Mit mannschaftlicher Geschlossenheit zum Klassenerhalt

Da geht es lang! Christian Hein, Trainer der HSG Obertshausen/Heusenstamm, gibt die Richtung vor. Und die soll zum Klassenerhalt in der Bezirksliga A führen.
  • Da geht es lang! Christian Hein, Trainer der HSG Obertshausen/Heusenstamm, gibt die Richtung vor. Und die soll zum Klassenerhalt in der Bezirksliga A führen.
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  • hochgeladen von Paul Lohse

Obertshausen – Vor rund einem Jahr übernahm Christian Hein als neuer Trainer den damaligen Handball-B-Bezirksligisten HSG Obertshausen/Heusenstamm. Und führte die HSG gleich im ersten Jahr mit 29:7 Punkten zur Vizemeisterschaft hinter Meister SG Dietesheim/Mühlheim 2. Beide Mannschaften stiegen damit gemeinsam in die Bezirksliga A auf.

Zuvor hatte Obertshausen/Heusenstamm in der Bezirksliga B stets einen gesicherten Mittelfeldplatz belegt, unter der neuen Regie „war der Aufstieg unser Ziel“, erklärt Hein, der der jungen HSG-Mannschaft „einige grundlegende Dinge an die Hand gab und eine neue Spielphilosophie einführte.“ Mit einer 6:0-Abwehr und schnellem Spiel sicherte sich Obertshausen/Heusenstamm nach einer guten Runde den zweiten Platz. Der Rückstand auf Meister Dietesheim/Mühlheim 2 betrug lediglich einen Zähler, der Vorsprung auf die drittplatzierte HSG Maintal satte fünf Punkte. Am viertletzten Spieltag hatte Obertshausen/Heusenstamm das Gipfeltreffen in Mühlheim mit 17:28 deutlich verloren, dann aber anschließend mit drei Siegen hintereinander die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach gebracht.

Klar, dass für einen Aufsteiger in der Regel der Klassenerhalt das erklärte Saisonziel für die neue Runde ist. Das gilt auch für die HSG Obertshausen/Heusenstamm. „Uns war klar, dass wir im Vergleich zur B-Liga noch ein, zwei Schippen drauflegen müssen“, sagt Hein, der mit seiner Mannschaft, schnellen, attraktiven Handballspielen will. Wichtigste Voraussetzung, um den Klassenerhalt zu erreichen, ist allerdings die mannschaftliche Geschlossenheit. Weiterer Pluspunkt: „Wir stellen in dieser Saison zum ersten Mal wieder eine zweite Mannschaft.“ Die Personaldecke ist somit deutlich größer geworden, Ausfälle können aus den eigenen Reihen gut kompensiert werden. „Die mannschaftliche Geschlossenheit und das familiäre Umfeld ist ein großes Plus im Verein und ganz besonders in dieser Mannschaft“, meint Hein, der aus familiären Gründen nach Großauheim zog, ursprünglich aus dem Taunus stammt und zuvor die MSG Niederhofheim/Sulzbach und die TGS Langenhain trainierte. „Die Mannschaft ist willig und bereit, dazuzulernen“, sagt Christian Hein über Obertshausen/Heusenstamm.

„Der Klassenerhalt ist realistisch, wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben“, erläutert Hein, der allerdings gleich im ersten Saisonspiel zwei verletzte Spieler beklagte, die nun einige Wochen ausfallen. „Und so ein Waterloo wie zuletzt dürfen wir noch einmal erleben.“ Am zweiten Spieltag am vergangenen Woche gastierte der Aufsteiger bei der TGS Seligenstadt und ging mit 17:35 (8:18) unter. „Lieber einmal mit 18 Toren verlieren, als 18 Mal mit einem Tor“, nahm HSG-Spieler Yannik Grotemeyer die Niederlage mit Galgenhumor. Deutlich besser war Obertshausen/Heusenstamm in die Runde gestartet, zum Auftakt hatte die HSG den HSV Götzenhain, Absteiger aus der Bezirksoberliga, deutlich mit 38:30 in die Schranken gewiesen.

Nach dem Auftakt mit 2:2 Punkten steht nun bereits über die Herbstferien eine mehrwöchige Pause an, erst am Sonntag, 14. Oktober, geht es mit einem weiteren Gastspiel bei der MSG Hanau/Erlensee weiter. Die MSG startete mit zwei Niederlagen in die neue Runde und steht vor eigenem Publikum schon ein wenig unter Zugzwang, das will Obertshausen/Heusenstamm ausnutzen. „Wir haben jetzt genug Zeit, unsere Wunden zu lecken und das Spiel in Seligenstadt aufzuarbeiten“, meint Hein. Und auch den verletzten Spielern kommt die Pause recht, um zumindest annähernd wieder fit zu werden. Und dann will der Aufsteiger den Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich fortsetzen.

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