Neuaufbau bei den „Blauen“

Sascha Berger, Urgestein der SG Nieder-Roden, spielt in der kommenden Saison für die Spvgg. Seligenstadt.
  • Sascha Berger, Urgestein der SG Nieder-Roden, spielt in der kommenden Saison für die Spvgg. Seligenstadt.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Seligenstadt – Für die Spvgg. Seligenstadt endete mit der 0:3-Niederlage gegen Vizemeister 1. FC Langen Ende Mai ein Katastrophen-Jahr in der Kreisoberliga mit dem Abstieg in die Kreisliga A Offenbach Gruppe 2. Und das als amtierender Mainpokalsieger. In der A-Liga hatte die Sportvereinigung zuletzt in der Saison 2011/2012 gespielt – und holte in dieser Spielzeit die Meisterschaft.

Drei Trainer versuchten, das sinkende Schiff zu retten. Alexander Sticher trat nach schwachem Saisonstart im Oktober 2018 von seinem Posten zurück. Michael Leisegang kam wenige Tage später – und musste Anfang Mai vier Spieltage vor Rundenende wieder gehen. Abteilungsleiter Mirko Leuschner sprang in die Verantwortung – zu verhindern war der Abstieg aber nicht mehr. Leuschner wechselt nun als Trainer in die Gruppenliga zu Germania Klein-Krotzenburg und tritt dort die Nachfolge von Wolfgang Kaufmann an.

Die Weichen für die neue Saison sind bereits gestellt, neuer Trainer bei den „Blauen“ wird der ehemalige OFC-Aufstiegsheld Dirk Vollmar. Der gebürtige Sachse trainierte unter anderem bereits die TGM SV Jügesheim und den TSV Dudenhofen, den er nach dem KOL-Abstieg 2012 übernahm und nach Platz drei im ersten Jahr 2014 zur Meisterschaft in der A-Liga und damit zurück in Kreisoberliga führte.

Der Rodgauer Klub soll auch Vorbild für seine zukünftige Arbeit in Seligenstadt sein. „Wichtig ist, dass hier wieder etwas zusammenwächst und der Verein auch wieder die Jugend integriert. In Dudenhofen spielen die Jungs von damals ja heute noch zusammen“, sagt Vollmar. Der direkte Wiederaufstieg ist bei den „Blauen“ kein Ziel. „Kontinuität und Spaß“ erhofft sich Vollmar. „Wir wollen etwas aufbauen. Und dann schauen wir einmal, was dabei herauskommt.“

Im Kader wird sich einiges ändern. Neuer Co-Trainer wird Mathiyas Dursun, zuletzt Trainer beim Offenbacher A-Ligisten SG Hainhausen. Dursun spielte bereits in Dudenhofen unter Vollmar. In Sascha Berger, Gregor Niklarz und Tim Kuprat heuerte gleich ein Trio von der SG Nieder-Roden beim Kreisligisten an. Berger spielte bereits zu Verbandsliga-Zeiten in Nieder-Roden, war lange Jahre Kapitän der Sportgemeinschaft. Kuprat ist ein Nieder-Röder Eigengewächs, Niklarz wechselte einst aus Weiskirchen in den Rodgauer Süden. Alle drei verfügen über Gruppenligaerfahrung, mit der sie die Einhardstädter ein Stückchen voranbringen sollen. Voranbringen will die „Blauen“ natürlich auch der Trainer. „Wir lassen uns Zeit“, sagt Vollmar, der einige „neue Ideen reinbringen“ will. Und natürlich wird sich auch taktisch für die Spieler das eine oder andere ändern. Die jüngste Entwicklung bei der Sportvereinigung sieht Dirk Vollmar sehr positiv: „Der Verein hat seine Aufgaben erfolgreich erledigt, das funktioniert alles sehr gut.“

Ihre erste große Bewährungsprobe haben die „Blauen“, beim Mainpokal, der am 7. Juli auf dem Gelände der TSG Mainflingen beginnt. Den „Großen“ gehen die „Blauen“ in der Gruppenphase aus dem Weg, sie treffen in der „Bäckerei Wolz“-Gruppe auf Kreisoberliga-Aufsteiger Teutonia Hausen, der zum zweiten Mal mit dabei ist, sowie den SV Zellhausen, die TuS Klein-Welzheim und die Spvgg. Seligenstadt. Da mit ein bisschen Glück sogar das Halbfinale möglich. Nicht zu vergessen: Die Sportvereinigung geht nach dem 5:4-Sieg im Elfmeterschießen im vergangenen Jahr gegen die TSG Mainflingen als Titelverteidiger an den Start.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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