Nieder-Röder Handballer spielen bisher eine herausragende Runde in der 3. Liga
Publikum honoriert die Leidenschaft der HSG-Truppe

Benjamin von Stein und die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden boten eine herausragende erste Saisonhälfte. In das neue Jahr startet der Tabellendritte mit drei Auswärtsspielen hintereinander.
  • Benjamin von Stein und die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden boten eine herausragende erste Saisonhälfte. In das neue Jahr startet der Tabellendritte mit drei Auswärtsspielen hintereinander.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Nieder-Roden - Die Drittliga-Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden sind schon ein besonderer Haufen. Nicht nur sportlich.

Am Samstag des vierten Advents-Wochenendes – die Mannschaft hatte am Freitag ihr letztes Pflichtspiel in 2019 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen mit 27:25 gewonnen – gingen die Jungs auf Support-Tour. Und feierten zunächst mit der dritten Mannschaft in der Bezirksoberliga einen 25:24-Sieg bei der dritten Mannschaft des TV Gelnhausen und anschließend in der Landesliga Süd den 34:29-Erfolg der zweiten Mannschaft bei den OFC-Kickers. Was für ein Verein!

Aber zurück zum sportlichen Erfolg des Drittligisten. Mit 24:10 Punkten beendeten die Nieder-Röder das Spieljahr 2019 auf dem dritten Platz – punktgleich mit dem Zweitplatzierten aus Leutershausen. Auch 2018 hatten die Baggerseepiraten Weihnachten als Dritter gefeiert, seinerzeit allerdings mit 22:12 Punkten. Am Rundenende stand mit Platz vier wie schon ein Jahr zuvor das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. 37:23 Punkte sammelten die Nieder-Röder in der Spielzeit 2018/2019 – Vereinsrekord in der 3. Liga.

Und in dieser Saison – mittlerweile der dritten unter Cheftrainer Jan Redmann – punktet die HSG im Rekord-Eiltempo – trotz der großen Personalsorgen, die bereits am Ende der vergangenen Saison angefangen hatten. In Tim Henkel steht der beste Abwehrspieler der Liga in dieser Runde nicht mehr zu Verfügung, die Saison startete ohne die beiden Langzeitverletzten Michael Weidinger (mittlerweile seit einigen Wochen wieder im Team) und Niklas Geck, Timo Kaiser verletzte sich bereits vor dem zweiten Saisonspiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen, dazu kamen immer wieder Verletzungspausen von Philippe Kohlstrung, Alexander Weber oder Yannik Sinnecker.

Und dennoch liefen die Rodgauer Woche für Woche zu Höchstleistungen auf, weil die jungen Spieler – unterstützt von den verblieben Routiniers wie Torhüter Marco Rhein, Benjamin von Stein oder Philipp Keller – zunehmend die Verantwortung übernahmen. Allen voran Henning Schopper im rechten Rückraum oder auch US-Nationalspieler Samuel Hoddersen auf Linksaußen. Schopper nimmt in der aktuellen Torjägerliste den sechsten Platz ein – allerdings auch nur, weil er keine Siebenmeter werfen darf. Mit seinen 81 Toren ist er die unangefochtene Nummer eins der Feldtorschützen – vor Ian Weber (Dutenhofen/Münchholzhausen 2/70) und Malte Wodarz (Northeimer HC/70) sowie Mannschaftskollege Sam Hoddersen (69).

Herausragend agiert auch Johannes von der Au (Abwehr-Mittelblock und Rückraum links), der mit seinen 21 Jahren pro Partie zwischen 55 und 60 Minuten auf dem Parkett steht. Die Kombination zwischen Jung und Alt passt einfach bei der HSG. Die Leidenschaft, die die Nieder-Röder zeigen „müssen wir in der Rückrunde konservieren. Wenn jeder akzeptiert, dass er nicht 60 Minuten Einsatzzeit bekommt und seine Rolle einnimmt, werden wir in 2020 noch viele schöne Erlebnisse haben. Nicht umsonst haben wir auf allen Positionen Vertragsverlängerung vermeldet. Wir haben viele unterschiedliche Charaktere, die sich in Nieder-Roden aber sehr wohl fühlen“, sagt Redmann.

Ein wichtiger Punkt im bisherigen Saisonverlauf ist auch das tolle Publikum in Nieder-Roden. „Die Fans haben uns in vielen wichtigen und entscheidenden Phasen getragen und unterstützt, wie etwa gegen Bieberau, als wir extrem müde waren“, erklärt Redmann, „das Publikum honoriert, was die Mannschaft trotz der Personalsorgen leistet. Und die Fans sind begeistert, dass so viele junge Leute bei uns spielen.“

Nach einer zweiwöchigen Pause nehmen die Nieder-Röder am Montag, 6. Januar, wieder das Training auf. „Wir starten mit drei Auswärtsspielen in die zweite Saisonhälfte. Danach werden wir sehen, wo die Reise hingeht“, blickt Trainer Jan Redmann voraus. Dutenhofen/Münchholzhausen 2, Baunatal und Großsachsen stehen in dieser Reihenfolge auf dem Programm. Egal, wohin die Reise geht: Die Nieder-Röder bleiben ein besonderer Haufen.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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