitig beendet.

Marie Helbrecht (TG Obertshausen) erreichte über die 75 Meter der U14 in 10,80 Sekunden den zehnten Platz. Gemeinsam mit Charlotte Weirich (ebenfalls TG Obertshausen), Tammy Wanner (TS Ober-Roden) und Noelia Schneider (TV Neu-Isenburg) erreichten die TGO-Starterin zudem mit der 4x75-Meter-Staffel Platz fünf.

In glänzender Form präsentierte sich Memphis Heghelegint, der gemeinsam mit Teamkollege Anton Werner (TV Windecken) den Hochsprung-Wettbewerb der U14 zu seinen Gunsten entschied. Beide übersprangen mit jeweils einem Fehlversuch die 1,50 Meter, scheiterten aber jeweils an den 1,55 Metern. Gemeinsam mit Valerio Quinto (LG Seligenstadt) und Christian Wolf (LAZ Bruchköbel) gewannen die Beiden auch die 75-Meter-Staffel. Jan Rappe, ebenfalls von der LG Offenbach, belegte nach einem beherzten Rennen der U16 über 800 Meter in 2:23,34 Minuten den siebten Platz.Auch aus Rodgau waren einige Athleten mit von der Partie.

Ann-Sophie Schuhl (LG Rodgau) kam über die 80-Meter-Hürden der U16 in 14,15 Sekunden auf den siebten Platz sowie im Hochsprung auf Rang zehn. Ihr bestes Ergebnis erreichte sie im Weitsprung mit 4,58 Metern und Platz fünf. Eneda Ameti von der LG Rodgau holte sich über 800 Meter in 2:51,15 Minuten den elften Platz.

In der U14 der Jungen belegte Jonas Meyer vom JSK Rodgau in 2:48,58 Minuten über 800 Meter den elften Platz. Chiara Wehner (LG Rodgau) sicherte sich im Hochsprung der U14 mit 1,30 Metern den zwölften Platz unter 20 Teilnehmerinnen. Yemaya Marold (JSK Rodgau) und Tammy Wanner (TS Ober-Roden) starteten im Weitsprung und belegten mit 4,18 Metern und 4,15 Metern die Plätze zwölf und 13. Yemaya Marold erreichte zudem im Kugelstoßen mit 7,03 Metern Platz 14.

Während übrigens die Sportler der TS Ober-Roden für den Kreis Offenbach/Hanau starten, sind die Jungs und Mädels des MTV Urberach für den Kreis Darmstadt/Dieburg unterwegs. Wie etwa Prince Gowin, der über die 50 Meter der U12 in 7,43 Sekunden den zweiten Platz belegte. Oder Mika Siebenborn der seinen 800-Meter-Lauf klar gewann, in der Gesamtwertung über diese Strecke (drei Läufe) in 2:37,81 Minuten aber nur Fünfter wurde – ihm fehlte in seinem Rennen einfach die Konkurrenz. Prince Gowin gehörte zudem mit seinem Bruder Emmanuel der 4x50m-Staffel der U12 an, die für den Kreis Darmstadt/Dieburg auf den ersten Platz flitzte. Und Alexander Adler freute sich mit 52 Metern im Schlagballwurf über den zweiten Platz.

Die LG Seligenstadt war mit einer ganzen Reihe an Athleten in Bruchköbel vertreten. Pekka Dittrich erreichte im Hochsprung der U16 mit 1,60 Metern den dritten Platz, Teamkollege Daniel Heckwolf wurde Zehnter. Heckwolf sicherte sich weiterhin im Weitsprung den neunten Platz. Im Speerwurf erreichten Jannis Lahrem (38,34 Meter) und Timm-Julian Egner (35,37 Metern) die Plätze sechs und neun. Joel Fischer sicherte sich im Kugelstoßen mit 10,91 Metern den siebten Rang vor Jannis Lahrem (10,38 Meter). Pekka Dittrich sprintete zudem über 100 Meter in 12,93 Sekunden auf den sechsten Platz.

Valerio Quinto (U14) erreichte im Weitsprung mit 4,55 Metern den fünften Platz. Niklas Seibel belegte im Kugelstoßen mit 8,99 Metern Rang neun. In der U12 der Jungen belegte Yohannes Wunderlich über 800 Meter in 2:38,17 Minuten den sechsten Platz. Teamkollege Nico Ciesla warf den Schlagball auf 39 Meter und landete damit auf Platz sieben.

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