Mit Erfahrung zur Meisterschaft

Roland Gerhardt trainiert den aktuellen Kreisoberliga-Spitzenreiter SG Nieder-Roden auch in der Saison 2018/2019.
  • Roland Gerhardt trainiert den aktuellen Kreisoberliga-Spitzenreiter SG Nieder-Roden auch in der Saison 2018/2019.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Nieder-Roden – Ein wenig holprig war der Start der SG Nieder-Roden in die zweite Saisonhälfte der Fußball-Kreisoberliga Offenbach schon. 2:0 (0:0) hieß es am Ende gegen die abstiegsgefährdete TuS Klein-Welzheim. „Das war kein gutes Spiel. Aber wir haben die drei Punkte geholt, da fragt keiner mehr danach“, hakte Nieder-Rodens Trainer Roland Gerhardt, der die Sportgemeinschaft auch in der Spielzeit 2018/2019 trainieren wird, die Partie schnell ab.

Denn in der Tabelle nehmen die Nieder-Röder (als Aufsteiger!) mit 44 Zählern punktgleich mit der TSG Neu-Isenburg weiterhin den ersten Platz ein. Mitaufsteiger SV Pars Neu-Isenburg folgt mit zwei Punkten Rückstand. Die Meisterschaft in Offenbachs höchster Spielklasse – ein echter Dreikampf. Von ihrem ursprünglichen Saisonziel (Platz fünf bis acht) sind die Rodgauer mittlerweile abgerückt. Ein Platz unter den ersten Fünf soll es auf jeden Fall sein, gerne auch ein bisschen mehr. „Wenn wir aufsteigen nehmen wir das gerne mit. Angesichts der Konstellation ist einer der ersten beiden Plätze durchaus das Ziel. Das wird aber sehr schwer, denn unsere beiden Konkurrenten verfügen jeweils über eine sehr erfahrene Mannschaft“, erklärt Gerhardt.

Doch da können die Nieder-Röder mithalten, wie ein Blick auf die Startformation gegen Klein-Welzheim zeigt: Torhüter Marco Piesker, der wieder genesene Kapitän Sascha Berger, Christian Scharnagl, Frank Egerer, Thomas Lutz, Florian Jäger, Jens Wöll und Pascal Schwaebe verfügen allesamt mindestens über Gruppenliga-Erfahrung. Und der Erfahrenste im SGN-Trikot, Ex-Profi Mirnes Mesic, war gegen die Klein-Welzheimer nicht mal im Kader, nachdem ihn eine Grippe 14 Tage lang außer Gefecht gesetzt hatte. „Dass ist vielleicht ein Vorteil, dass einer nochmal eines macht“, sagt Gerhardt über die Routine seiner erfahrenen Spieler vor dem gegnerischen Kasten.

Die Partie der Nieder-Röder gegen Klein-Welzheim bot mit zwei Strafstößen und vier Platzverweisen jede Menge Unterhaltungswert. Klein-Welzheim vergab bereits nach sieben Minuten die mögliche Führung, als Biljibani einen Elfmeter über das Tor schoss. Nach einer halben Stunde sah Klein-Welzheims Mokhlis Gelb-Rot, Mannschaftskollege Hamidkhani war damit nicht einverstanden und flog wegen Meckern mit Rot gleich mit vom Platz. Auch für Nieder-Rodens Luis Friedrichs (86., Foulspiel) und Klein-Welzheims Böhm (74., Meckern) war die Begegnung nach Roten Karten vorzeitig beendet.

„Wir haben alles verkehrt gemacht“, meinte Gerhardt, „ wir haben das Spiel immer wieder eng gemacht und einen Schicki-Pass zu viel gespielt. Dann hat uns die nötige Ruhe gefehlt. Nach der Pause standen die Klein-Welzheimer mit ihren neun Mann hinten drinnen. Und uns steckte noch das Pokalspiel vom Mittwoch in den Knochen. Wenn wir den Elfmeter nicht bekommen, geht das Spiel vielleicht 0:0 aus.“ So aber foulten die Gäste Nieder-Rodens Luis Friedrichs völlig überflüssig im eigenen Strafraum, der eingewechselte Gregor Niklarz ließ sich die Chance nicht nehmen und verwertete den fälligen Strafstoß zum 1:0 (75.). Pascal Schwaebe machte mit dem zweiten Nieder-Röder Treffer 60 Sekunden vor Spielende alles klar.

Bereits unter der Woche hatten die Nieder-Röder den Ligarivalen VfB Offenbach mit 4:2 (1:1) aus dem laufenden Wettbewerb im Offenbacher Kreispokal geworfen und träumen nun für das Viertelfinale vom einem Heimspiel gegen einen der beiden Hessenligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg oder SC Hessen Dreieich. In der Kreisoberliga steht am Sonntag, 4. März, um 15 Uhr das schwere Auswärtsspiel beim FC Offenthal an. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die liegt uns mehr als zuletzt Klein-Welzheim“, ist Roland Gerhardt aber zuversichtlich. Mit einem Sieg will die Sportgemeinschaft auch weiterhin den Platz an der Sonne behaupten.

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