Mainpokalsieger mit Startschwierigkeiten

Timo Bahmer und die Spvgg. Seligenstadt feierten am vergangenen Wochenende in der Kreisoberliga Offenbach mit dem 4:1 gegen Germania Bieber ihren ersten Saisonsieg. An diesem Samstag steht das Derby beim starken Aufsteiger TSG Mainflingen an.
  • Timo Bahmer und die Spvgg. Seligenstadt feierten am vergangenen Wochenende in der Kreisoberliga Offenbach mit dem 4:1 gegen Germania Bieber ihren ersten Saisonsieg. An diesem Samstag steht das Derby beim starken Aufsteiger TSG Mainflingen an.
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  • hochgeladen von Paul Lohse

Seligenstadt – Ende Juli knallten beim Fußball-Kreisoberligisten Spvgg. Seligenstadt die Sektkorken. Nach 22 Jahren und sieben Finalniederlagen holten sich die „Blauen“ mit einem 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen gegen Titelverteidiger TSG Mainflingen zum dritten Mal nach 1988 und 1996 den Mainpokal. „Mainpokal ist Mainpokal, die Punktrunde ist etwas ganz anderes. Aber die Euphorie wollen wir natürlich mitnehmen“, sagte Seligenstadts Co-Trainer Steffen Muth in der Stunde des Triumphs.

Doch die Realität sah anders aus: Magere zwei Punkte holte die Sportvereinigung aus den ersten sechs Punktspielen in Offenbachs höchster Spielklasse, ehe die Seligenstädter am vergangenen Sonntag mit einem 4:1-Sieg gegen Germania Bieber den lang ersehnten ersten Saisonsieg landeten.

„Der Mainpokal ist durchaus ein Grund für unseren schlechten Saisonstart“, erklärt Spvgg.-Trainer Alexander Sticher, „einige dachten, das geht jetzt immer so weiter, ohne einen großen Aufwand betreiben zu müssen.“ Im ersten Punktspiel gegen die SG Egelsbach gingen die „Blauen“ - wie es sich für einen amtierenden Mainpokalsieger gehört – bereits in der ersten Minute in Führung. „Wir hatten Chancen zum 2:0 und 3:0, schwächen uns aber nach einer Stunde durch eine Gelb-Rote Karte selbst“, blickt Sticher zurück. Die Folge: In den letzten zehn Minuten kassierten die Seligenstädter noch zwei Tore und verloren mit 1:2. „Die Niederlage war sehr unglücklich“, sagt Sticher. Und sie verpasste der Sportvereinigung einen gewaltigen Knacks. Gegen die SG Heusenstamm-Zrinski zum Beispiel führte Seligenstadt ebenfalls mit 1:0, kassierte dann binnen acht Minuten drei Gegentore und rettete am Ende zumindest ein 3:3. Zuletzt fehlte dann komplett die Einstellung. „Zu viele Spieler machen einfache Fehler“, stellte Sticher fest. Allerdings hatte er auch immer wieder eine Reihe von Ausfällen zu beklagen: Zunächst die Urlauber, dann kamen einige Verletzungen dazu.

Vor dem Spiel gegen Germania Bieber am vergangenen Sonntag „haben wir viel gesprochen“, sagte Sticher. „So können wir nicht weitermachen“, stellte der Spvgg.-Trainer fest, bescheinigte seiner Mannschaft aber eine gute Trainingsarbeit. „Gegen Bieber waren wir zu Beginn sehr verunsichert, das fehlende Selbstvertrauen war deutlich zu spüren“, sagt Sticher. Während die „Blauen“ zweimal nur den Pfosten trafen, gingen die Offenbacher nach 37 Minuten in Führung. In der 65. Minute schwächte sich Bieber durch eine Rote Karte selbst, anschließend erzielten die Seligenstädter durch André Thomas (2), Maximilian Herbert und Sandro Schrön in Überzahl noch vier Treffer. „Bis zum Platzverweis war die Partie ausgeglichen, dann waren wir läuferisch und konditionell klar überlegen, Bieber war in den letzten 20 Minuten platt“, sagt Sticher.

An diesem Samstag (18.30 Uhr) sind die Seligenstädter beim starken Aufsteiger TSG Mainflingen gefordert, der gemeinsam mit den Sportfreunden Seligenstadt und der SG Egelsbach die Tabelle anführt. „Da müssen wir uns weiter steigern und vor allem sicherer stehen“, blickt Sticher voraus. „Unser Ziel vor Rundenbeginn waren weniger Gegentore als in der vergangenen Saison.“ Danach sieht es bei aktuell 20 Gegentoren in sieben Begegnungen noch nicht aus. „Ich hoffe, der Sieg gegen Bieber gibt uns ein wenig mehr Sicherheit“, erklärt Alexander Sticher, der trotz des mäßigen Saisonstartes viel Lob für die jungen Spieler in seinem Kader übrig hat: „Die Jungs machen Spaß. Sie machen einen guten Job, sind regelmäßig im Training und wollen sich weiterentwickeln. Dass die irgendwann einmal in ein Loch fallen, ist klar.“

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